Archive for category Microsoft Windows 7

Acer Aspire One 532 – Gaming- und Multimediafähigkeit

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Nicht selten wird einem suggeriert, dass der bloße Wunsch auf einem Netbook das eine oder andere Spiel zu “zocken” unmöglich ist. Ich frage mich dabei allerdings, was zahlreiche Spielfreudige vor einigen Jahren gemacht haben, wenn sie in ihren Desktop PC´s Hardware verbaut hatten, die um ein vielfaches langsamer und schlechter lief, als so manche Netbook mit aktuellem Chipsatz. Auch sie haben PC Spiele gespielt, wenn auch nicht mit den aufwendigen Grafikeffekten, die wir aus heutigen Spielen gewöhnt sind. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass man durchaus das eine oder andere ältere Game auf einem Netbook spielen kann.

Games

Ich habe mich zweier wirklich alter Klassiker bedient um diese auf dem Acer Aspire One 532 testweise anzuspielen. Zum einen ist es das Spiel Messiah, dass nun schon sehr in die Jahre gekommen ist, leider auf Windows XP und Vista gar nicht oder nur mit Schwierigkeiten spielbar war, aber unter Windows 7 nun durchaus flüssig und ohne größere Komplikationen funktioniert. Zum anderen habe ich mich des Rollenspielklassikers Neverwinter Nights bedient, der – wenn ach nicht gerade alle Details auf Höchststufe gestellt werden konnten, ebenfalls überaus flüssig lief. Dabei muß natürlich erwähnt werden, dass Messiah auf dem weißen Netbook mit der geringeren Auflösung (1024 x 600 dpi) lief, während Neverwinter Nights auf dem blauen Netbook mit der höherern Auflösung (1280 x 700 dpi) lief. Die Kategorie der Spieleklassiker, wie z.B. Civilisation, dessen letzte Version 4 getestet werden konnte, ist natürlich ebenfalls hervorragend geeignet, um ein wenig Kurzweil in den Netbook-Alltag zu bringen.

Fernsehen mit dem Acer Aspire One 532

Interessant ist vor allem, dass ein Test mit einem DVB-T Stick, um beispielsweise im Garten ein wenig Fernsehen zu können, die eigentlich Stärke des Acer Aspire One 532 offenbart. Als Hardware habe ich mich eines Cinergy Diversity XS USB Sticks der Marke TerraTec bedient. Da bei Windows 7 Starter der Media Center aussen vor gelassen wurde, muß neben der Installation des Treibers auch die etwas träge laufende Software installiert werden. Dabei kommen dann Erinnerungen an Windows XP Zeiten auf, die man glaubte schon längst überwunden zu haben. Nichts desto trotz funktioniert die Software gut und ist ebenso, wie die Treiber selbst, schnell installiert.

Die Tatsache, dass alles auf dem Standardsystem (Windows 7 Starter) lief, tut der Qualtität des Tests keinen Abbruch, auch wenn der überaus gut funktionierende, aber erst ab Windows 7 Home Premium integrierte Windows Home Mediacenter für TV Vergnügen noch am Besten geeignet ist.

Daher denke ich, ist die Investition in ein Upgrade auf Windows Home Premium, welches man durchaus schon für um die 60,- € auf dem freien Markt kaufen kann, durchaus sinnvoll investiert. Für alle anderen Belange, reicht die Windows Starter Version völlig aus.
Da das Display des Acer Aspire One überaus hell ist, kann man die Fernseh Funktion auch im hellen Sonnenlicht gut nutzen.

Insgesamt überrascht das um die 300,- € teuere Acer durch seine zahlreichen Möglichkeiten, die sich auf den ersten Blick vieleicht nicht erschließen mögen. Wagt man jedoch einen Test, so offenbart sich ein relativ günstiges, durchaus alltagstaugliches Gerät, mit vielen Zusatzoptionen.

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Acer Aspire One 532 – Technische Daten Teil II

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Bevor ich mein Acer beim ProMarkt kaufte, habe ich mich natürlich durch zahlreiche Tests im Internet über das Acer Aspire One 532 informiert. Einer der Tests ist nun auf einem von mir stark frequentierten Blog “netbooknews.de“.

Da das Video leider einen etwas falschen Eindruck von der Schnelligkeit des Systems insbesondere der Toshiba Festplatte vom Typ MK2555GSX (5400 UPM) vermittelt, dachte ich mir, ergänze ich diesen Bericht durch eine weitere Demonstration.

Dies aus dem Grund, da die Bootzeit, wie dort natürlich auch erwähnt wurde, immer davon abhängt, welche Zusatzsoftware der jeweilige Hersteller standardmäßig vorinstalliert – was also a priori bereits im Hintergrund läuft. Zudem versucht Windows 7 erfahrungsgemäß beim ersten Starten das System zu konfigurieren, was einige Zeit in Anspruch nimmt.

Einen hinreichend echten Wert kann ich daher nur erreichen, wenn ich auf dem System komplett die Crapware deinstalliere, hingegen alle Einstellungen bei den Standardwerten belasse. Zudem habe ich natürlich zuvor alle Windwos Updates durchlaufen lasse.

Die daraus resultierte Zeit ergab bei manueller Messung einen Wert von etwa 30 Sekunden inkl. Anmeldeprozedur, was schon sehr nah an Bootszenerien heranreicht, die ich von SSDs her kenne: Das ist ein ordendlicher Wert.

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Acer Aspire One 532 – Erste Eindrücke

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Das Acer Aspire One fühlt sich im ersten Moment recht kompakt an. Ich benutze schon seit etwas mehr als einem halben Jahr ein Dell Mini 9 und empfinde dieses im Vergleich als erheblich schwerer und weniger schlank in der Hand.

Der Gesamteindruck beim Aufklappen des Netbooks ist erstaunlich wertig für 299,-€, mit dem das Gerät in seiner Standardausstattung derzeit auf dem Markt gehandelt wird.  Andere Varianten gibt es mit UMTS Ausstattung, mit besserem Akku oder höher auflösendem Display. Dies lässt den Preis dann bis zu 399,-€ schwanken.

Die mir vorliegenden beiden Modelle sind ein Acer in der Farbe Weiß/Silber in der Standardausstattung und eines in Blau/Schwarz mit hochauflösendem Display und einem Akku mit höherer Kapazität. Das weiße Gerät wurde mit einem silber-metallic farbenem, matten Displaydeckel, das blaue mit einem hoch glänzendem blau-schwarzem Deckel versehen, auf dem dann leider recht schnell die Fingerabdrücke sichtbar werden. Das weiße Gerät erweiß sich hier als überaus Fingerabdruckfreundliche, da der Deckel hier absolut keine Empfindlichkeiten aufweist. Im Gegenteil: die Oberfläche fühlt sich beinahe metallisch an. Der blau-schwarze Deckel gefällt mir persönlich sehr gut. Dafür ist man bei dem Gerät dann häufiger mit dem Putzen beschäftigt, wofür Acer extra bei beiden ein Mikrofasertuch mit beigefügt hat.

Das blaue Acer Gerät habe ich, da ich nun doch ein wenig mehr Software auf dem Gerät testen wollte, zuzüglich mit einem 2 GB Ram Modul ausgestattet und meine üblicherweise  verwendete Software installiert. Dazu gehört u.a. sowohl Microsoft Office, als auch die Adobe Creative Suite CS3. Die Standardaustattung der Geräte wird mit 1 GB Ram ausgeliefert, was für das normales Surfen mehr als ausreichend ist.

Insgesamt laufen die Programme erstaunlich flüssig, die CS3 Suite dauert beim ersten Anstarten aber natürlich ein wenig länger als auf meinem nativen Core2 Duo ThinkPad (T500). Doch insgesamt hält sich die Wartezeit immer noch in Grenzen, so dass man sie durchweg als gut benutzbar bezeichnen kann. Leider verlangt die Suite bei der Installation eine Minimalauflösung von 1024 x 768 Pixel, weshalb man das Gerät an einen externen Monitor anschließen muss um die Installation erfolgreich durchführen zu können. Danach ist die Nutzung der Programme aber normal auf dem Gerät möglich. Office 2007 zickt hier nicht so herum und auch die Benutzung ist überaus flüssig. Die hohe Auflösung ist dabei sehr angenehm.

Die Tastatur

Das Tastaturlayout wirkt geradezu riesig im Vergleich zu der eher spartanisch anmutenden Tastatur des Dell Mini 9, die dort sogar auf einige für meine Begriffe wirklich wichtige Tasten wie die F11 Taste verzichtet haben. Das ist vor allem für gering auflösende Displays wichtig, wie es bei Netbooks nun einmal der Fall ist.

Das Layout zeigt sich aufgeräumt, die Funktionstasten befinden sich, wie man es von Notebook Standardtasten her kennt, im oberen Bereich aufgereiht, rechts daneben die Tasten für Druck, Pause, Einfügen und Entfernen. Eigentlich muß man keine Taste beim Tippvorgang suchen, alles ist intuitiv bedienbar, ebenso die Page Up und Down Tasten, obgleich diese sich leider nicht, wie in manch anderem Layout, vom übrigen Layout absetzen. Gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Floating Point Tastatur, deren Grenzen sich beim schnellen Tippen nicht auf Anhieb voneinander unterscheiden lassen. Zum Glück sind die einzelnen Tasten aber so groß, dass man auch diese Aufgabe gut bewältigen kann, ohne allzu großes Vertippen. Der Tastenhub ist sehr kurz und es bedarf schon eines konkreten Klicks, um diese zu betätigen. Zwischen den Tastaturen der beiden Geräte konnte ich einen minimalen Unterschied im Druckpunkt der einzelnen Tasten feststellen, die wohl nicht Gerätebedingt sind, da ich dies auch bei anderen Geräten dieses Typus  mit schwarzer Tastatur in verschiedenen Geschäften in der Stadt feststellen konnte. Dieser Unterschied ist jedoch marginal.

Das Touchpad

Das Touchpad ist für Netbook Verhältnisse sehr groß und setzt sich aufgrund seiner geriffelten Oberfläche gut von der übrigen Oberfläche ab. Dennoch ist das Gefühl bei Berührung gewöhnungsbedürftig, da das Material letztlich, trotz der Oberflächengestaltung,  aus glattem Plastik besteht und sich auch dementsprechend anfühlt. Positiv zu bemerken sei hier, dass es sich bei der Hardware um ein Alps Gerät handelt, das ich bereits vom Dell Studio 1737 her kannte. Die Multitouch Funktion und das Scrollen bei längeren Dokumenten oder Seiten im Internet ist durch eine einfache Kreisbewegung eines oder mehrerer Finger sehr bequem handhabbar. Auf Internetseiten kann durch zwei Fingergesten bequem hinein- oder heraus gezoomt werden. Zudem wird man zum Glück dadurch nicht mit dem seit langer Zeit bekannten Flashbug der Synaptics Treiber konfrontiert.

Insgesamt reagiert die Mouse etwas weniger direkt als die eines Synaptics Touchpads, aber die zahlreichen Zusatzfunktionen, gleichen dies in jedem Fall wieder aus, so dass man bequem beim Sofasurfen  entspannt durch die Internetseiten navigieren kann. Der linke und rechte Mouse Button wurde durch eine durchgehende Chrom farbene Leiste ersetzt, die gut anspricht.

Das Display

Das weiße Acer hat die eigentliche Standardauflösung, wie man sie für Netbooks gewohnt ist, also eine Auflösung von 1024 x 600 Pixel, das blaue Acer eine Auflösung  von 1280 x 720 Pixel.  Insgesamt gibt es mindestens drei verschiedene Varianten dieses Displays:  eine Version mit geringerer Auflösung und mattem, sowie eine mit glare Display und eine Version mit einer höheren Auflösung von 1280 x 720 Pixel . Letztgenannte Version, habe ich bis dato nur in der glare Variante im Handel finden können. Insgesamt ist es aber sehr schwierig, diese Versionen auf Anhieb unterscheiden zu können, da Acer es leider versäumt hat, diese durch unterschiedliche Modellnamen zu kennzeichnen. Lediglich durch die Acer internen Kürzel kann ermittelt werden, um welches Gerät es sich handelt. Zudem variieren die Preise für die Varianten, die sich lediglich anhand der Auflösung unterscheiden von 299,- bis 329,-€.

Positiv fällt zunächst auf, dass sich das Display recht weit in seinem Neigungswinkel verstellen lassen kann. Das ist offenbar bei Netbook nicht üblich. Die meisten von mir in Augenschein genommenen Geräte haben, ähnlich dem Dell Mini 9 einen nur geringen Einstellungswinkel. Da ich das Netbook aber in allen Lebenslagen benutze, was vom einfachen an einem Tisch sitzen bis hin zur Badewanne oder dem Bett reicht, ist ein möglichst großer Einstellwinkel sehr wichtig um optimale Sicht zu haben.

Das Display mit geringerer Auflösung ist insgesamt heller als das hochauflösende Display. Als Vergleich bietet sich hierbei recht gut das mit 250 Nits gemessene Display des Dell Mini 9 an. Im Vergleich zu diesem sind allerdings beide Displays heller.

Beide Displayvarianten – ob nun matt oder glänzend –  haben ihre Vor und Nachteile. Interessanterweise hält sich im Internet und auch bei vielen Tests hartnäckig das Vorurteil, dass sich Glanzdisplays nicht im Outdoor Bereich nutzen lassen, matte Display hingegen sehr gut geeignet sind. Ich kann mir dies nur dadurch erklären, dass die Tester möglicherweise nur Display getestet haben, die eine zu geringe Luminanz aufwiesen, was eigentlich insgesamt nicht besonders gut ist um beispielsweise  im Garten arbeiten zu können, egal ob die Displays matt oder glänzend sind.

Erfahrungsgemäß konnte ich bei einer Luminanz von mindestens 200 Nits bereits gut im Garten, auch im strahlenden Sonnenlicht, surfen. Für ein produktives Arbeiten, benötigt man hingegen etwas mehr. Hierbei sollte das Display eine minimale Luminanz von mindestens 250 Nits aufweisen. Interessanterweise konnte ich dabei mit einem Glanzdisplay gerade bei direkter Sonneneinstrahlung, erheblich besser arbeiten, als mit einem matten Display. Der Grund hierfür liegt vermutlich in dem starken sich verteilenden Reflexionen, die ein mattes Display bei direkter Sonneneinstrahlung aufweist. Während ein glänzendes Display diese Reflexionen nicht verteilt sondern direkt zurückwirft. Ich habe einmal eine fünf Zoll große Glanzfolie, die ich noch von meinem Archos 5 hatte,  in einen Teilbereich des matten Displays befestigt und musste feststellen, dass ich genau diesen Bereich erheblich besser sehen konnte, als den übrigen. Zudem waren die Farben hier erheblich brillanter.

Denselben Effekt musste ich beim direkten Vergleich mit dem hochauflösenden Display beobachten. Obgleich das Display des weißen Gerätes um ein vielfaches heller ist, konnte ich bei direkter Sonneneinstrahlung mit dem blauen Acer Gerät erheblich besser arbeiten, auch waren die Farben brillanter.

Dennoch lassen sich beide Geräte hervorragend im Aussenbereich verwenden und dies nicht nur zum Surfen und Texte verfassen, sondern auch zum Filmegucken oder für Grafikanwendungen.

Der Akku

Standardmäßig ist bei der für 299,-€ erhältlichen Version des Acer ein Sechszell Akku mit einer Kapazität von 4400 mAh Akku verbaut. Ein alternativer Akku, ebenfalls sechszellig, weist eine Kapazität von 5600 mAh auf.  Auch das mir vorliegende Gerät mit der hohen Auflösung ist standardmäßig mit dem „größeren“ Akku bestückt. Allerdings kursieren im Internet offenbar auch einige Exemplare dieser Geräte mit geringerer Akkukapazität. Dies ist insofern von Interesse, als dass die unterschiedlichen Kapazitäten der Akkuzeiten von angegebenen 8 Stunden oder 10 Stunden erlauben.

Direkt nach dem ersten Einschalten des Gerätes zeigte mir das weiße Gerät eine Akkulaufzeit von mehr als 10 Stunden an, das ist bereits iPad Niveau.

Dabei muss berücksichtigt werden, dass sich Windows 7 bereits beim Updaten des Systems befand und Unmengen an zuzüglich installierter, im Hintergrund laufender Software sein Unwesen trieb. Nach der Deinstallation derselben und rudimentärer Optimierung des Systems ist ein Verbrauch von  ungefähr 4 Watt locker möglich. Je nach Akkukapazität  sind das Laufzeiten von zwischen 12 (Akku mit 4400 mAh, 48 Wh) und knapp 16 Stunden (Akku mit 5600 mAh, 63 Wh). Das sind die bisher besten Werte, die ich je bei einem Gerät dieser Klasse gesehen habe. Es könnte interessant werden, welche Verbrauchswerte sich bei dem Gerät noch heraus kitzeln lassen, wenn das System besser konfiguriert wurde. Genauere Verbrauchswerte werde ich aber noch nachreichen.

Fazit

Insgesamt bin ich von dem kleinen Netbook sehr beeindruckt. In Anbetracht des geringen Preises, der überaus guten Akkulaufzeit und des insgesamt sehr hellen Displays eignet es sich ausgezeichnet um selbst in strahlendem Sonnenlicht noch alle Details auf dem Display gut erkennen zu können. Hierbei entpuppt sich das glossy Display vielleicht doch als die etwas bessere Wahl. Im Schatten oder auch indoor, entfaltet hingegen das Gerät mit mattem Display durch seine höhere Luminanz seine Stärken. Das Netbook mit der höheren Auflösung lässt ein bequemes Surfen zu, ohne viel Scrollen zu müssen und eröffnet damit Möglichkeiten, das Netbook als weit mehr zu verwenden, als vielleicht ursprünglich gedacht.

Gallerie

Acer Aspire 532 – white/silver

Acer Aspire One 532 – blue/black

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