Posts Tagged Symbian OS

Nokia E6-00 – das vergessene Symbian Phone – was es heißt, ein Symbian Gerät zu benutzen

Share

IMG 0397

Nach all den Aufregungen des letzen Jahres über den Plan des Nokia Konzerns, sich zukünftig besser auf Windows Phones zu konzentrieren, wurde es, wenn man nicht zufällig zu der begeisterten Symbian Klientel gehörte, um die ehemaligen Flaggschiffe, die sich zuvor aus den Serien der Mediengeräten, auch N-Series genannt und den Businessgeräten, E-Series genannt, zusammensetzten, um die Nachfolger relativ ruhig – vor allem wenn man sich die Resonanz in der Presse genauer betrachtet.

Man hatte beinahe das Gefühl einer eingeschworenen Gemeinde von Ablehnung, da Android und iOS einfach nur “hipp” waren und sind und “Symbian” ja “so uncool”. Eigentlich war es schon egal, dass Nokia mit dem N8-00 bereits 2010 als erster Hersteller einen USB-OTG Anschluss standardmäßig verbaute, also einen Anschluss, mit dem man ganz normale PC-Mäuse und Tastaturen anschließen konnte, dass ein HDMI-Anschluss und zugehörige Stecker im Paket dabei waren – weil es nicht Android oder iOS war – so kann man mutmaßen, mal abgesehen von der allgemein überaus hochwertigen Verarbeitung der Geräte.

In Europa konnte man bis vor kurzem dann noch auf einen überaus breit gefächerten Service eingeschlossen einer standardmäßig vorgesehenen dreijährigen Garantie (keine Gewährleistung, sondern echte Garantie) für die Geräte, so dass dies in der Vergangenheit nicht selten ein weiterer Grund für den Kauf eines Nokiagerätes war.

Doch dieser Service ist in den letzen zwei Jahren spürbar geschrumpft, viele ServicePoints wurden geschlossen und es wird mindestens genauso schwierig einen technischen Ansprechpartner für eine Nokia Gerät zu erreichen, wie für alle anderen Smartphones auch.

…die Letzten verlassen das sinkende Schiff

Gleichzeitig bekamen eingefleischte Symbian Nutzer recht schnell ein Gefühl dafür, was es heisst, Fan einer Gerätegeneration zu sein, die es bald nicht mehr geben wird. Denn die zuvor stark vertretene Entwicklergemeinde für Symbian schien sich recht schnell zu dezimieren und sich andere Bereiche für neue Projekte zu suchen – wen wundert dies? Daher bekam man auch, vor allem wenn man bisher den stetig wachsenden Markt an Applikationen für Mobilfunkgeräte insgesamt beobachtete, den Eindruck, dass sich die im Markt erhältlichen Applikationen und ihre Entwickler mehr und mehr zurückzogen und auf die zwei großen Protagonisten iOS und Android konzentrierten: wer sitzt schon gern auf einem sinkendes Schiff?
Dies ist vor allem deshalb schade, weil ich im Umgang mit Symbian, sei es nun mit dem N8-00 oder dem E6-00 endlich das Gefühl hatte, dass eine Software – zumindest was ihre Entwicklung betrifft – auf dem richtigen Weg ist. Das Gefühl hatte ich seinerzeit nicht, als ich mein erstes S60v5 Phone, also ein Symbian^1 Gerät, das Nokia 5800 MX, in Händen hielt und mich fragte, wozu ich beim Scrollen mit dem Finger denn eine Scrollleiste auf der rechten Seite benötige, wenn ich doch den ganzen Bildschirm dazu verwenden kann, wie beim iPhone.

Jetzt fehlt es an innovativen Entwicklern, die die Massen der User dazu bewegen, sich für ein Nokia Handy zu entscheiden, da sie die eine oder andere Applikation unbedingt benutzen möchten.

Und genau hier liegt das Problem, da sich Nokia selbst, durch seine vorschnelle Aktion im Frühjahr 2011 in Abseits manöveriert hat. Denn durch die Ankündigung von Steven Elopp, während des Mobile World Congress, “sich zukünftig nur noch auf eine nicht selbst entwickelte Plattform wie Windows Phone konzentrieren zu wollen und die bis dahin als Zugpferde verwendeten, hoch gelobten Betriebssysteme wie MeeGo und Symbian entweder gar nicht mehr oder nur noch zeitlich begrenzt zu unterstützen”, ist denkbar ungünstig als Kaufsargument anzubringen. Wer wird sich als App Entwickler auf solch ein sinkendes Schiff begeben? Wohl niemand.

Zudem wurden in den letzten Tagen die schlechten Verkaufszahlen des Konzerns veröffentlicht, die als geradezu desaströs zu bezeichnen sind – eine logische Konsequenz, wie ich finde.

So konnte man im Verlauf des letzten Jahres dann auch vernehmen, dass zahlreiche Abteilungen, mehrere 1000 Mitarbeiter, von Nokia entlassen wurden. Dass eine Veränderung vorgenommen werden musste, war späteste ersichtlich, als erste Zahlen zu Entwicklungskosten publik gemacht wurden. Als deutlich wurde, dass Nokia im vergleich zum Apple Konzern, der schon seit einigen Jahren die Mobilfunkszene erfolgreich aufmischt, mit erheblich geringeren Mitteln, einen erheblich größeren Erfolg verbuchen konnte.

Mit Symbian Belle wurde alles besser

IMG 0426

Trotzdem brachte Nokia nach dieser ganzen Aufregung noch einige Symbian Geräte und auch Updates auf den Markt. Das im Frühjahr angekündigte erste Gerät mit Windows Phone als Betriebssystem in Form des Lumia 800 kam pünktlich im Herbst. In dieser Zeit wurde der lang ersehnte Symbian Nachfolger des erfolgreichen E72, das E6-00, in Deutschland auf den Markt gebracht.
Interessant an dem Gerät ist vor allem die konsequente Umsetzung des Symbian Anna Betriebssystem auf dem, wenn auch kleinen, so doch hoch auflösenden Retina Bildschirm, des E6-00 in Kombination mit einer vollen QWERTZ-Tastatur im Candybar Format à là Blackberry. Die bekannten Feature wie z.B. die Einbindung eines USB-On-The-Go, ist hier nur ein Beispiel für Inovation.
Die Begeisterung für das Gerät und seine Funktionalität lief soweit gut, bis es schließlich das lang ersehnte Update auf Symbian Belle gab: das System, von dem sich viele Nutzer mehr Usability versprachen.
IMG 0677
Letztlich entsprachen die Änderungen aber vermutlich eher dem Wunsch, sich der überaus erfolgreichen Android Benutzeroberfläche anzugleichen, was anhand zahlreicher Features ersichtlich ist, die im Zuge des Updates Einzug in das Symbian System hielten.
Mit dem Update, das meistenteils auf den klassischen Touchgeräten Anwendung findet, mag die Neuerung ein Segen sein, auf dem ohnehin schon kaum promoteten E6-00 Gerät wurde hingegen deutlich, dass die Benutzeroberfläche des Systems alles andere als flexibel ist. Anders, als vielleicht vermutet, ist sie für ein System mit fester Auflösung gedacht und lässt keinerlei Spielraum zu.
Was auf dem Nokia N8-00 oder E7-00 interessant aussieht, ist auf einem Gerät mit extrem hoher Auflösung alles andere als symetrisch: da werden Widgets nicht auf das Display angepasst oder Schriften sind unproportional klein.
IMG 0678
So gut der allgemeine Eindruck im Verkaufszustand mit Symbian Anna war, so schlecht ist dieser mit Symbian Belle. Insgesamt hinterläßt Symbian Belle einen schalen Beigeschmack auf dem Gerät und man ist hin und her gerissen, ob nicht doch lieber ein Schritt wieder zurück zu Symbian Anna getan werden sollte.

Woran es hapert

Trotz des nur mit 680 MHz bestückten ARM11 Prozessors, fühlt sich die Benutzung des Gerätes überaus flüssig an, was dem OS geschuldet ist, dass für Prozessoren mit geringer Leistung ausgelegt ist.

Wie wenig aber Nokia an die Integrierung des Systems in ein Candybar Format gedacht hat, wird schnell klar, wenn man sich den Browser genauer betrachtet, dessen Menü- und Statusleiste sich überhaupt nicht oder nur zum Teil ausblenden lassen, wie dies zuvor unter Anna der Fall war. Zudem werden die Leisten nicht skaliert, sondern verbleiben in dem selben Format wie bei den großen Brüdern.

IMG 0672

Die Konsequenz ist, dass faktisch nur noch 1/3 oder die Hälfte des hoch auflösenden Retinadisplays zur Verfügung steht um zu Surfen, der Rest wird von lästigen, im Vordergrund befindlichen Leisten verdeckt – was soll das? Ähnlich verhält es sich mit der Standardapplikation “SozialesNetz”. Die Umsetzung, die an sich schon von Anfang an etwas ruckelig auf den Geräten lief, ist auf dem E6-00 derart zusammengestaucht, dass man nur noch einen einzigen Tweet auf dem gesamten Display sieht. der Rest wird durch schwulstig übereinander staffierte Button versperrt – das ist alles andere als elegant.

 

Servicewüste

Vor allem der früher als hervorragend empfundene Service von Nokia scheint gefühlt um ein Vielfaches schlechter geworden zu sein, als man es gewöhnt ist: Software, die vor Jahren im Ovi-Store gekauft wurde, wird nicht immer als gekauft erkannt, was bei einigen Usern zu Frust führen dürfte, so wie es nicht allein bei mir nach dem Kauf der Applikation “Gravity” der Fall war. Eine Anfrage bei Nokia selbst, unter Vorlage des Kaufbelegs, verlief erfolglos, mit dem Verweis, “dass der Kauf zwei Jahre zurück liege”. Worin hier die Logik liegt, mag sich mir nicht erschließen, denn andere, ebenfalls vor zwei Jahren gekaufte Applikationen, werden sehr wohl als gekauft erkannt.
Bei derlei Geschäftsgebaren ist die Freude am Gerät leider sehr beschränkt, allein aus der Tatsache heraus, um das Wissen, dass hinter den Applikationen keine dauerhaft vorhandene Dienstleistung mehr steht. Hierbei wird der sonnst auch bei anderen Smartphones übliche Enthusiasmus über die Errungenschaft von Marketplaces der jeweiligen OS Plattformen ad absurdum geführt, denn einem wird schnell klar, dass beim Wegfall dieser Dienste, keinerlei Support für die Software vorhanden ist. Damit dürfte das Gerät dann recht schnell unbrauchbar werden. Mit dem Problem sind aber eigentlich alle Smartphone Benutzer konfrontiert, nur eben nicht so offenkundig.

Licht im Dunkel

Trotz dieses Makels ist das Nokia E6-00 ein interessantes Gerät für all diejenigen, die ein handliches Smartphone mit hervorragender Hardware ihr Eigen nennen möchten und weniger Wert auf eine unendlich hohe Anzahl an Applikationen legen. Die Verarbeitung ist nokiatypisch hervorragend und sucht Seinesgleichen. Die Kombination von hochauflösendem Display, eingefasst in Corning ® GorillaGlas und einer vollwertigen QWERTZ-Tastatur ist eine eher ungewöhnliche Kombination, die nur einen Vergleich mit dem Blakberry Bold 9900 stand hält. Das E6-00 hat eine Breite von 59 mm, ist also 7mm schmaler als das Blackberry Bold und liegt dabei in meiner eher als mittelgroß zu bezeichnenden Frauenhand hervorragend in der Hand: Man kann das gesamte Gerät quasi mit einem Daumen bedienen, was durchaus seinen Reiz hat.
Im Vergleich zum Blackberry Bold 9900 mit seinem 1230 mAh Akku trumpft das Nokia E6-00 zudem durch seinen größeren 1500 mAh Akku (BP-4L) auf, der bereits im Nokia E71, E72 und E52 zum Einsatz kam.
Aufgrund des Touchscreens ist der Verbrauch aber, trotz Symbian OS, um einiges höher als zuvor, weshalb zahlreiche Altuser, die auf das E6-00 umgesattelt haben, von der Laufzeit der Batterie enttäuscht sind. Für ein Smartphone ist diese aber durchaus sehr gut, auf jeden Fall erheblich besser als beim Blackberry Bold.
IMG 0680

Fazit

Insgesamt ist die Kombination aus “Touch and Type” sehr gelungen und dürfte all jene begeistern, die nicht unbedingt Wert auf ein großes Display legen, sondern deren Fokus in erster Linie auf die Integration der Tastatur, der Akkukapazität und der guten Hardware liegt. Also all jene, die nur mal “so nebenbei” im Internet surfen wollen, sich an einem Tablet oder Notebook für diesen Zweck aber sehr viel wohler fühlen.
Umso bedauerlicher ist es daher, dass dieses Stiefkind von Nokia nicht weiter unterstützt werden wird, denn es ist absehbar, dass wohl spätestens in einem Jahr hochwertige Symbian Geräte der Vergangenheit angehören dürften.
Die jetzt auf den Markt erscheinenden Protagonisten wie das Nokia 808 PureView, welches wiedereinmal mit überaus interessanten Innovationen, wie beispielsweise einer 41 MP Kamera glänzt, ist damit ein um so bedauerlicher Kandidat, der vom allgemeinen Verfall der Plattform betroffen sein dürfte.
Share

, ,

No Comments

Mobile Word Congress 2012 Highlight – Nokia 808 PureView

Share

Es war einmal ein Symbian…

Ich hätte nicht gedacht, dass man von Nokia, insbesondere einem Symbian Gerät, nochmal ein solch großes Medienecho erhält, wie es in diesem Jahr auf dem Mobile World Congress erfolgte.
Die Rede ist dabei von dem Nachfolger des bereits im Herbst 2010 erschienen Kamerahandy N8-00, das Nokia 808 Pure View. Interessant dabei ist nicht etwa eine Besonderheit des Betriebssystems oder der Kameradesigns, sondern eine Eigenschaft, für die Nokia schon seit Jahren berühmt ist, seit sie die Firma Carl Zeiss beauftragt haben für die Ausstattung ihrer HighEnd Geräte, hervorragende Kamerasysteme zu schaffen. Dieses Vorhaben, begonnen 2005 mit Einführung ihrer N-Series Geräte, dem N90, dem ersten HighEndgerät mit dieser besonderen Optik, ist ihnen auch jetzt wieder gelungen und diesbezüglich besondere Akzente zu setzten.
808-with-808-640x360.png
Schön ist diese Tatsache vor allem vor dem traurigen Hintergrund, dass Nokia 2011 beschlossen hat, in Zukunft auf Symbian zu verzichten und seine HighEnd Geräte demnächst nur noch mit  WindowsPhone OS zu bestücken.
Wie wenig weitsichtig die damalige Offerte von S. Elop im Januar 2011 war, zeigte sich in den daraus resultierenden schlechteren Verkaufszahlen und stetigen Preisverfall der Geräte in Europa – da in ihnen keiner mehr eine Zukunft sah – unabhängig davon, welche Qualität die Geräte tatsächlich hatten. Trotz allem, waren die Verkaufszahlen weltweit immer noch besser, als die der WindowsPhone Geräte. Aber so ist nun einmal der Markt.
Schließlich waren es die Symbian Begeisterten, die die Geräte weiterhin benutzten, was das damalige Kamerahandy von Nokia betrifft, das Nokia N8-00, welches zumeist von Kamerabegeisterten genutzt wurde, die sich auf Seiten wie Facebook und Flickr weiterhin austauschten und dies auch immer noch tun.
Umso seltsamer scheint es, dass ausgerechnet ein Jahr nach dem Beschluss, das neue HighEnd Produkt der Firma kein Windows Phone Gerät ist, sondern weiterhin unter Symbian Belle, hier mit  Feature Pack 1, läuft – es vermutlich sein muss – aus Mangel an Effektivität des so hoch gelobten Betriebssystems Windows Phone 7.5. Das – sind wir mal ehrlich – für einen gewissen Benutzerkreis durchaus interessant ist, aber zahlreiche von Nokia bekannte Features wie echtes Multitasking, freie Erweiterbarkeit des Speichers, HDMI, USB-On-the-Go und vieles mehr, einfach noch nicht unterstützt – dies vielleicht niemals wird unterstützen können.

Das 808 Pure View wird vermutlich das letzte seiner Art sein und das ist traurig, denn – so hakelig das System auch ist, es ist zuverlässig und bietet und bot sensationelle Neuerungen, die über die Jahre gesehen Maßstäbe setzte, angefangen mit dem 2005 veröffentlichten ersten Kamerahandy mit Carl Zeiss Objektiv.
Der Nachfolger des 808 wird dann vermutlich, sofern Microsoft es schafft ein echtes Betriebssystem zu erschaffen, ein Windows Phone Gerät werden.
Vielleicht erschafft Nokia aber auch tatsächlich eine gänzlich neue Form mobiler Kamera Geräte, mit direktem Internetzugriff, wie ihn sich so manch Blogger oder Journalist wünschen würde, das dann unter Symbian läuft – ein System, das Nokia nach eigenen Aussagen beherrscht. Allerdings müssten dann die Schnittstellen zu den verschiedenen Social Network Diensten erweitert werden – was wohl die geringste Schwierigkeit sein dürfte. Hier dürfte Nokia mal wieder, und das wohl für lange Zeit, unerreicht, einsam an der Spitze stehen.

Doch dass sind vermutlich Träume einer Bloggerin, die viel und gern fotografiert, die viele Jahre Nokia Geräte benutzt hat und zur Zeit, nach dem dem Nokia N8-00, ein iPhone4s benutzt.

Nokia 808 PureView – Spezifikationen
just-camera-sensor-taken-with-808-380x377.png
Der Sensor

Super-High-Resolution Sensor, der theoretisch Aufnahmen mit einer Pixeldichte von 7728 x 5368, somit 41 MP ermöglicht. Aufgrund unserers Bild Aspektratios von 16:9 oder 4:3 kommen so Aufnahmen von maximal 38 MP zustande, d.h. je nach benutzen Aspektratio von 16:9 oder 4:3, können damit Bilder oder Videos mit einer Pixeldichte von 7728 x 4354 (16:9) oder 7152 x 5368 (4:3) erreicht werden. Je nach Wahl der zu produzierenden MP Anzahl, die wahlweise zwischen 8, 5 und 3 variiert, sind verschiedene digitale Zoomstufen ohne großen optischen Verlust möglich.

Beim Nokia N8 gab es noch zwei echte Zoomstufen, die allerdings beschränkt waren, um einen zu hohen Verlust der Bildqualität zu vermeiden. Aufgrund der hohen Kapazität des Sensors beim 808, ist es nun möglich, den anzuzoomenden Bildausschnitt anzuwählen und zu selektieren.

 

Pixel Oversampling

Die von Nokia als Pixel-Oversampling genannte Funktion, beruht in erster Linie auf eine Kombination mehrerer Pixel, die der Sensor aufnimmt, und bei der Erfassung des Bildes zu einem “Superpixel” zusammenfasst, wodurch gerade bei schlechten Lichtverhältnissen ein zu hohes Rauschen minimiert wird. Dieser Vorgang des Oversampling ist je nach gewählter MP Auflösung mal stärker, mal schwächer. Bei einem gewählten Output von 3MP und einer vierfachen Zoomstufe, wird dann ein Oversampling von 14:1 verwendet, bei 5MP und einer dreifachen zoomstufe ist dies 8:1, bei 8 MP letztlich 5:1. D.h.  Bei Videoaufnahmen in einer Auflösung von 1080p ist beispielsweise ein vierfacher Zoom ohne größere Verluste möglich, bei 720p sind dies ein sechsfacher Zoom und bei nHD, also einer Auflösung von 640 x 360 Pixel, 12 Zoomstufen, die mit 30fps im H.264 Format aufgenommen werden können.

Aufgrund dieser immens hohen Auflösung des Sensors können damit softwareseitig selbst bei starkem Zoom keinerlei Verluste verzeichnet werden, die zumindest mit dem bloßen Auge nicht mehr wahrgenommen werden können.

Audio

Die Aufnahmen des Nokia 808 PureView werden, genau wie dies schon beim Nokia N8-00 der Fall war, alle in Stereo Dolby Surround aufgenommen, die Aufnahmen in CD Qualität ermöglichen. Wie gut diese Audioqualität sein kann, habe ich selbst durch zahlreiche Tests des Nokia N8-00 erfahren dürfen, das seinesgleichen sucht.



Daten:

  • Maße – 123,9×60,2×13,9mm
  • Nokia_808_PureView_white_specifications_338x465.jpg
  • Gewicht – 169g
  • Display – 4″ 2,5D curved AMOLED (Corning Gorilla Glass)
  • Auflösung – 640×360 Pixel
  • Speicher – 16 GB intern
  • Micro SD – bis zu 48 GB
  • Micro-USB On-the-Go
  • Micro-HDMI
  • Bluetooth 3.0
  • WLAN b/g/n
  • A-GPS
  • NFC Sensor
  • FM-Transmitter
  • Hardwarekeys – Home, Gesprächsannahme, Auflegen, Power, Sperre, Volume+/-, Kamera
  • Gesprächszeit – GSM bis 11 Stdn., WCDMA bis zu 6,5 Stdn.
  • Standbyzeit – GSM bis zu 465 Stdn., WVDMA bis zu 540 Stdn.
  • herausnehmbare Battery – Typus BL-4D (1400 mAh)
  • Kameradaten – 41 MP Sensor, 1 Xenon Blitz, 1 LED für Videoaufnahmen, Carl Zeiss Optik: Länge des Fokus 8,02 mm
  • Farben – Weiß, Schwarz, Rot



Verfügbarkeit – Voraussichtlich Mai 2012
Preis – etwa 450,-€


Quelle: Nokia

Links

Interessante erste Vorabtests gibt es auf den Seite von Steve Litchfield wie etwa All about Symbian
und auf im Blog von Steve Chippy Paine´s Spezialseite, die sich u.a. mit Kamerahandys auseinandersetzt Chippy´s Hiblue Lab

Share

,

No Comments

Nokia N8 – CameraPro | CameraPlus versus Anna Kamera App.

Share
CameraPro Interface

Seit einigen Monaten gibt es im Ovi Store von Nokia eine ganz hervorragende Kamera Applikation für die neue Generation der Symbia^3 Nokia Handys mit dem wohlklingenden Namen “CameraPro” und seit neuestem “Camera Plus”, das für QT fähige Geräte gedacht ist.

Da die Standard Kamerasoftware von Sybian^3 Geräten bis vor kurzem noch zahlreiche Beschränkungen aufwies, die seit Kurzem durch das inzwischen zur Verfügung stehende Kamera Update größtenteils der Vergangenheit angehören und in Hinblick auf das vor wenigen Wochen endlich erschiene Anna Update, ist es nun an der Zeit, sich die Software in Relation zur Standardsoftware ein wenig genauer anzusehen.

CameraPro - Einstellungen

Bisher hatten wir bei Verwendung der Standard Software zwar die Möglichkeit Filme in HD aufzunehmen, allerdings beschränkte sich die Framerate dabei auf lediglich 24,9 fps. In normalen Situationen mag dies zwar ausreichend sein, bei komplizierten Situationen oder Lichtverhältnissen konnte man hingegen ein leichtes Ruckeln im Film wahrnehmen. Daher war für diejehnigen, die unbedingt die höhere Framerate ausnutzen wollten, bisher unbedingt erforderlich, CameraPro zu benutzen. Zudem konnte man sowohl Fotos als auch Videos endlos zoomen, was mit der Standard Software leider sehr eingeschränkt war.

CameraPro - Einstellungen

Zuzügglich bot einem das Interface der Alternativsoftware mit seinen schnell zugänglichen Buttons und dem aufgeräumten Menü eine große Vielfalt an Einstellmöglichkeiten.

Der Entwickler Harald Meyer veröffentlichte auf “TechUnique.com” zuzüglich zur Kamerasoftware ein durchaus brauchbares Uploadprogramm namens “PicUpR”, welches, nachdem Pixelview es vorzog, sich aus dem Symbian^3 Geschäft zurückzuziehen, seither eine passable Alternative bietet, um Bilder zügig in die Cloud zu stellen.

CameraPro - Einstellungen

Relativ neu in diesem Bündel an Software, mutet hier die auf QT basierende Applikation CameraPlus an, die mir vom Oberflächendesign her erheblich besser gefällt als CameraPro. Das mag zum größten Teil daran liegen, dass die Oberfläche, und dies bringt QT nun einmal mit sich, modulierbar d.h. anpaßbar ist und daher mehr Möglichkeiten bietet.
Zudem wirkt das gesamte Design erheblich chicker und besser zum eigentlich modernen Symbian^3 System passend.

CameraPro - Einstellungen

Trotdem merkt man CameraPlus seinen Entwicklungsstatus an, vor allem, wenn man vorher CameraPlus benutzt hat und aufgrund der zahlreichen Einstellungsoptionen verwöhnt ist.
Doch der Programmierer gibt auf seiner Homepage auch eindeutige Hinweise darauf, für wen die Applikation gedacht ist, für den weniger ambitionierten Fotografen, während CameraPro eher die Profivariante darstellt.

Nicht zuletzt deshalb wirkt letztgenannte auch erheblich ausgereifter und läuft inzwischen stabiler, als sein QT Pendant.

…und dann kam Anna…

Doch inzwischen gab es das Anna Update, auf das alle Sybian^3 Nutzer sehnlichst gewartet haben. Zu diesem Update seperat, erschien, nur wenige Tage später, eine erste Beta Variante des in Bell folgenden Kamera Updates, was sich inzwischen wirklich sehen lassen kann.

Nokia N8 - Standard Kamera Software

Vorbei ist es mit dem läßtigen Hin- und Herklicken in verschachtelten Menüs, weshalb ich bis zum Update zumeist CameraPro benutzt habe, da das Wechseln z.B. allein zwischen dem Landschafts- und dem Makromodus erheblich einfach zu bewerkstelligen war als in der Standardsoftware.
Offenbar haben die Entwickler bei Nokia nicht geschlafen, denn das Menü wirkt sehr aufgeräumt und selbsterklärend. Das Wechseln zwischen den einzelnen Modi ist nun mit 1, 2 Klicks, einfach möglich.

Nokia N8 - Standard Kamera Software

Zudem können HD Videos nun endlich mit 30 fps aufgenommen werden und Videos, sowie auch Fotos sind nicht mehr dazu verdonnert, sich auf einen Abstand von 30 cm zu beschränken, sondern lassen endlich einen breiteren Entfernungsradius zu bis sie unscharf werden – alles Optionen, die es zuvor nur mit CameraPro und CameraPlus gab.

Daher wird es jetzt sicherlich schwierig für den Programmiere, die richtige Balance zu finden, um seine Software im OVI store weiterhin an den Mann bzw die Frau zu bringen.

Was ist denn nun besser?

Aber was ist nun besser? Die Standard Software oder die Applikationen? Ich muß gestehen, dass ich in letzer zeit vermehrt die Standardsoftware verwendet habe, was aber eher der Tatsache geschuldet ist, dass ich in letzter Zeit nicht mehr so viele Videos aufgenommen habe, denn eines wurde beim test schnell deutlich:

Das Update eröffnet einem, gerade in den Fällen, in denen man beim Filmen gerne nah an Objekte heranfahren möchte zwar eine erheblich bessere Performance, als zuvor, allerdings konnte ich gerade in Fällen, in denen es um schnelle Szenenwechsel im Zusammenhang mit kleinformatigen Objekten ging feststellen, dass die Kamera bzw. die Software Schwierigkeiten hat, schnell scharf zu stellen. Dieses “Laggen” taucht sicherlich bei beiden Applikationen gleichermaßen auf, bei der Standard Software ist dies hingegen besonders auffällig, so dass ich bei Videoaufnahmen CameraPro bevorzugte.

Bei Fotoaufnahmen habe ich andere Unterschiede feststellen können. So hatte ich den Eindruck, dass das Zoomspektrum bei CameraPro erheblich höher ist, als bei der Standardsoftware. Allerdings empfand ich, subjektiv gesehen die Aufnahmen der Standardsoftware etwas schärfer.
In den meisten Situationen reicht die Standardsoftware auf jeden Fall aus, möchte man jedoch das letzte aus seiner kamera herauskitzeln, sollte man auf CameraPro zurückgreifen.

Videotest – Part 1
Videotest – Part 2

Quelle:

  • Mehr Informationen zur Software kann man auf der Homepage der Entwicklerfirma unter tequnique.com einsehen.
  • Einen hervorragenden Überblick zur Software selbst bietet AllaboutSymbian.com
Share

, , , ,

1 Comment

Nokia N8 – Weißabgleich im Makro Modus

Share

Da mir bei meinen Tests der Makroaaufnahmen auffiel, wie unterschiedlich die Ergebnisse ausfallen, ändert man nur ein wenig die Option des Weißabgleichs, habe ich zum Vergleich nochmals einige Testfotos zusammengestellt, um einen Eindruck dieser Unterschiede zu vermitteln. Vorraussetzung für diesen Eindruck ist natürlich, daß das Display des N8 relativ farbneutral und damit gut kalibriert ist.
Doch wie soll man ohne Kalibrationsgerät feststellen, ob das Display auch wirklich farbneutral ist? Ein Vergleich mit dem kalibrierten Display meines ThinkPad W700 erwies sich hierbei als gute Hilfe. Offenbar sind die Farben sehr gut ausbalanciert, so dass ich auf den ersten Blick, zumindest optisch, keine großen Farbstiche erkennen konnte. Damit hält sich auch der Eindruck, den ich bereits zuvor feststellen konnte, daß Fotos im “automatic mode” aufgenommen, einen leichten Blaustich aufweisen.
Zur Demonstration habe ich hier entsprechende Objekte ausgewählt, die diesen Eindruck bestätigen. Der besseren Übersichtlichkeit wegen, habe ich die entsprechenden Modi abgekürzt und die jeweilige Deklaration unter die Tabelle gesetzt.

X distance 10 cm – normal distance 10 cm – Zoom
A
L
A
L
S

X = mode, A = automatic mode , L = landscape mode, S = sunlight mode

Share

, , ,

No Comments

Nokia N8 – Zoom im Makromodus

Share

Noch während ich an der Ausarbeitung des Videovergleichs zwischen der TZ5 und dem N8 arbeitete, überlegte ich mir, dass es möglich sein müßte, noch mehr aus der Kamera des Nokai N8 herauszuholen. Jetzt, da ich noch ein wenig mit der Kamera und deren Benutzerführung herumexperimentiert habe und feststellen konnte, dass die Zoomfunktion, ebenfalls sehr gut im Makro Modus funktioniert, möchte ich noch einige Aufnahmen zu meinem Artikel ergänzen.
Ehrlich gesagt kam ich einfach nicht darauf, ganz einfach den Zoom zu betätigen, dies aus der Gewohnheit heraus, es bei meiner Panasonic nicht wirklich sinnvoll tun zu können, sofern diese in den Makromodus geschaltet wurde.
Vorraussetzung ist allerdings, dass man sich, egal ob man den Zoom betätigt oder nicht, mindestens im 10 cm Abstand vom Objekt befinden muß.
Interessant ist vielleicht auch, wie sich der Blitz bei diesen Makroaufnahmen verhält, weshalb ich im unteren Bereich weitere Testfotos hinzugefügt habe.

distance 10 cm – normal distance 10 cm – Zoom
 

Bezüglich des Weißabgleichs ist zu sagen, dass die Option auf “automatisch” eingestellt war, was offenbar zu einem leichten Blaustich der unteren Bilder geführt hat. Hierbei muß noch erwhähnt werden, dass die Lichtverhältnisse als äußerst schlech bezeichnet werden können, weshalb die Einstellung “bewölkt” in diesem Fall vermutlich besser gewesen wäre.
Im Gegensatz hierzu sind die Bilder, welche ich mit dem Blitzlicht fotografiert habe erheblich farbneutraler. Sie geben meiner Meinung nach die orginal, von mir wargenommene, Farbgebung erheblich besser und natürlicher wieder, als die Aufnahmen ohne Blitzlicht, was widerum Raum für weitere, interessante Experimente mit der Kamera läßt und natürlich für die Qualität des Xenon Blitzes spricht.

Share

, , ,

No Comments

Neu entdeckt: Kamerahandys oder Handys mit Kamera?

Share

Handys mit Kamera

Momentan ist auf dem Handymarkt eine interessante Entwicklung zu beobachten, die in ihrer Tragweite eigentlich erst in diesem Jahr ihren Anfang nahm: die Entdeckung von Kamerahandys bzw. Handys mit guter Kamera. Es ist nicht etwa so, dass es zuvor keine Handys mit guter Kamera, wie z. B. das Nokia N82 und das N95 gegeben hätte, aber die Entwicklung hin zu einem Potentiellen Ersatz der einfachen Digitalkamera ist erst dieses Jahr wirklich deutlich geworden.
Schade ist allerdings, dass die bei den Digitalkameras inzwischen zum Glück nicht mehr aktuelle Entwicklung des Megapixelwahn nicht auch bei den Kamerahandys Halt gemacht hat. So werden von der Presse und den Medien nicht selten nur diejenigen Handys als “Handys mit sehr guter Fotofunktion” bezeichnet, die eine hohe Megapixelzahl aufweisen – was tatsächlich aber nur dann interessant ist, wenn man diese tatsächlich im Printbereich einsetzten möchte und kann.


Nokia N86

Was ist beispielsweise mit all den zuvor schon auf dem Markt erhältlichen Digitalkameras mit “nur” 5 MP (Megapixel), die man vor wenigen Jahren im Handel kaufen konnte und die sehrwohl gute Resultate im Druck erzeugten, wenn man nicht gerade Abzüge in Postergröße haben wollte.
Für Abbildungen, wie wir sie zumeist im Netz haben, reichen vermutlich noch weniger MP aus, da wir hier zumeist mit Größen im Format von 800 x 600 dpi, maximal 1024 x 768 dpi hantieren, um diese optimal in den Bildschirm einfügen zu können und sie für mobile Anwender auch noch verfügbar zu halten – vorausgesetzt, man hat ein Objektiv von guter Qualität.

Daher war es in der Digitalkamera Brange vor wenigen Jahren auch nur konsequent, den Blick nicht mehr ausschließlich auf diese MP Zahl zu fokusieren, sondern den Blick in Richtung besserer und leistungsstärkerer Objektive zu schweifen.

Wie wichtig wirklich gute Objektive hierbei sind, wird einem dann klar, versucht man mit einer mit 5 MP bestückten Kamera des HTC Hero zumindest hinreichend gute Bilder zu produzieren, was schlichtweg nicht möglich ist. Insgesamt sind die Kameras, die ich bei HTC Geräten wie dem Hero oder dem HTC HD2 testen konnte, nicht wirklich gut, da HTC es leider bisher versäumt hat, hier einen namenhaften oder zumindest guten Hersteller für seine Objektive mit ins Boot zu nehmen. Das wird einem dann klar, vergleicht man diese Aufnahmen mit denen einer echten Digitalkamera – nicht unbedingt einer SLR Kamera, aber doch zumindest einer etwas höher preisigen wie die mir vorliegende Panasonic TZ5.

Ein Betrachten zahlreicher im Netz zu findenden Bilder des stets gelobten und mit 5 Megapixel bestückten iPhone zeigt zudem, wie subjektiv viele Tests verlaufen, sieht man in dem vermeindlichen Protagonisten den stets voranschreitenden Sieger in allen Hardwarebereichen. Dass dies für einige Bereich sicherlich der Fall ist, mag stimmen, geht es um die Qualität der Kamera sicherlich nicht. Dies sieht man sehr deutlich an den im Netz kursierenden Testfotos des iPhone 4, daß starke Farbverfälschungen und künstliche Überschärfungen aufweist. Das mag vielleicht Laien gefallen, für die kurze Dokumentation der Twitteraktivität auch, aber für das eigene Bildarchiv oder ambitionierte Fotografen mit Sicherheit nicht.


Quelle: BesteProduct

Wie schlecht diese Objektive wirklich sind, wird besonders deutlich in Situationen, in denen schlechte Lichtverhältnisse herrschen.
Dies war auch der Grund, weshalb ich mich nach einiger Zeit von meinem Motorola Milstone getrennt hatte, da diese Kamera leider genau hier seine größte Schwäche aufweist. Statt desse produziete die Kamera ein derart starkes Rauschen, das die Bilder schlicht nicht mehr brauchbar waren. Zudem wirkten die Farben der Bilder, bis auf die unter guten Lichtverhältnissen produzierten, alle leicht milchig.


Motorola Milestone

Xenon Blitz

Für die meisten Fotos des Sozial Network mag die Qualität dieser Kameras auf jeden Fall ausreichen, für semiprofessionelle Fotos hingegen nicht. Zudem ist bei Verwendung eines Blitzes, der Einsatz eines Xenongerätes unabdingbar, möchte man ungleichmäßige Ausleuchtungen und Farbverfälschungen vermeiden.

Diese Ausstattung ist aber, reduzieren wir die Kamera zunächst auf das Minimum, den Xenonblitz, bisher nur bei drei momentan neu auf dem Markt erhältlichen Geräten zu finden: dem Motorola XT720, dem Nokia N8 und dem demnächst im Handel erhältlichen HTC Mozart.

So unterschiedlich die Betriebssysteme der drei Handys sind, so verschieden sind die Funktionen der Kameras und das Ergebnis der Fotos, die – zumindest vom Nokia N8 und dem XT720 – reichlich im Netz zu finden sind. Wie dabei das neue Windows Phone 7 Handy abschneidet, wird sich dann hoffentlich ab Anfang November zeigen. Erste kurze Tests zeigen zwar die Funktion der Kamera, die Aussagen bezüglich der Qualität der Kamera sind aber bisher noch bescheiden.
Einziger Anhaltspunkt meinerseits sind die HTC Geräte, die ich selbst schon einmal für kurze Zeit benutzt habe, wie das HTC Hero und das HD2. Beim Hero war die Qualität der aufgenommenen Fotos mit der 5 MP Kamera sehr bescheiden, beim HD2 hinreichend gut, für gelegendliche Schnappschüsse ok. Sollte HTC also nicht gerade im Punkt Kameraobjektiv gehörig nachgerüstet haben, sind selbst Geräte wie das HTC Mozart oder das Desire HD bzw. 7 HD nicht als wirkliche Kamerahandys zu bezeichnen. Doch hierrüber schweigt sich der Konzern bedauerlicherweise aus, weshalb die Geräte vorerst mit einem Fragezeichen bewertet werden müssen.

Damit reduziert sich die Anzahl der ernsthaft als Kamerahandy zu bezeichnenden Geräte enorm. Zudem sind bisher nur drei auf dem europäischen Markt erhältliche Geräte mit Xenonflash erhältlich:

1. das Nokia N8,

2. das Motoroloa XT720 und

3. und das unter Vorbehalt, das HTC Mozart.

Streng genommen müßte man nun noch einwenden, daß man eigentlich nur jenes Handy als hinreichend gut bezeichnen dürfte, daß über ein Markenobjektiv verfügt, womit wir aber die ohnehin schon geringe Auswahl auf nur eines reduzieren würden. Seien wir also nicht zu streng und schauen wir uns in den nächsten Tagen die Geräte an.

Motorola XT720

Motorola XT720

Das HTC XT720 tauchte bereits Mitte des Jahres auf dem Europäischen Markt auf und warb mit multimedia tauglichen Funktionen, wie etwa einer 8 MP Kamera und einem Xenonblitz.
Allerdings wurde das XT720 zu Beginn mit so geringem RAM ausgestattet, dass man in zahlreichen Handyforen von Problemen lesen konnte, in denen Anwender von überfülltem Speicher während der Kameranutzung berichteten. Warum Motorola gerade bei diesem auf Android 2.1 basierenden Gerät an RAM und CPU Geschwindigkeit gespart hat, ist mir bis dato unverständlich, zumal Android bekanntermaßen am flüssigsten mit großzügig ausgestatteter Hardware läuft.

HTC Mozart

Das erste mit dem neuen Betriebssystem Windows Phone 7 bestückte Gerät aus dem Hause HTC läßt aufgrund seiner Spezifikation Hoffnungen aufkommen, interessiert man sich nicht nur für ein aktuelles OS auf einem Handy, sondern auch für eines mit einer guten Kameraausstattung. Das mit einer 8 MP Kamera und Xenonblitz ausgestattete Gerät zeigt auch bezüglich der zentralen Hardwareausstattung – der CPU und des RAMs – eine beachtliche Zusammenstellung, wäre da nicht die bisherige Erfahrung mit HTC Geräten bezüglich ihrer Kameraoptik, die als “gerade noch gut” bezeichnet werden könnte, mehr aber auch nicht.
Es mag verfrüht sein, sich noch vor den ersten Test ein Urteil erlauben zu wollen, zumal das Gerät erst Anfang November 2010 in Europa in den Handel kommen soll.
Die wenigen Vorabtest beschränkten sich dann auch mehr auf die allgemeine Vorstellung des natürlich mindestens ebenso interessanten OS, Windows Phone 7, als der Analyse der Hardware. Zudem würde ich mir, anhand von Originalfotos, gern selbst ein Urteil darüber bilden.
Ich bin gespannt auf erste Tests, aber nach wie vor skeptisch.

Nokia N8-00

nokian8_0010

Wer sich heut zu Tage für eine Symbian Betriebssystem interessiert wird eher als altbacken oder rückwärts gewannt bezeichnet, denn eines ist in der von zumeist jungen Leuten dominierten Mobilen Welt Konsenz: “Nokia ist total uncool”. Dabei wird allerdings vergessen, welch langen und zum größten Teil auch erfolgreichen Weg Nokia mit dem Multitasking Betriebssystem zurückgelegt hat.
Am erstaunlichsten ist, dass die zumeist eher positiven Reviews in den Internetblogs ihrer Tests zumeist damit einleiten, wie “uncool und alt” das System ist, sich sogar dafür entschuldigen, dass sie dem Gerät eine gute Bewertung erteilen. Wobei sie ganz vergessen, dass es neben Android das das einzige OS ist, das echtes Multitasking unterstützt und einen direkten Zugriff auf das Dateisystem ad hoc unterstützt.

Mit dem Nokia N8 kommen noch weitere Features hinzu, wie etwa ein USB Host, für das Anschließen von USB Geräten wie etwa eine kabelgebundene oder kabellose Maus oder Tastatur so wie diverse in FAT32 formatierte Festplatten, eine HDMI Schnittstelle die sogar Dolby Surround übertragen kann, in Stereo die Videos aufnimmt und dies mit einer 12 MP Kamera mit einem hochwertigen Objektiv von Carl Zeiss. Zudem ist ein Xenonblitz standardmäßig verbaut. Wie gut diese Carl Zeiss Objektive wirklich sind, ist anhand der guten Verkaufszahlen der damaligen Kamerahighlights Nokia N95, N96, N82 und N86 deutlich geworden. Viele User hielten jahrelang an ihren Geräten fest, weil es für eben diese Funktion, die für sie besonders wichtig war, einfach keinen Ersatz gab: die gute Kamera.

Doch der beste Test ist immer der, bei dem man sich selbst entscheiden kann, was für einem selbst wichtig ist, und was gerade ausreicht, weil man auf andere Dinge mehr Wert setzt.

Aus diesem Grund habe ich einmal meine Panasonic DMT TZ5 aus dem Regal geholt und ein paar Testfotos und Videos mit beiden Geräten, der TZ5 und dem N8 gemacht.

<< Bildvergleich: Nokia N8-00/Panasonic TZ5 >>

Share

, , ,

1 Comment

Das Nokia N8-00 | USB-On-The-Go

Share

Nokia Logo
Eine kleine, wenn auch feine Erweiterung besitzt das Nokia N8, die es bis dato von allen anderen Handys auf dem Markt  abhebt: einen USB Host für den Anschluss von USB Tastaturen, Festplatten, Speichersticks und Mäusen – kurz USB On-The-Go genannt.

Dieser Anschluss ist aufgrund des Formfaktors des Handys als Micro USB Port verbaut, so dass für den Gebrauch ein kleiner Adapter benötigt wird. Letztgenannter ist natürlich im Lieferumfang des  Gerätes vorhanden, so dass er direkt einsatzfähig ist.

Interessant ist dies vor allem dann, verwendet man ihn mit einer Maus oder Tastatur in Verbindung mit dem ebenfalls im Lieferumfang beigelegten Adapter für den HDMI Micro Anschluss, zur Verbindung mit einem hochauflösenden Monitor, da dann ein richtiges PC Gefühl aufkommt.

Wofür brauche ich einen USB Host Anschluss..?

Wofür diese scheinbar nach Spielereien aussehnden Ergänzungen nützlich sind, wird einem schnell klar, berücksichtigt man die herausragende Kamera des Gerätes, die Aufnahmen in echter HD Qualität ermöglicht.

Es ist klar für wen dieses Kleinod auf dem derzeit mit zahlreichen Sonderfunktionen überfrachteten Smartphones gedacht ist: für ambitionierte Fotografen. Benutzer also, die ein Kamerahandy wollen. Also kein Handy, dass nebenbei auch noch eine kleine Kamera hat, ansonnsten aber durch Software und Funtionen glänzt wie das iPhone oder zahlreiche Android Geräte, sondern eines, das möglicherweise die eigene kleine Digitalkamera ersetzen soll.

Hier wird schnell klar, dass sich eben diese Klientel nach einer tagsüber gemachten Fotosession von einigen hundert Fotos, gern die aufgenommenen Bilder an einem großen Display betrachtet und bearbeitet oder die Option haben möchte, sie möglichst schnell archivieren zu können, was durch die USB Host Schnittstelle einfach möglich ist.

Der Einfluss der Handycommunity und die Presse

Es ist schade, dass diese Besonderheit, die dieses Nokia Gerät nach wie vor von allen derzeit auf dem Markt befindlichen Smartphones abhebt, nicht viel größere Beachtung findet, da sie schlicht eine grandiose Idee ist.

Doch vermutlich liegt dies einfach an der stets unüberschaubaren Welle der Handykommunity, deren Priorität derzeit einfach nur eines meint: “Symbian ist out” und damit natürlich auch die mit ihr verkoppelte Hardware.

Auch ich hatte mich von dieser Meinung beeinflussen lassen, die in einigen derzeit im Internet kursierenden Kameratests teilweise skurrile Ausmaße annahm, so dass ich – obgleich ich auf der Suche nach einem Kamerahandy war – das Nokia N8 verwerfen wollte.

Zum Glück habe ich mich anders entschieden, so dass mir dieses Prachtstück an Hardware nun vorliegt um es zu nutzen und ein wenig darüber zu schreiben.

Anschluss eines USB Gerätes an dem Nokia N8

Surfen mit dem Nokia N8 mittels USB Mouse

Share

, , ,

No Comments

Nokia N8 – Unboxing

Share

Nokia Logo
Ich habe lange mit mir gerungen, da ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich als “Mobile Device” einem “echten Smartphone”, wie das Nokia, mit nachweislich hervorragender Kamera, den Vorzug geben sollte oder vielleicht doch einem der jetzt neu auf den Markt ströhmenden Gadgets mit Android oder Windows Phone 7 Betriebssystem.
Mein Mann, der selbst gern ein N8 hätte, und die lockenden “MyHandy” Angebote von O2 sind mir dabei zuvor gekommen, so dass ich mich entschloss, am Montag ein Gerät in der Farbe Silber bei O2 zu bestellen, dass dann auch pünktlich gestern bei mir eintraf.

Überaus begierig, das hochwertig verarbeitete Kleinod in Händen halten zu können, okkupierte ich es zunächst, um es jetzt einige Tage nutzen zu können. Erst dann werde ich mich entweder für ein Nokia N8 oder ein Samsung Galaxy S entscheiden, dass sich heute ebenfalls neu zu uns gesellt hat.

Da ich beim Auspacken etwas überrascht war, dass der AC-Adapter, entgegen den amerikanischen Geräten, ein Standard USB – Ladegerät ist, hielt ich es für angebracht, einmal ein kleines Unboxing des Lieferumfanges des N8 Gerätes zu machen und ins Netz zu stellen.

Share

, , ,

No Comments

Nokia N86 – Twitter Apps für das S60 Handy – Teil 1

Share

Es gibt inzwischen zahlreiche Tools, um mit dem einen oder anderen Handy bequem Zugriff zu Twitter zu erhalten. Was für Android “Twidroid” ist, stellt für S60 Handys Gravity dar.

Die Software ist unzweifelhaft die bei weitem professionellste Applikation, die es zur Zeit gibt.

Doch über Gravity möchte ich nicht in erster Linie berichten, sondern zunächst über ein kleines aber feines Tool, dass man durchaus kostenlos in einer Lightversion im Ovi Store herunterladen kann, als auch in der professionellen Version, die sich in einigen entscheidenden Funktionen von der Lightversion unterscheidet: Tweets60 Pro. Der Bonus, den man im bei der Bezahlversion erhält, ist die Möglichkeit eigene Tweets zu verfassen und Bilder hinzuzufügen.

Tweets60 Pro
Ich habe mir diese lediglich in der englischsprachigen Version erhältlichen Pro Version der Applikation für 1,99 € im Ovi Store gekauft.

Beim Klick auf das kleine blau- weiße Icon, welches einen stilisierten Vogel darstellt, gelangt man sofort in den Homebereich, auf dem in chronologischer Reihenfolge alle abonnierten Tweets zu sehen sind. Gestartet wird angenehmerweise beim zuletzt gelesenen Tweet, was für diejenigen, die nur sporadisch die Twitterapplikation benutzen, sehr angenehm ist, da man so stets den Überblick über Aktualisierungen behält.

Das gesamte Fenster ist in insgesamt 7 Registerkarten unterteilt, durch die man horizontal durch ein Steuern der Tastatur nach Rechts oder Links, weiter durch die Programmoptionen hindurch steuern kann. Wo man sich innerhalb des Programms befindet, ist den Überschriften auf den Registerkarten zu entnehmen. In welche Richtung es weiter geht, wird anhand von nach Rechts oder Links weisenden Pfeilen dargestellt.

So folgen als weitere Register zum einen eine für direkte Erwähnungen des eigenen Accountnamens, dann direkte Nachrichten, Favoriten, Updates des eigenen Accounts auch Suchoptionen und zuletzt die Registerkarte mit eigenen Listen, die man aus seinen Abonnements erstellt hat.

Auf den Hombereich zurückgekehrt, kann man sich durch vertikales Scrollen chronologisch durch die abonnierten Tweets bewegen. Die aktivierten Tweets werden durch eine blaue Einfärbung farblich hervorgehoben. Tweets, die man zu seinen Favoriten hinzu gefügt hat, werden durch eine gelbe Hintergrundfarbe markiert. Zuzüglich ist auf der rechten Bildschirmseite ein Scrollbalken dargestellt, der einem stets die aktuelle Position bis zum zuletzt aktualisierten Tweet anzeigt.

Bei der Auswahl von in den Tweets hinterlegten Links zu Webseiten oder Bildern durch simples Anklicken, öffnet sich ein schwarz hinterlegtes Optionsmenü, in dem man mit der Navigationstaste die jeweiligen Links ansteuern kann. Der Auswahl folgt stets ein Öffnen des Browsers, in dem entweder das Bild oder die Webseite dargestellt wird – ein recht einfache, aber stets funktionierende Methode. Einen internen Viewer gibt es nicht.

Zurück auf den Homebereich gelangt man durch einfaches Klicken der linken Auswahltaste “ok”.

Aktionen, wie etwa das Erstellen eines eigenen Tweets, lassen sich von hier durch das Anwählen der linken Kurzwahltaste vornehmen.

Nur von hier lassen sich durch ein erneutes Anwählen der Taste Bilder oder Links in den Tweet mit integrieren. Voreingestellt ist hier als Anbieter für Bilder “TwitPic”, was sich leider nicht verändern lässt – schade eigentlich.

Interessant ist die Option zur Konfiguration von Twits60 Pro, denn hier lassen sich beliebig viele Zugangspunkte einstellen, deren Reihenfolge ebenfalls frei konfigurierbar ist.

Dies ist dann von Vorteil ,wenn man neben einem Wlan-Zugang, auch eine mobile Flatrate sein Eigen nennt und adhoc ein Umschalten der Zugangspunkte bewirken möchte. Das funktioniert mit der Software ganz hervorragend. Hier wird einem aber auch gleichzeitig deutlich, was der kleinen Applikation noch alles fehlt, denn man kann weder das Äußere, noch einen zweiten Account konfigurieren.

Damit wird klar, für wen dieses Tool eigentlich gedacht ist: für den Standarduser, der in erster Linie Tweets konsumiert und gelegentlich eigene inklusiver einfachem Bilderupload verfasst.

Dafür hat das Tool aufgrund seiner geringen Komplexität und Stabilität auf dem Gerät einen ungemeinen Scharm, der es einem Vergnügen bereitet “mal eben kurz” zu twittern.

Stabil ist die Applikation in jedem Fall – sie ist mir in der inzwischen zweiwöchigen regelmäßigen Nutzung nicht ein einziges Mal abgestürzt. Zudem scheint sie kaum Ressourcen zu verbrauchen, Bilder lassen sich selbst unter Edge stabil uploaden.

Fortsetzung folgt ….

 

Galerie – Tweets60 Pro auf dem Nokia N86:

Share

, ,

No Comments

Nokia N86 – Symbian v9.3 versus Milestone Android 2.1

Share

Von Symbian zu Android und zurück

Android Symbian comparison

Vor einigen Tagen habe ich mich von meinem nun inzwischen etwas mehr als 3 Monate genutzten Milestone verabschiedet.

Insgesamt war ich mit dem Gerät sehr zufrieden. Das Betriebssystem “Android” ist für mich als User, der sehr gern an technischen Geräten herumspielt, recht übersichtlich gestaltet und ich stellte fest, dass ich zumeist in wenigen Schritten – fast intuitiv – alle Einstellungen zur Konfiguration fand.

Für mich als inzwischen eingefleischten Google-User, der seine Emails alle über ein Google Benutzerkonto umleitet, ist die Verwendung eines Android Handys damit überaus bequem. Für all diejenigen hingegen, die unabhängig von der “Datenkrake” sein wollen, stellt das System allerdings ein Problem dar, denn alles steht und fällt mit der Anbindung an Google und seinem Marketplace.

Der Marketplace

Die Faszination der Benutzerfreundlichkeit entsteht eigentlich erst durch die Erweiterbarkeit des Systems durch den Marketplace. Viel Software lässt sich natürlich ohne Weiteres auch außerhalb dieses geschlossenen Systems installieren, dies aber nur durch intensive Suche – so wie man es von früher her kennt – mitunter aber gar nicht, da viele Firmen sich offenbar ausschließlich auf den Vertrieb über den Marketplace verlassen. Mir ist dies das erste Mal aufgefallen, als ich mein Archos 5 mit von mir gekaufter Software nutzen wollte, die ich zuvor über den Marketplace gekauft hatte:

Ohne eine offizielle Anbindung an den Marketplace, ist auch die Nutzung nicht möglich. Dieses Problem haben leider viele mobilen “nicht Handy” Geräte, die demnächst auf den Markt erscheinen werden und noch keinen offiziellen “Zugang zu Google” haben. Leider wird dies in der Regel mit keinem Wort erwähnt. Dies war aber nicht der eigentliche Grund, mich von System zu verabschieden, schließlich bin ich ein “voll involvierter Google User”.

Die Sache mit dem Akku

Was mich störte, war die mangelnde Haltbarkeit des Handy Akkus, die mir nicht allein beim Milestone aufgefallen war, sondern ebenfalls beim HTC Hero. Beide Geräte musste ich nicht selten direkt am Abend wieder an das Ladekabel hängen. Beim Milestone war der Stromverbrauch dann aber derart hoch, dass ich mich dabei ertappte, für eine fünfstündige Bahnfahrt extra einen Ersatzakku zu kaufen um zumindest bei meiner Ankunft noch telefonieren zu können. Zudem musste man bei der Nutzung der Software stets darauf achten, nicht ungewollt Programme im Hintergrund laufen zu haben. Das nicht schließen können von Programmen gilt bei Android Usern eigentlich als tolles Feature, da damit geworben wird, dass dies automatisch vom System verwaltet wird. Fakt ist aber, dass viele Programme nicht sauber programmiert sind, häufig mehr oder weniger Traffic im Hintergrund verursachen und damit den Akku zuzüglich belasten. Mich hat es letztlich dazu veranlasst einen Taskkiller zu installieren um dann nur die Programme laufen zu lassen, die ich laufen lassen wollte. Diese Unbesorgtheit im Umgang mit im Hintergrund aktiven Programmen kenne ich von Geräten, die ich nebenbei nutze, bei einem Handy, das stets online sein, letztlich ja zum Telefonieren bereit stehen muss, ist dies aber zur Zeit noch nicht zufriedenstellend gelöst.

Dieses Erlebnis veranlasste mich dazu meine Handynutzung nochmal zu überdenken und ich fragte ich mich, was ich denn nun wirklich mit dem Gerät alles erledige: Wenn ich den Milestone lediglich in der Tasche hatte und überhaupt nicht benutze, konnte ich ihn zumindest geschätzte etwa 1.5 Tage nutzen. Das habe ich allerdings nie wirklich getestet, da ich das Gerät eigentlich immer für irgendetwas verwendete. Es ist aber unsinnig ein so großes Gerät mit sich herum zu tragen, wenn man die Boni, die das Gerät einem bietet, nicht wirklich nutzt.

Touch oder nicht Touch…

Auch die Benutzung der Tastatur, die ohne weiteres sehr gut zu bedienen ist, ist für mich, die für längere Texte schlicht das komfortablere Netbook oder eines der ThinkPads nimmt, nicht mehr wirklich von Belang. Daher fragte ich mich, ob ich die Geräteeigenschaften nicht auf das Nötigste reduzieren sollte, welches für mein Nutzerprofil schließlich entscheidend sein sollte.

Weil ich zwar mit einem Touchscreen sehr gut klar komme, aber die Benutzung einer winzigen Touchtastatur nicht wirklich brauchbar finde, um längere Texte zu verfassen, zudem die meisten Touchhandys als großes Manko leider einen erhöhten Energiebedarf aufweisen, strich ich diese Option aus meinem zwingend erforderlichen Nutzungsprofil. Allerdings wollte ich nicht auf eine gute Kamera verzichten, die ich gern unterwegs nutze, wenn ich meine Digitalkamera aus Bequemlichkeit nicht mitnehmen möchte. Eine Wlan Anbindung und Emailnutzung ist in meinem Nutzungsprofil natürlich Standard.

Das vorläufige Fazit

Damit hatte ich einige entscheidende Punkte gefunden, um mich auf die Suche nach einem Nachfolger für mein Milestone zu machen:

1. Es sollte zumindest rudimentär brauchbare Akkuzeiten aufweisen. Das Minimum sollten 1,5 bis 2 oder mehr Tage bei moderater Nutzung sein.

2. Es sollte eine gute Kamera haben.

Alles andere, wie ein extrem großes Display oder eben die Touchfunktion schloss ich bei meiner Suche als Hauptkriterium zunächst aus.

Da ich durch die sehr guten Akkuzeiten des Nokia E52 bereits auf Nokia aufmerksam wurde, ich das System durch meine früheren Handys kenne und zudem von einer Modellreihe gelesen habe, die bezüglich ihrer Kameraleistung glänzt, war das N86 natürlich schnell gefunden.

Obgleich mir das Symbian System recht altbacken vorkommt und für mich rein psychologisch einen enormen Rückschritt darstellt, wusste ich zumindest was mich erwartet, wenn ich mich für dieses Gerät entscheide.

Vor wenigen Tagen erreichte mich das Nokia mit der Post und ich konnte mir einen ersten Eindruck verschaffen.

Fortsetzung folgt….

Share

, , , , ,

No Comments