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Android ist nicht gleich Android

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Allgemeines zu Android und dem Umfeld

Natürlich gehöre ich auch zu den Usern, die es als  absolute Bereicherung ansehen, ihre Software über einen Maketplaces zu erhalten – eine inzwischen gängige Praxis, sinnvolle Softwareerweiterungen für Handys über einen fest installierten Softwarepool zugänglich zu machen. War dies vor einem Jahr mit meinem Nokia 5800 MX noch recht rudimentär über den Nokia internen Ovi Store zu handhaben, entwickelte sich selbiger bereits innerhalb weniger Monate zu einem recht ansehnlichen Softwarekonsortium, welches ich aufgrund meiner zahlreichen Firmware Updates seitens Nokia recht schnell zu schätzen wusste.

Daher hatte ich natürlich von Anfang an auch keinerlei Probleme mich zügig in dem als “Google Maketplace” bezeichneten Softwarestore eines Android Handys zurecht zu finden. Schnell waren sowohl kostenfreie Applikationen (zumeist kurz als “Apps.” bezeichnet) gefunden und installiert. Natürlich gibt es auch Software, für die man Geld bezahlen muss, was sich zumeist aber – bis auf einige Ausnahmen – auf nur wenige Euro beschränkt.

Nach Hinterlegung der Kreditkartennummer, ist das “Shoppen” in diesem Bereich recht komfortabel handhabbar, da man die Software  – so die allgemeine Regel – über 24 Stunden lang testen und bei Bedarf, den Kauf stornieren kann. Bei all dieser Vielfalt, liegt es in der Natur der Sache, dass man mitunter lange suchen muss, um an das geeignete Tool heran zu kommen. Mitunter ist auch sehr verbuggte Software darunter. Für all die Experimentierfreudigen sei aber gesagt, wer sich gern mit solchen Dingen beschäftigt, wird mit einem Androidsystem sicherlich glücklich werden. All diejenigen jedoch, die ein Handy einfach nur zum Telefonieren benutzen möchten, sei es um beruflich jederzeit, verlässlich erreichbar zu sein oder schlicht um die Emails stets ohne viele Komplikationen, ohne Googlemail, dabei zu haben, dem kann ich ein Androidsystem nur bedingt empfehlen.

Zudem kursieren nach wie vor sehr unterschiedliche Versionen des Systems (derzeit, Mai 2010: 1.5, 1.6, 2.0.1 und 2.1), die unter dem Strich gesehen und je nach Einstellung des Herstellers oder des Providers mit weiteren unterschiedlichen Zusatzfunktionen oder sogar Einschränkungen wie beim Motorola Milestone versehen sind.

Zuzüglich ist der Maketplace nur für offiziell durch Google unterstützte Geräte wirklich nutzbar. Hierbei gibt es dann von Google vorgegebene Hardwarekriterien, die schlussendlich als Gerät eigentlich ein Handy voraussetzen. All jene inzwischen in den Startlöchern stehenden Gerätetypen, wie Tablets, die mit dem OS demnächst den Markt überfluten werden, stehen derzeit noch außen vor.

Die wenigen bereits auf dem Markt in Deutschland erhältlichen Geräte, wie beispielsweise das Archos 5, erhalten nur einen Zugang durch inoffizielle Hacks, die nachträglich einen Zugang verschaffen. Es wäre wünschenswert, dass es diese Beschränkung bald nicht mehr gibt um ein “Zweiklassen-Android” zu verhindern. Zur Zeit gibt es die Systeme, die Zugang haben und für die ich Software kaufen kann und Systeme, die Android haben, auf denen ich aber offiziell keine Software installieren kann, die ausschließlich über den Google Marketplace vertrieben wird.

Bei dem Android-System basiert alles auf den Marketplace. Da die Geräte in der Regel nur mit “Grundsoftware” ausgeliefert werden, deren eigentliche Konfiguration, wie z. B. die Unterbindung von APN Zugängen oder Tethering Funktionen und vieles mehr aber von eben diesem Zugang abhängt, steht und fällt das System mit der Offenheit die der Google-Konzern zulässt. Eine fatale Entwicklung.

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