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Nokia N86 – Twitter Apps für das S60 Handy – Teil 1

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Es gibt inzwischen zahlreiche Tools, um mit dem einen oder anderen Handy bequem Zugriff zu Twitter zu erhalten. Was für Android “Twidroid” ist, stellt für S60 Handys Gravity dar.

Die Software ist unzweifelhaft die bei weitem professionellste Applikation, die es zur Zeit gibt.

Doch über Gravity möchte ich nicht in erster Linie berichten, sondern zunächst über ein kleines aber feines Tool, dass man durchaus kostenlos in einer Lightversion im Ovi Store herunterladen kann, als auch in der professionellen Version, die sich in einigen entscheidenden Funktionen von der Lightversion unterscheidet: Tweets60 Pro. Der Bonus, den man im bei der Bezahlversion erhält, ist die Möglichkeit eigene Tweets zu verfassen und Bilder hinzuzufügen.

Tweets60 Pro
Ich habe mir diese lediglich in der englischsprachigen Version erhältlichen Pro Version der Applikation für 1,99 € im Ovi Store gekauft.

Beim Klick auf das kleine blau- weiße Icon, welches einen stilisierten Vogel darstellt, gelangt man sofort in den Homebereich, auf dem in chronologischer Reihenfolge alle abonnierten Tweets zu sehen sind. Gestartet wird angenehmerweise beim zuletzt gelesenen Tweet, was für diejenigen, die nur sporadisch die Twitterapplikation benutzen, sehr angenehm ist, da man so stets den Überblick über Aktualisierungen behält.

Das gesamte Fenster ist in insgesamt 7 Registerkarten unterteilt, durch die man horizontal durch ein Steuern der Tastatur nach Rechts oder Links, weiter durch die Programmoptionen hindurch steuern kann. Wo man sich innerhalb des Programms befindet, ist den Überschriften auf den Registerkarten zu entnehmen. In welche Richtung es weiter geht, wird anhand von nach Rechts oder Links weisenden Pfeilen dargestellt.

So folgen als weitere Register zum einen eine für direkte Erwähnungen des eigenen Accountnamens, dann direkte Nachrichten, Favoriten, Updates des eigenen Accounts auch Suchoptionen und zuletzt die Registerkarte mit eigenen Listen, die man aus seinen Abonnements erstellt hat.

Auf den Hombereich zurückgekehrt, kann man sich durch vertikales Scrollen chronologisch durch die abonnierten Tweets bewegen. Die aktivierten Tweets werden durch eine blaue Einfärbung farblich hervorgehoben. Tweets, die man zu seinen Favoriten hinzu gefügt hat, werden durch eine gelbe Hintergrundfarbe markiert. Zuzüglich ist auf der rechten Bildschirmseite ein Scrollbalken dargestellt, der einem stets die aktuelle Position bis zum zuletzt aktualisierten Tweet anzeigt.

Bei der Auswahl von in den Tweets hinterlegten Links zu Webseiten oder Bildern durch simples Anklicken, öffnet sich ein schwarz hinterlegtes Optionsmenü, in dem man mit der Navigationstaste die jeweiligen Links ansteuern kann. Der Auswahl folgt stets ein Öffnen des Browsers, in dem entweder das Bild oder die Webseite dargestellt wird – ein recht einfache, aber stets funktionierende Methode. Einen internen Viewer gibt es nicht.

Zurück auf den Homebereich gelangt man durch einfaches Klicken der linken Auswahltaste “ok”.

Aktionen, wie etwa das Erstellen eines eigenen Tweets, lassen sich von hier durch das Anwählen der linken Kurzwahltaste vornehmen.

Nur von hier lassen sich durch ein erneutes Anwählen der Taste Bilder oder Links in den Tweet mit integrieren. Voreingestellt ist hier als Anbieter für Bilder “TwitPic”, was sich leider nicht verändern lässt – schade eigentlich.

Interessant ist die Option zur Konfiguration von Twits60 Pro, denn hier lassen sich beliebig viele Zugangspunkte einstellen, deren Reihenfolge ebenfalls frei konfigurierbar ist.

Dies ist dann von Vorteil ,wenn man neben einem Wlan-Zugang, auch eine mobile Flatrate sein Eigen nennt und adhoc ein Umschalten der Zugangspunkte bewirken möchte. Das funktioniert mit der Software ganz hervorragend. Hier wird einem aber auch gleichzeitig deutlich, was der kleinen Applikation noch alles fehlt, denn man kann weder das Äußere, noch einen zweiten Account konfigurieren.

Damit wird klar, für wen dieses Tool eigentlich gedacht ist: für den Standarduser, der in erster Linie Tweets konsumiert und gelegentlich eigene inklusiver einfachem Bilderupload verfasst.

Dafür hat das Tool aufgrund seiner geringen Komplexität und Stabilität auf dem Gerät einen ungemeinen Scharm, der es einem Vergnügen bereitet “mal eben kurz” zu twittern.

Stabil ist die Applikation in jedem Fall – sie ist mir in der inzwischen zweiwöchigen regelmäßigen Nutzung nicht ein einziges Mal abgestürzt. Zudem scheint sie kaum Ressourcen zu verbrauchen, Bilder lassen sich selbst unter Edge stabil uploaden.

Fortsetzung folgt ….

 

Galerie – Tweets60 Pro auf dem Nokia N86:

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Nokia N86 – Symbian v9.3 versus Milestone Android 2.1

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Von Symbian zu Android und zurück

Android Symbian comparison

Vor einigen Tagen habe ich mich von meinem nun inzwischen etwas mehr als 3 Monate genutzten Milestone verabschiedet.

Insgesamt war ich mit dem Gerät sehr zufrieden. Das Betriebssystem “Android” ist für mich als User, der sehr gern an technischen Geräten herumspielt, recht übersichtlich gestaltet und ich stellte fest, dass ich zumeist in wenigen Schritten – fast intuitiv – alle Einstellungen zur Konfiguration fand.

Für mich als inzwischen eingefleischten Google-User, der seine Emails alle über ein Google Benutzerkonto umleitet, ist die Verwendung eines Android Handys damit überaus bequem. Für all diejenigen hingegen, die unabhängig von der “Datenkrake” sein wollen, stellt das System allerdings ein Problem dar, denn alles steht und fällt mit der Anbindung an Google und seinem Marketplace.

Der Marketplace

Die Faszination der Benutzerfreundlichkeit entsteht eigentlich erst durch die Erweiterbarkeit des Systems durch den Marketplace. Viel Software lässt sich natürlich ohne Weiteres auch außerhalb dieses geschlossenen Systems installieren, dies aber nur durch intensive Suche – so wie man es von früher her kennt – mitunter aber gar nicht, da viele Firmen sich offenbar ausschließlich auf den Vertrieb über den Marketplace verlassen. Mir ist dies das erste Mal aufgefallen, als ich mein Archos 5 mit von mir gekaufter Software nutzen wollte, die ich zuvor über den Marketplace gekauft hatte:

Ohne eine offizielle Anbindung an den Marketplace, ist auch die Nutzung nicht möglich. Dieses Problem haben leider viele mobilen “nicht Handy” Geräte, die demnächst auf den Markt erscheinen werden und noch keinen offiziellen “Zugang zu Google” haben. Leider wird dies in der Regel mit keinem Wort erwähnt. Dies war aber nicht der eigentliche Grund, mich von System zu verabschieden, schließlich bin ich ein “voll involvierter Google User”.

Die Sache mit dem Akku

Was mich störte, war die mangelnde Haltbarkeit des Handy Akkus, die mir nicht allein beim Milestone aufgefallen war, sondern ebenfalls beim HTC Hero. Beide Geräte musste ich nicht selten direkt am Abend wieder an das Ladekabel hängen. Beim Milestone war der Stromverbrauch dann aber derart hoch, dass ich mich dabei ertappte, für eine fünfstündige Bahnfahrt extra einen Ersatzakku zu kaufen um zumindest bei meiner Ankunft noch telefonieren zu können. Zudem musste man bei der Nutzung der Software stets darauf achten, nicht ungewollt Programme im Hintergrund laufen zu haben. Das nicht schließen können von Programmen gilt bei Android Usern eigentlich als tolles Feature, da damit geworben wird, dass dies automatisch vom System verwaltet wird. Fakt ist aber, dass viele Programme nicht sauber programmiert sind, häufig mehr oder weniger Traffic im Hintergrund verursachen und damit den Akku zuzüglich belasten. Mich hat es letztlich dazu veranlasst einen Taskkiller zu installieren um dann nur die Programme laufen zu lassen, die ich laufen lassen wollte. Diese Unbesorgtheit im Umgang mit im Hintergrund aktiven Programmen kenne ich von Geräten, die ich nebenbei nutze, bei einem Handy, das stets online sein, letztlich ja zum Telefonieren bereit stehen muss, ist dies aber zur Zeit noch nicht zufriedenstellend gelöst.

Dieses Erlebnis veranlasste mich dazu meine Handynutzung nochmal zu überdenken und ich fragte ich mich, was ich denn nun wirklich mit dem Gerät alles erledige: Wenn ich den Milestone lediglich in der Tasche hatte und überhaupt nicht benutze, konnte ich ihn zumindest geschätzte etwa 1.5 Tage nutzen. Das habe ich allerdings nie wirklich getestet, da ich das Gerät eigentlich immer für irgendetwas verwendete. Es ist aber unsinnig ein so großes Gerät mit sich herum zu tragen, wenn man die Boni, die das Gerät einem bietet, nicht wirklich nutzt.

Touch oder nicht Touch…

Auch die Benutzung der Tastatur, die ohne weiteres sehr gut zu bedienen ist, ist für mich, die für längere Texte schlicht das komfortablere Netbook oder eines der ThinkPads nimmt, nicht mehr wirklich von Belang. Daher fragte ich mich, ob ich die Geräteeigenschaften nicht auf das Nötigste reduzieren sollte, welches für mein Nutzerprofil schließlich entscheidend sein sollte.

Weil ich zwar mit einem Touchscreen sehr gut klar komme, aber die Benutzung einer winzigen Touchtastatur nicht wirklich brauchbar finde, um längere Texte zu verfassen, zudem die meisten Touchhandys als großes Manko leider einen erhöhten Energiebedarf aufweisen, strich ich diese Option aus meinem zwingend erforderlichen Nutzungsprofil. Allerdings wollte ich nicht auf eine gute Kamera verzichten, die ich gern unterwegs nutze, wenn ich meine Digitalkamera aus Bequemlichkeit nicht mitnehmen möchte. Eine Wlan Anbindung und Emailnutzung ist in meinem Nutzungsprofil natürlich Standard.

Das vorläufige Fazit

Damit hatte ich einige entscheidende Punkte gefunden, um mich auf die Suche nach einem Nachfolger für mein Milestone zu machen:

1. Es sollte zumindest rudimentär brauchbare Akkuzeiten aufweisen. Das Minimum sollten 1,5 bis 2 oder mehr Tage bei moderater Nutzung sein.

2. Es sollte eine gute Kamera haben.

Alles andere, wie ein extrem großes Display oder eben die Touchfunktion schloss ich bei meiner Suche als Hauptkriterium zunächst aus.

Da ich durch die sehr guten Akkuzeiten des Nokia E52 bereits auf Nokia aufmerksam wurde, ich das System durch meine früheren Handys kenne und zudem von einer Modellreihe gelesen habe, die bezüglich ihrer Kameraleistung glänzt, war das N86 natürlich schnell gefunden.

Obgleich mir das Symbian System recht altbacken vorkommt und für mich rein psychologisch einen enormen Rückschritt darstellt, wusste ich zumindest was mich erwartet, wenn ich mich für dieses Gerät entscheide.

Vor wenigen Tagen erreichte mich das Nokia mit der Post und ich konnte mir einen ersten Eindruck verschaffen.

Fortsetzung folgt….

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