Archive for category Software/OS

Windows Phone – Ein Handy für Senioren

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 Ich habe mich schon einmal mit der Thematik der sog. “Silversurfer” beschäftigt, also den Benutzerkreis von Computern und mobilen Geräten, die ein eher fortgeschritteneres Alter mitbringen, also einer Generation angehören, die nicht selbstverständlich mit Computern im Haushalt aufgewachsen sind und auch nicht in jungen Jahren damit konfrontiert wurden.

Zu diesen Personenkreis würde ich beispielsweise meine Mutter zählen, die schon nahe an die 70 heranreicht und gewiss nicht als technikaffin bezeichnet werden kann. Im Gegenteil, denn sie war diejenige, die man erst vor einem oder zwei Jahren behutsam an ein altes Nokia Handy gewöhnen mußte, damit man sie zumindest telefonisch einfacher erreichen konnte.

Da die Kinder und Verwandten ja nun überall auf der Welt verstreut sind, die Kommunikation damit nicht durch täglichen Kontakt erfolgen kann und ein Telefonat nun irgendwann auch nicht mehr über das Gefühl von Abwesenheit der jeweiligen Menschen hinwegtrösten kann, überlegte ich mir, wie man es bewerkstelligen könnte, meiner Mutter das Internet nahe zu bringen ohne sie zu überfordern.

Im Zuge des Netbook-Hypes der letzten Jahre hatte meine Mutter sich von einer Freundin ein Netbook aufschwatzen lassen, dessen Funktionalität sie jedoch überhaupt nicht überblickte und daher auch nicht weiter nutze. Die Benutzung von Maus und Keyboard waren ihr so fremd und obskur, dass es daher weiterhin im Schrank sein Dasein fristete. Aus der Entfernung war eine Einführung in die Materie auch nicht einfach, so dass wir es schließlich aufgaben, die Sache wirklich in Angriff zu nehmen.

Als nun vor wenigen Wochen das alte Klapphandy seinen Geist aufgab, war daher das Klagen groß, mit welchem neuen Gerät man sie denn konfrontieren sollte oder wollte, denn die Möglichkeiten für reine Tastenhandys sind inzwischen sehr begrenzt. zudem empfand ich die als Seniorenhandys gepriesenen Geräte für meinen Geschmack mehr als dürftig, da sie im Prinzip einem älteren und nicht technikbegabetem Menschen quasi die Intelligenz absprechen vernünftige Fotos zu machen und diese auch in hinreichender Qualität zu übermitteln – von Internet und dem Thema Email mal ganz abgesehen. Ich stellte mir unwillkürlich die Frage, warum um alles in der Welt man ältere Menschen, die nicht gerade an Demenz erkrankt sind, mit derart schlecht designten Geräten konfrontieren muss, die weder MMS verschicken können, noch die Möglichkeit offerieren hinreichend gute Bilder fotografieren zu können, denn das wollte ich meiner Mutter nun schon zugestehen, dass sie dies mit Sicherheit schaffen könnte.

Inzwischen hatte sich mein Mann eines der günstigen Windows 7.5 Handys, das Nokia Lumia 710 angeschafft und war mit der Bedienung und der Verarbeitung sehr zufrieden. Als nun meine Mutter zu Besuch kam, gab ich ihr zu Testzwecken sowohl mein iPhone 4s als auch das Lumia Gerät in Händen, um zu sehen, wie ihre Reaktion sein würde. Erstaunlicherweise reagierte sie nicht negativ, denn sie bemerkte einen Punkt im Smartphonesystem, dass ich bis dato, da ich keine Brillenträgerin bin, gänzlich ausser Acht gelassen hatte: die Schrift der Windows Phones ist, im Gegensatz zu den iPhones mit der überaus hohen Auflösung groß und gut lesbar. Zwar hatte sie anfangs ein wenig Schwierigkeiten, den Bildschirm in der Horizontalen hin und her zu wischen, aber die Bedienung der Kacheln schien alles andere als schwierig zu sein.

Daher überlegte ich mir, welchen Vorzug das System bieten könnte, wenn man in Betracht zieht, es einem älteren Menschen in die Hand zu geben?

Das logische System ist entscheidend

Die Aufteilung des Windows Phone Systems ist überschaubar, da man – entgegen dem iOS System – eigentlich zwei Ebenen hat

a) Die Ebene aller Programme und Einstellungen und

b) das Fronten, also die Benutzerebene oder Startseite.

Anders als bei iOS, dessen Vorzüge mir häufig in so manchen Handy-Laden gerade für ältere Benutzer angepriesen wird und wurde, kann man durch diese Zweiteilung den Startschirm übersichtlich und nach eigenem Geschmack gestalten ohne die installierten Apps zu tangieren.

Zudem sind die Schriften und Tiles größer als bei iOS und somit leichter zu bedienen.

Das gesamte Schriftbild des Systems ist erheblich größer und dadurch sehr überschaubar, alles erklärt sich fast von selbst. Dass eine Benutzerführung horizontal weiter verläuft, ist anhand der weiterführenden Beschriftung gut zu erkennen. Zudem ist es auf eine flüssige Bedienung ausgelegt so dass man nie ins Stocken geraten kann.

Besonders einfach ist die Bedienung der Kamera, da das Systems hierfür standardmäßig mit einem eigens dafür vorgesehenen Button versehen ist, weshalb ich mir überlegte, dass man einfach mal einen Sprung ins kalte Wasser wagen sollte.

Seit dem ist nun einige Zeit vergangen und ich kann mich kaum noch retten vor lauter Emails und Fotos, die bei mir eintrudeln. Ich lese das erste Mal, dass meine Mutter den Satz “das bringt Spaß” in Zusammenhang mit der Benutzung eines Handys benutzt: Insgesamt erstaunlich.

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Samsung ATIVsmart PC – Erstes Clover Trail Tablet im Videotest

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Teil I / 1

[youtube]http://youtu.be/QvNGGjB4bfk[/youtube]

 

Teil I / 2

[youtube]http://youtu.be/MHdG-5JTl14[/youtube]

 

Teil II / 1

[youtube]http://youtu.be/eyM5i2Tharw[/youtube]

 

Teil II / 2

[youtube]http://youtu.be/S_w6U2O-0Y8[/youtube]

Hier geht´s zum Schnelltest

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Samsung ATIVsmart PC – Erstes Clover Trail Tablet im Schnelltest

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 Mitunter ist es so, dass man in die Stadt fährt, um eigentlich nur ein billiges Handy zu kaufen. Je entspannter man bei der Sache ist, desto eher lässt man dann den Blick schweifen und entdeckt Geräte, die einen zu finanziellen Unartigkeiten verführen.

Eben so erging es mir gestern, als mein Mann und ich zusammen den MadiaMarkt betraten, um für ihn ein kleines, billiges Android Handy zu kaufen.

Gesagt, getan, aber wir verließen den Laden nicht mit einem Handy, sondern mit einem Windows 8 Tablet – das Samsung ATIVsmart PC mit dem aller ersten Atom Clover Trail Prozessor.

Die Spezifikationen des Gerätes sind schon mal eine Hausmarke, denn das Gerät läuft nicht wie seine ARM Kollegen mit Windows RT, sondern mit einem vollwertigem Windows 8, so dass auch der Benutzung nativer Desktopanwendungen nichts mehr im Weg steht.

Die 64 GB eMMC Festplatte ist im Vergleich zu einer SSD zwar nicht so zügig, was man vor allem bei gleichzeitigem Schreiben zweier Prozesse auf die Festplatte merkt, für die Herkömmliche Nutzung, wie etwa Office, Surfen und Programmieren, reicht das kleine Tablet aber allemal aus – wobei man bei dem 11,6″ großen Tablet, das mit einer Auflösung von 1366 x 768 dpi daher kommt und 400 Nit ausreichend hell strahlt, eigentlich nicht wirklich von klein sprechen kann, denn in beiden Händen haltend fühlt es sich durch seine schmale Form genau richtig dimensioniert an um entspanntes Arbeiten zu ermöglichen.

Mobile OS oder Windows OS

Dem gegenüber steht ein Gewicht, das Samsung mit 750g (ohne Tastatur) angibt, was nur wenig über dem des iPad3 liegt. Und damit wären wir auch schon bei einem Vergleich der beiden Protagonisten, die sich so ohne weiteres eigentlich nicht vergleichen lassen, denn es wäre quasi Äpfel mit Birnen zu vergleichen: das auf dem  iPad laufende mobile Betriebssystem iOS und das vollwertige Windows OS, das natürlich erheblich mehr Möglichkeiten offeriert.

Das merkt man schon an der Vielzahl an möglichen Anschlüssen, wie beispielsweise ein normal dimensionierter USB2 oder ein Micro-HDMI-Anschluss. Interessant ist, dass sich beide Geräte, zumindest was die Dicke des Gerätes betrifft, nicht markant unterscheiden, womit ein neuer Aspekt hinzutritt. Bis dato war es so, dass man für den Gebrauch eines Gerätes mit der Leichtigkeit stets auf ein Gerät mit mobilen Betriebssystem zurückgreifen musste. Das ATIVsmart, vor allem aber das Betriebssystem in Kombination mit der Hardware, offenbaren einem aber mit einem Mal Möglichkeiten, die erst deutlich werden, wenn man es in Händen hat und munter durch die Anwendungen wischt – denn Windows verlangt nach Gesten und die kann man mit dem Tablet nach Herzenslust ausführen.

Active Standby mit Clover Trail

Überrascht sein könnten einige Benutzer, schalten sie das Gerät an der Seite in den Active Standby, denn dieser vom neuen Clover Trail unterstützte Modus, der auch Anwendungen im Standby aktiv lässt, ermöglicht zum Beispiel das Abrufen von Emails oder das Hören von Musik, wie wir es von unseren Handys gewohnt sind, auch wenn das Gerät ausgeschaltet zu sein scheint. Ob alle Anwendungen in dieser Option laufen, muss ich allerdings noch testen. Die App´s der Modern UI scheinen diese Option allerdings uneingeschränkt zu unterstützen.

Energiesparwunder

Alles fühlt sich leicht und flüssig an, was nicht zuletzt dem neuen Atom Prozessor geschuldet wird, der hier auf dem Gerät einen hervorragenden Dienst verrichtet. Videos in HD und FullHD sind für das kleine Tablet kein Problem und auch Flash-Filme lassen sich über das WLan-Netz locker in 1080p abspielen. Amüsant wird es dann, wenn man sich dabei die Verbrauchswerte der Batterie anschaut, die selbst beim Abspielen eines FullHD-Film selten über 3 Watt gehen. Da der Akku eine Kapazität von 31 Wattstunden aufweist, ergeben sich so Benutzungszeiten von lockeren 10 Stunden und das nicht im Idle sondern im normalen Betrieb.

Obgleich die Plattform nach wie vor nur USB2 ansprechen kann und man damit auf den FullSpeed von USB3 verzichten muss, lassen sich durch den USB-Anschluss leicht externe Festplatten an das Gerät anschliessen, um beispielsweise auf Foto-, Film- oder Musik-Archive zugreifen zu können. Wie der Verbrauch bei derartigen Szenarien aussieht, konnte ich bisher allerdings noch nicht testen.

Ein erster Test des Verbrauchs in verschiedene Anwendungs-Szenarien erbrachte folgende Werte:

  • 1.9 Watt im Idle minimaler Helligkeit
  • 2.4 Watt im Idle bei 25% Helligkeit
  • 2.9 Watt im Idle bei 50% Helligkeit
  • 3.7 Watt im Idle bei maximaler Helligkeit

 

Kleine Flunder mit Stift

Besonders reizend ist jedoch der Einbau eines WACOM Digitizers, den ich bereits von meinen ThinkPad tablet kenne. Wem der mitgelieferte Stift also zu klein ist, steht die Benutzung von Alternativprodukten nichts im Weg. Ich selbst konnte das Tablet beispielsweise mit dem zum ThinkPad W700 mitgelieferten Digitizer ohne Probleme verwenden.

Zudem ist die Erkennung und Umsetzung des Stiftes sehr präzise. Abweichungen, wie ich dies von einigen ThinkPad Tablets früherer Generationen kenne, sind nur in Form von einer weniger als 1mm großen Abweichung, ganz am Rand der Schmalseiten zu beobachten – was durchaus zu verschmerzen ist. das zeichnen bringt daher mit dem ATIVsmart richtig Spass und dürfte für manchen Studenten im Höhrsaal zum Vergnügen werden.

Das Display

Etwas weniger gut, da “glossy” ist das Display im Outdoorbetrieb. Hier spiegelt sich das Umfeld schon recht stark. Wer allerdings einen Mac oder das iPad gewohnt ist, sollte damit allerdings keinerlei Probleme haben. Die mit 400 Nit angegebene Helligkeit erscheint mir allerdings ein wenig weit gegriffen, was allerdings an der Digitizerschicht liegen kann, die beispielsweise auch bei den ThinkPad Tablets die Helligkeit von ehemals 400 Nit beim Outdoor-Display auf 300 Nit für die Touchversion reduziert hat. Auch bei diesen Tablets konnte man bei direkter Sonneneinstrahlung fast nichts mehr auf dem Gerät ablesen. Aber wofür hat man ein mobiles Gerät, wenn es nicht möglich ist, den Einfallswinkel leicht zu verstellen?

Kommen wir zur Auflösung, denn mit seinen 1366×768 dpi gehört das 11,6″ Tablet nicht gerade in den Highendbereich. Es ist in der Tat so, dass die Schrift mitunter ein wenig kantig wirkt, vor allem, wenn man den Text in kurzem Anstand lesen möchte. Das halte ich bei einigen Anwendungen auch für ein wenig problematisch, beispielsweise, wenn man das Gerät zum eBook Lesen missbrauchen möchte. Allerdings wirkt das Tablet mit seiner Auflösung insgesamt keinesfalls unterdimensioniert, vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass die Auflösung ja auch dargestellt werden will. Vergleicht man dies mit einem iPad2, das eine geringer Auflösung in der Breite hat, so kommt man einer ungefähren Vorstellung, wie es um das Display bestellt ist, schon näher. Aufgrund der andersartigen Fonts,  beim ATIV, kann man die Textdarstellung aber nur mäßig miteinander vergleichen. Ich denke, dass die von Samsung gewählte Auflösung durchaus gut gewählt ist um ein flüssiges Navigieren durch das OS zu ermöglichen. Anderweitig, kann man sich dann für das kleinere 10″ ATIV Tab entscheiden, wenn es denn endlich auf den Markt kommt. Zuletzt wird ja sogar einem Anschließen an einen externen Monitor durch den HDMI Anschluss zumindest diesbezüglich keine Grenzen gesetzt.

 

Sound

Samsung hat sein Tablet mit zwei Lautsprechern bestückt um so in den Genuss von Stereo-Sound zu kommen. Die beiden an den Schmalseiten, entlang des Displays verlaufenden Lautsprecher verrichten so auch recht ordentlich ihren Dienst. Allerdings könnten sie ein wenig mehr Bässe vertragen und klingen daher etwas dünn – vor allem für Klassik- oder Rockfans.

Besonders empfindliche Ohren sollten daher zu Kopfhörern greifen, wenn sie anspruchsvolle Musik hören möchten.

Erster Eindruck und Fazit

Mein erster Eindruck, wohl gemerkt nach nur kurzer Nutzung, fällt daher sehr positiv aus, so dass ich schon geneigt bin, mein iPad zu verkaufen und mich an dem Gerät zu versuchen. Microsoft hat da mit seinem Windows 8 einiges zu beigetragen und Intel mit dem Bau des Clover Trail Prozessors einen richtigen Schritt in Richtung leistungsstarker Mobileprozessoren getan – Rechner, die im Active Standby sein können, wie man es vom Handy gewohnt ist. Samsung hat hier letztlich ein ordentliches Stück Hardware hervorgebracht, dass nicht nur gut in der Hand liegt, sondern auch das erste Mal so etwas wie “Spass” in Verbindung mit Windows aufkommen lässt.

Hier geht´s zum Videotest

 

 


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Windows 8 – Erste Eindrücke

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Seit Freitag kann man nun das so lang ersehnte Update auf Windows 8 Pro über den Online-Store von Microsoft machen. Der Konzern hat sich nicht lumpen lassen und rudert die Software, sofern man sie selbst herunterläd, für 29,99€ heraus – kein schlechter Preis, wenn man bedenkt, dass dieser für alle Geräte gilt, auf denen entweder Windows XP, Vista oder Windows 7 Lizenzen laufen.

Der Download

Allerdings darf man nicht erwarten, dass man nun in seinem Schrank alle noch auffindbaren COA Sticker herauskramen kann, um diese für das Einlösen des Upgrades zu verwenden, denn dieses funktioniert lediglich unter einem laufenden System, das aktiviert und lauffähig die Möglichkeit hat, ins Internet zu kommen. Nach dem klick auf den “Kaufen Button”, der neben der üblichen Kreditkartenbezahlung auch lobenswerterweise PayPal anbietet, muss man zunächst eine Software installieren, die das System auf Upgradefähigkeit überprüft. Ist dies geschehen, läuft der eigentliche Download recht flott. Irgendwelche Hänger oder Abstürze konnte ich bei all meinen Rechnern hier nicht verzeichnen: offenbar hat Microsoft aus dem Debakel bei der WIndows 7 Einführung gelernt.

Ist der Download vollendet, kann man sich entscheiden, ob man das System direkt updaten, oder erst einmal ein Installationsmedium für USB oder DVD erstellen möchte. Selbst für die Erstellung der DVD ist keine Brennsoftware von Nöten, da diese in das Programm integriert, alle erforderlichen Funktionen zur Erstellung des Mediums erfüllt: das ist vorbildlich. 

Installation

Vor Beginn der Installation wird die obligatorische Frage gestellt, ob die Daten und Programme erhalten oder ignoriert und somit gelöscht werden sollen, was mir beim Aktivieren ein wenig Kopfschmerzen bereitet. Doch bei der Installation auf dem drei Jahre alten Dell XPS meines Schwiegervaters, gab es diesbezüglich keinerlei Schwierigkeiten, ausser der, das die Prozedur etwas länger dauert. Meinen eigenen PC, ein ThinkPad W700, installierte ich komplett neu.

Es werden bei einem Update, aus dem System heraus, automatisch die Programme erkannt, welche nach dem Update voraussichtlich nicht mit Windows 8 kompatibel sind, um dann, noch vor dem Installationsprozess, die Möglichkeit zu bieten, diese zu entfernen.

Ein Medium für jedes System

Als ich mein System neu installieren wollte und dabei den Installations USB-Stick verwendete, den mein Mann für das Update seines Systems verwendet hatte, musste ich feststellen, dass ich zwar das System installieren, allerdings nicht aktivieren konnte. Ohne Aktivierung, konnte ich allerdings nur bedingt auf die Systemeinstellungen zugreifen. Daher musste ich im Anschluss die zum Glück selbst erstellte DVD nochmals in das Gerät stecken und die Installation von neuem anstoßen.

Damit ist klar, dass die von Microsoft angebotene Option für das Update offenbar einen Key in das ISO des Installationsmediums erstellt, welches dann auch nur für das eine Gerät verwendet werden kann, auf dem das upzudatende System installiert war oder ist. Ein wahlweises Wechseln von OEM Datenträgern, wie wir es von früheren Installationen kennen, ist damit also nicht möglich.

Wie es sich bei den später im Handel erhältlichen Installtionsmedien der Vollversionen verhält, kann ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht sagen.

Nach eben benannten Neudurchlauf  des Installationsprozesses, war die Installation allerdings vollständig nutzbar und es gab keine weiteren größeren Probleme.

 

Die Benutzung auf älteren Systemen

Alle Befürchtungen, die ich hatte, dass das OS, welches ohne Zweifel für Geräte mit Touch-Oberfläche spezialisiert ist, auf Geräten mit Mausbedienung nicht handelbar ist, haben sich bei der Benutzung des Dell Desktop nicht bestätigt. Im Gegenteil, das Scrollen durch die “Modern UI” verlief so smooth, dass es eigentlich nur Lust auf noch mehr machte. Das Fokussieren des Displayrandes mit der Maus entpuppte sich als überaus einfach, so dass das Navigieren durch das Betriebssystem sich als derart flüssig entpuppte, dass man sich die Frage stellt, warum einem die eigentlich gute Bedienung von Windows 7 plötzlich hakelig vorkommt und weshalb dies nicht schon zuvor aufgefallen ist?

Fortsetzung folgt….

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Good bye Symbian!

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Nun ist es also soweit, das zuletzt in Gebrauch verbliebene Symbian Gerät wird in Rente geschickt. Dies nicht etwa von mir, denn ich habe mich bereits im Januar von meinem Nokia N8-00 verabschiedet, sondern vielmehr von meinem überaus Symbian begeisterten Mann, der es – mal Hand auf´s Herz – eigentlich ja immer noch ist. Oder kann man ihn vielmehr als Nokia Fanboy bezeichnen? Das ist schwer zu sagen, denn nicht immer hat er sich in seiner Mobilfunkkarriere mit Nokia Geräten umgeben, deren Konkurrenz zugegebenermaßen nie besonders lang bei ihm verweilt hat, aber dennoch beim Kauf auch Mal einem anderen Gerät, so auch einem Nokia, vorgezogen wurde. Trotzdem würde ich ihn wohl schon als Nokia Fan bezeichnen, auch wenn es einem der Konzern nicht immer leicht macht.

v.l. Lumia 710, E6-00, E52

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als er sich aus Kostengründen für ein Nokia E52 entschied, in Zeiten, in denen andere schon längst angefangen hatten dem System den Rücken zuzukehren. Er ist kein “Touchfreund”, sondern gehört zu der Spezies Mensch, die es vorziehen auf echte Knöpfe zu drücken. Und er gehört auch zu der Klientel, die ihr Gerät intensiv zur Texterfassung benutzen, weshalb er beim E52 natürlich schnell an seine Grenzen stieß. Daher entschied er sich, eigentlich ehr aus dem Bauch heraus, es vielleicht einmal mit einem gebrauchten Nokia E71 zu versuchen, da er sich zu dem Zeitpunkt kein neues Gerät, das währe dann damals das E72 gewesen, leisten konnte und wollte.

Problematisch wurde es dann allerdings sehr schnell, als das E71 zum Surfen verwendet werden sollte, was – das kann man dem Konzern hier wirklich mal ankreiden, auch wenn es sich um ein älteres Gerät handelt – mit dem E71 einfach nicht komfortabel funktionierte und mit dem E52 auch nicht wirklich befriedigend war, vor allem nicht, da die meisten Internetseiten heut zu Tage für iOS und Android Geräte optimiert sind und S60 nicht wirklich zufriedenstellend funktionierte, weil viele Funktionen nicht mehr unterstützt werden, die es eigentlich unterstützen könnte – theoretisch zumindest.

Ich hantierte zu diesem Zeitpunkt längst mit meinem Nokia N8-00 herum, nachdem ich mich durch eine Odyssee von Android Geräten gearbeitet hatte, die mich aber nicht wirklich zufrieden stellten, sogar ein Windows Phone Gerät von Samsung war dabei, allerdings noch ohne jegliche Updates. Umso glücklicher war ich daher für meinen Mann, als sich Nokia anschickte endlich Ersatz für das Business Gerät meines Mannes zu schaffen und das E6-00 mit moderner Oberfläche und Betriebssystem auf den Markt brachte.

Endlich gab es einen Grund zu wechseln und so traf recht schnell nach dem Release ein Gerät bei uns ein, mit dem mein Mann nun – so dachte ich zu dem Zeitpunkt zumindest – endlich glücklich werden würde. Es war zwar klar, dass die Unterstützung für ein Gerät mit dem Betriebssystem nicht mehr viele Jahre existent wäre, aber für jemanden, der das Gerät zum größten Teil beruflich nutzt, ist die Möglichkeit stets das Neueste auf dem Gerät zu installieren oder andauernd neue Updates zu erhalten ohnehin nicht von Belang.

Problematisch wird es dann jedoch, wenn die Software fehlerhaft ist und man auf Updates angewiesen ist, damit der eine oder andere Bug endlich beseitigt wird. So war es auch mit dem nicht selten bei wichtigen Kundengesprächen plötzlichen selbständigen Auflegen, dass ich im Übrigen auch auf meinem N8-00 des öfteren bemerkt hatte, allerdings nicht bei Kundengesprächen, da ich das Handy privat nutzte.

Als dann endlich das heiß ersehnte Update auf “Belle” heraus kam, von dem viele Nutzer der Betaversion bereits geschwärmt hatten, stellte sich schnell heraus, dass das Update zwar einige Nettigkeiten zur Verfügung stellte, das E6-00 aufgrund seines Bildschirms mit hoher Auflösung allerdings fast nicht berücksichtigt wurde (diesbezüglich habe ich in meinem Blog bereits an früherer Stelle geschrieben).

Nun stellte sich die Frage, welche der Bugs, die im Laufe der Benutzung zu Tage traten einen Nutzer am meisten ärgern und über welche man hinwegsehen kann. Problematisch wurde es dann, als sich die Benutzung durch weitere Updates so sehr verschlechterte, dass selbst ein Abrufen der Emails über Exchange nicht mehr ohne Fehler funktionierte. Ein mehrfaches Reseten des Geräts, vollständiges Löschen des Massenspeichers und erneutes Aufspielen des OS brachte hier keine Lösung. Es handelte sich definitiv nicht um einen Hardware- sondern um einen Softwarefehler.

Ein Apfel als Notanker?

Letztlich, es war inzwischen Februar diesen Jahres, landete das Gerät wieder auf meinem Schreibtisch und mein Mann, ein absoluter Apple Gegner, teilte mir in einem Akt der Verzweiflung mit, dass er sich entschlossen hatte das “wohl beste und tollste Handy“, das es auf dem Markt gibt, zu kaufen: ein iPhone. Ich wußte sofort, dass er das Gerät nicht lange würde nutzen wollen, da ich ebenso wußte, dass es einfach zu viele Dinge gibt, die ihn massiv an iOS, insbesondere am Apple Konzern, stören würden, schließlich hatte ich mich schon lange vorher erkundigt, welche Neuerungen beim 4s zu verzeichnen waren, doch ich war zu diesem Zeitpunkt gerade selbst meines N8-00 überdrüssig, da auch ich von diversen Bugs nicht verschohnt geblieben war und suchte einen Grund, mich des Gerätes zu entledigen.

Also ging ich auf seinen Wunsch ein und fuhr mit ihm zum nächsten Vodafone Shop um ein nagelneues Gerät in Händen halten zu können und wartete lediglich ab.

Es dauerte sage und schreibe zwei Tage, da lag auch das iPhone auf meinem Schreibtisch, denn Apple hatte es zu diesem Zeitpunkt noch nicht geschafft, das Umschalten von 3G auf EDGE vernünftig zu lösen, so dass mein Mann nun zwar ein wunderschön gestyltes Gerät in Händen hielt, aber nicht telefonieren konnte, da er über seinen Provider regelmässig nicht erreichbar war. Nun muss ich sagen, dass wir hier auf dem Lande leben und die Verbindung zwar recht gut ist, aber eben aufgrund der geografischen Gegebenheiten recht häufig schwankt, was mit der damaligen Firmware des Gerätes einfach nicht zu lösen war.

Back to the Roots

Ich erfreute mich also eines neuen Handys  und sein altes Nokia E52 wurde nun erneut aus der Schublade gezogen, denn inzwischen gab es erneute Updates, die ihn hoffen liessen, dass die Fehler in der Software damit beseitigt sein würden – nunja, ein Irrtum wie sich früher oder später herausstellte.

Inzwischen habe ich mich schon lange von meinem Symbian Gerät verabschiedet und benutze nun zufrieden das iPhone 4s, muss aber gestehen, dass ich mitunter die hervorragende Kamera vermisse, da ich sehr gerne fotografiere. Mein Mann kaufte sich ein Sony Tablet S, dass er zum Surfen benutze – das Nokia E52 sollte zum Telefonieren verwendet werden.

Einzig problematisch war lediglich das Abrufen der Emails, was ich als iPhone und iPad Benutzerin nur mit Schulterzucken beobachten konnte, denn inzwischen gab es für iOS die entsprechenden Updates, so dass das Umschalten zwischen 3G und EDGE nun reibungslos funktionierte, dafür gab und gibt es andere “Nettigkeiten”, die manchen stören können.

Nun ertönte, wenn wir beide gerade im selben Raum arbeiteten, bei jeder an mich gerichteten Emailankunft ein dreifach klangvolles “Ping” aus meinem iPhone, meinem iPad und meinem Mac – quasi Dolby Surround, während mein Mann dies mitunter durch leises Grunzen kommentierte, weil entweder sein Android Tablet, trotz OS 4, sich nicht erneut mit dem Wlan verbunden hatte oder der Exchange Server sich dem Nokia E52 verweigerte.

Schlimm wurde es dann nach dem letzten Update vor wenigen Wochen, da er während der Arbeit mehrere wichtige Emails nicht signalisiert bekam und diese stattdessen durch eine große, auf dem Display abzulesende Fehlermeldung quittiert wurde, an Stelle die Emails abzurufen.

Langsam macht sich Verzweiflung breit

Gut, es wurde also nochmals das Nokia E6-00 aus der Schublade gekramt, alle inzwischen erhältlichen Updates installiert und das Gerät konfiguriert, als es mehrere Male während eines Gespräches erneut zu Gesprächsabbrüchen kam. Zuletzt öffnete sich ein Popup Fenster, das den auf dem E52 bereits beobachteten Fehler des Google Exchange Kontos meldete. Als er mir kommentarlos das Handy hinhielt und mir die Fehlermeldung zeigte, wußte ich, dass es mal wieder an der Zeit war, Im Internet nach günstigen Angeboten zu surfen.

Ich hatte meinem Mann schon öfters von den Vor- und Nachteilen von Windows Phone berichtet, war bisher aber nur auf taube Ohren gestossen. Doch nun wusste ich, würde der richtige Zeitpunkt sein, sich mit der Materie auseinanderzusetzen. Allerdings wusste ich auch, dass vermutlich Anfang September die ersten Windows Phone 8 Geräte vorgestellt würden und dachte mir, dass man diese Zeit vielleicht mit irgend einem Altgerät, das hier herumliegt, würde überbrücken müssen.

Windows Phone

Allerdings wollte das mein Mann nicht. Geistig hatte er sich wohl schon eine ganze Weile von dem System verabschiedet, weshalb ein gutes Angebot für ein weisses Lumia 710 auch begeistert zur Kenntnis genommen wurde. Der Vorteil dieser inzwischen nicht mehr ganz neuen Geräte ist, dass sie derzeit stark im Preis fallen ob der zu erwartenden Neugeräte.

Wir fuhren also zum nahe gelegenen Technikmarkt und kauften eines. Die Installation der Updates und Einrichtung des Gerätes lief wirklich schnell.

Interessanterweise ist es seither still im Raum geworden, nur hin und wieder unterbrochen von einem klangvollen, dreidimensionalen Glockensound, der eintreffende Emails signalisiert.

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Nokia E6-00 – das vergessene Symbian Phone – was es heißt, ein Symbian Gerät zu benutzen

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Nach all den Aufregungen des letzen Jahres über den Plan des Nokia Konzerns, sich zukünftig besser auf Windows Phones zu konzentrieren, wurde es, wenn man nicht zufällig zu der begeisterten Symbian Klientel gehörte, um die ehemaligen Flaggschiffe, die sich zuvor aus den Serien der Mediengeräten, auch N-Series genannt und den Businessgeräten, E-Series genannt, zusammensetzten, um die Nachfolger relativ ruhig – vor allem wenn man sich die Resonanz in der Presse genauer betrachtet.

Man hatte beinahe das Gefühl einer eingeschworenen Gemeinde von Ablehnung, da Android und iOS einfach nur “hipp” waren und sind und “Symbian” ja “so uncool”. Eigentlich war es schon egal, dass Nokia mit dem N8-00 bereits 2010 als erster Hersteller einen USB-OTG Anschluss standardmäßig verbaute, also einen Anschluss, mit dem man ganz normale PC-Mäuse und Tastaturen anschließen konnte, dass ein HDMI-Anschluss und zugehörige Stecker im Paket dabei waren – weil es nicht Android oder iOS war – so kann man mutmaßen, mal abgesehen von der allgemein überaus hochwertigen Verarbeitung der Geräte.

In Europa konnte man bis vor kurzem dann noch auf einen überaus breit gefächerten Service eingeschlossen einer standardmäßig vorgesehenen dreijährigen Garantie (keine Gewährleistung, sondern echte Garantie) für die Geräte, so dass dies in der Vergangenheit nicht selten ein weiterer Grund für den Kauf eines Nokiagerätes war.

Doch dieser Service ist in den letzen zwei Jahren spürbar geschrumpft, viele ServicePoints wurden geschlossen und es wird mindestens genauso schwierig einen technischen Ansprechpartner für eine Nokia Gerät zu erreichen, wie für alle anderen Smartphones auch.

…die Letzten verlassen das sinkende Schiff

Gleichzeitig bekamen eingefleischte Symbian Nutzer recht schnell ein Gefühl dafür, was es heisst, Fan einer Gerätegeneration zu sein, die es bald nicht mehr geben wird. Denn die zuvor stark vertretene Entwicklergemeinde für Symbian schien sich recht schnell zu dezimieren und sich andere Bereiche für neue Projekte zu suchen – wen wundert dies? Daher bekam man auch, vor allem wenn man bisher den stetig wachsenden Markt an Applikationen für Mobilfunkgeräte insgesamt beobachtete, den Eindruck, dass sich die im Markt erhältlichen Applikationen und ihre Entwickler mehr und mehr zurückzogen und auf die zwei großen Protagonisten iOS und Android konzentrierten: wer sitzt schon gern auf einem sinkendes Schiff?
Dies ist vor allem deshalb schade, weil ich im Umgang mit Symbian, sei es nun mit dem N8-00 oder dem E6-00 endlich das Gefühl hatte, dass eine Software – zumindest was ihre Entwicklung betrifft – auf dem richtigen Weg ist. Das Gefühl hatte ich seinerzeit nicht, als ich mein erstes S60v5 Phone, also ein Symbian^1 Gerät, das Nokia 5800 MX, in Händen hielt und mich fragte, wozu ich beim Scrollen mit dem Finger denn eine Scrollleiste auf der rechten Seite benötige, wenn ich doch den ganzen Bildschirm dazu verwenden kann, wie beim iPhone.

Jetzt fehlt es an innovativen Entwicklern, die die Massen der User dazu bewegen, sich für ein Nokia Handy zu entscheiden, da sie die eine oder andere Applikation unbedingt benutzen möchten.

Und genau hier liegt das Problem, da sich Nokia selbst, durch seine vorschnelle Aktion im Frühjahr 2011 in Abseits manöveriert hat. Denn durch die Ankündigung von Steven Elopp, während des Mobile World Congress, “sich zukünftig nur noch auf eine nicht selbst entwickelte Plattform wie Windows Phone konzentrieren zu wollen und die bis dahin als Zugpferde verwendeten, hoch gelobten Betriebssysteme wie MeeGo und Symbian entweder gar nicht mehr oder nur noch zeitlich begrenzt zu unterstützen”, ist denkbar ungünstig als Kaufsargument anzubringen. Wer wird sich als App Entwickler auf solch ein sinkendes Schiff begeben? Wohl niemand.

Zudem wurden in den letzten Tagen die schlechten Verkaufszahlen des Konzerns veröffentlicht, die als geradezu desaströs zu bezeichnen sind – eine logische Konsequenz, wie ich finde.

So konnte man im Verlauf des letzten Jahres dann auch vernehmen, dass zahlreiche Abteilungen, mehrere 1000 Mitarbeiter, von Nokia entlassen wurden. Dass eine Veränderung vorgenommen werden musste, war späteste ersichtlich, als erste Zahlen zu Entwicklungskosten publik gemacht wurden. Als deutlich wurde, dass Nokia im vergleich zum Apple Konzern, der schon seit einigen Jahren die Mobilfunkszene erfolgreich aufmischt, mit erheblich geringeren Mitteln, einen erheblich größeren Erfolg verbuchen konnte.

Mit Symbian Belle wurde alles besser

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Trotzdem brachte Nokia nach dieser ganzen Aufregung noch einige Symbian Geräte und auch Updates auf den Markt. Das im Frühjahr angekündigte erste Gerät mit Windows Phone als Betriebssystem in Form des Lumia 800 kam pünktlich im Herbst. In dieser Zeit wurde der lang ersehnte Symbian Nachfolger des erfolgreichen E72, das E6-00, in Deutschland auf den Markt gebracht.
Interessant an dem Gerät ist vor allem die konsequente Umsetzung des Symbian Anna Betriebssystem auf dem, wenn auch kleinen, so doch hoch auflösenden Retina Bildschirm, des E6-00 in Kombination mit einer vollen QWERTZ-Tastatur im Candybar Format à là Blackberry. Die bekannten Feature wie z.B. die Einbindung eines USB-On-The-Go, ist hier nur ein Beispiel für Inovation.
Die Begeisterung für das Gerät und seine Funktionalität lief soweit gut, bis es schließlich das lang ersehnte Update auf Symbian Belle gab: das System, von dem sich viele Nutzer mehr Usability versprachen.
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Letztlich entsprachen die Änderungen aber vermutlich eher dem Wunsch, sich der überaus erfolgreichen Android Benutzeroberfläche anzugleichen, was anhand zahlreicher Features ersichtlich ist, die im Zuge des Updates Einzug in das Symbian System hielten.
Mit dem Update, das meistenteils auf den klassischen Touchgeräten Anwendung findet, mag die Neuerung ein Segen sein, auf dem ohnehin schon kaum promoteten E6-00 Gerät wurde hingegen deutlich, dass die Benutzeroberfläche des Systems alles andere als flexibel ist. Anders, als vielleicht vermutet, ist sie für ein System mit fester Auflösung gedacht und lässt keinerlei Spielraum zu.
Was auf dem Nokia N8-00 oder E7-00 interessant aussieht, ist auf einem Gerät mit extrem hoher Auflösung alles andere als symetrisch: da werden Widgets nicht auf das Display angepasst oder Schriften sind unproportional klein.
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So gut der allgemeine Eindruck im Verkaufszustand mit Symbian Anna war, so schlecht ist dieser mit Symbian Belle. Insgesamt hinterläßt Symbian Belle einen schalen Beigeschmack auf dem Gerät und man ist hin und her gerissen, ob nicht doch lieber ein Schritt wieder zurück zu Symbian Anna getan werden sollte.

Woran es hapert

Trotz des nur mit 680 MHz bestückten ARM11 Prozessors, fühlt sich die Benutzung des Gerätes überaus flüssig an, was dem OS geschuldet ist, dass für Prozessoren mit geringer Leistung ausgelegt ist.

Wie wenig aber Nokia an die Integrierung des Systems in ein Candybar Format gedacht hat, wird schnell klar, wenn man sich den Browser genauer betrachtet, dessen Menü- und Statusleiste sich überhaupt nicht oder nur zum Teil ausblenden lassen, wie dies zuvor unter Anna der Fall war. Zudem werden die Leisten nicht skaliert, sondern verbleiben in dem selben Format wie bei den großen Brüdern.

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Die Konsequenz ist, dass faktisch nur noch 1/3 oder die Hälfte des hoch auflösenden Retinadisplays zur Verfügung steht um zu Surfen, der Rest wird von lästigen, im Vordergrund befindlichen Leisten verdeckt – was soll das? Ähnlich verhält es sich mit der Standardapplikation “SozialesNetz”. Die Umsetzung, die an sich schon von Anfang an etwas ruckelig auf den Geräten lief, ist auf dem E6-00 derart zusammengestaucht, dass man nur noch einen einzigen Tweet auf dem gesamten Display sieht. der Rest wird durch schwulstig übereinander staffierte Button versperrt – das ist alles andere als elegant.

 

Servicewüste

Vor allem der früher als hervorragend empfundene Service von Nokia scheint gefühlt um ein Vielfaches schlechter geworden zu sein, als man es gewöhnt ist: Software, die vor Jahren im Ovi-Store gekauft wurde, wird nicht immer als gekauft erkannt, was bei einigen Usern zu Frust führen dürfte, so wie es nicht allein bei mir nach dem Kauf der Applikation “Gravity” der Fall war. Eine Anfrage bei Nokia selbst, unter Vorlage des Kaufbelegs, verlief erfolglos, mit dem Verweis, “dass der Kauf zwei Jahre zurück liege”. Worin hier die Logik liegt, mag sich mir nicht erschließen, denn andere, ebenfalls vor zwei Jahren gekaufte Applikationen, werden sehr wohl als gekauft erkannt.
Bei derlei Geschäftsgebaren ist die Freude am Gerät leider sehr beschränkt, allein aus der Tatsache heraus, um das Wissen, dass hinter den Applikationen keine dauerhaft vorhandene Dienstleistung mehr steht. Hierbei wird der sonnst auch bei anderen Smartphones übliche Enthusiasmus über die Errungenschaft von Marketplaces der jeweiligen OS Plattformen ad absurdum geführt, denn einem wird schnell klar, dass beim Wegfall dieser Dienste, keinerlei Support für die Software vorhanden ist. Damit dürfte das Gerät dann recht schnell unbrauchbar werden. Mit dem Problem sind aber eigentlich alle Smartphone Benutzer konfrontiert, nur eben nicht so offenkundig.

Licht im Dunkel

Trotz dieses Makels ist das Nokia E6-00 ein interessantes Gerät für all diejenigen, die ein handliches Smartphone mit hervorragender Hardware ihr Eigen nennen möchten und weniger Wert auf eine unendlich hohe Anzahl an Applikationen legen. Die Verarbeitung ist nokiatypisch hervorragend und sucht Seinesgleichen. Die Kombination von hochauflösendem Display, eingefasst in Corning ® GorillaGlas und einer vollwertigen QWERTZ-Tastatur ist eine eher ungewöhnliche Kombination, die nur einen Vergleich mit dem Blakberry Bold 9900 stand hält. Das E6-00 hat eine Breite von 59 mm, ist also 7mm schmaler als das Blackberry Bold und liegt dabei in meiner eher als mittelgroß zu bezeichnenden Frauenhand hervorragend in der Hand: Man kann das gesamte Gerät quasi mit einem Daumen bedienen, was durchaus seinen Reiz hat.
Im Vergleich zum Blackberry Bold 9900 mit seinem 1230 mAh Akku trumpft das Nokia E6-00 zudem durch seinen größeren 1500 mAh Akku (BP-4L) auf, der bereits im Nokia E71, E72 und E52 zum Einsatz kam.
Aufgrund des Touchscreens ist der Verbrauch aber, trotz Symbian OS, um einiges höher als zuvor, weshalb zahlreiche Altuser, die auf das E6-00 umgesattelt haben, von der Laufzeit der Batterie enttäuscht sind. Für ein Smartphone ist diese aber durchaus sehr gut, auf jeden Fall erheblich besser als beim Blackberry Bold.
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Fazit

Insgesamt ist die Kombination aus “Touch and Type” sehr gelungen und dürfte all jene begeistern, die nicht unbedingt Wert auf ein großes Display legen, sondern deren Fokus in erster Linie auf die Integration der Tastatur, der Akkukapazität und der guten Hardware liegt. Also all jene, die nur mal “so nebenbei” im Internet surfen wollen, sich an einem Tablet oder Notebook für diesen Zweck aber sehr viel wohler fühlen.
Umso bedauerlicher ist es daher, dass dieses Stiefkind von Nokia nicht weiter unterstützt werden wird, denn es ist absehbar, dass wohl spätestens in einem Jahr hochwertige Symbian Geräte der Vergangenheit angehören dürften.
Die jetzt auf den Markt erscheinenden Protagonisten wie das Nokia 808 PureView, welches wiedereinmal mit überaus interessanten Innovationen, wie beispielsweise einer 41 MP Kamera glänzt, ist damit ein um so bedauerlicher Kandidat, der vom allgemeinen Verfall der Plattform betroffen sein dürfte.
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Computerbetriebssysteme und ihre Philosophie – Senioren am Computer

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Silversurfer

Mir ist schon das eine oder andere Mal beim Umgang mit Menschen, die noch nie zuvor mit einem Computer gearbeitet haben oder dies zumindest sehr selten tun, aufgefallen, um wieviel anders sie die für Computerenthusiasten inzwischen gängige Benutzeroberfläche der jeweiligen Betriebssysteme wahrnehmen. Viele Dinge, die wir sofort erkennen, stellen für sie geradezu unüberwindbare Hürden dar. Gemeint ist hier vor allem die Altersgruppe unserer Eltern und Großeltern, die nicht unbedingt mit einem Computer im Kinderzimmer aufgewachsen sind und auch im Laufe ihres Lebens keinerlei Umgang mit diesen pflegten.

…und hinter allem steckt eine Philosophie

Das A und O eines jeden Computers, ist nicht allein die Hardware, aus der das System besteht, sondern vielmehr das Zusammenspiel von Hard- und Software. Die die Art der Software, als Schnittstelle zwischen Benutzer und digital anzusprechenden Schaltkreisen ist daher auch enorm wichtig. Als erstes ist hier natürlich das Betriebssystem zu nennen, welches in erster Linie bestimmt, welcher Benutzerphilodophie ich angehöre: ob nun einem frei verfügbaren System wie Linux oder einem kommerziellem wie MS WIndows oder Apples OSX, um nur einige zu nennen. Die Benutzerphilosophie bestimmt letztlich, welchen Userkreis ich an meinem System erwarte und auch dementsprechende Rechte zur Veränderung einräume. Linux, das beispielsweise von jeher damit wirbt, besonders offen zu sein, ist für absolute Layen vermutlich nicht gerade als geeignetes Einsteigersystem zu bezeichnen, das sich durch einfache Benutzerführung selbsterklärt – auch wenn dies gern immer mal wieder von Linux Enthusiasten behauptet wird.

Mit den Systemen von Apple und Microsoft sieht dies hingegen schon viel einfacher aus, da sie sich auf die Fahnen geschrieben haben, einem möglichst großen Benutzerkreis offen zu stehen. Vor allem der Apple Konzern wirbt oft und gern damit intuitiv bedienbar und transparent zu sein. Ob dieser Anspruch auch erfüllt wird, steht auf einem anderen Blatt Papier und muss sicherlich individuell entschieden werden. Wie sieht es aber tatsächlich mit dem Personenkreis der über 60 Jährigen aus – also all jenen, die nicht unbedingt mit Computern in ihren Wohn- oder Schlafzimmern aufgewachsen sind, sich wohlmöglich das erste Mal an solch ein Ungetüm setzen?

Wie kann man diesem Personenkreis so etwas wie Microsoft Windows oder Apples OSX erklären, wie verdeutlichen, wo die Stärken und wo die Schwächen des Betriebssystems liegen? Es wird umso schwieriger, je später der Entschluss zum Zugang zu dieser für sie neuen Form der Medien gefast wird, da auch mit dem zunehmenden Alter das Lernen schwieriger wird – wir wissen alle, dass es weiß Gott nicht bei allen so ist, aber zumindest bei sehr vielen.

Silver Surver

Umso erfreulicher ist es daher, wenn diese vermeintliche Hürde einmal überwunden wird, die Neugierde der anfänglichen Angst vor neuem obsiegt und Vater, Mutter, Oma oder Opa sich plötzlich ein iPad, einen PC oder Mac kaufen und einen Sprung in das Abenteuer “Computer” bzw.  “Internet” wagen.

Wie groß diese Hürde sein kann, habe ich oft selbst in meinem Familienkreis beobachtet – stellen hier sogar schon einfache Peripheriegeräte wie eine Maus oder das Keyboard eine ernste Hürde da, weil für sie diese fremde Form der indirekten Bedienung, nicht sofort verständlich ist. Oft sieht man, dass sie komplett absorbiert von der Fülle der neuen Eindrücke, die Übersicht verlieren und viele Dinge nicht  sofort verstehen, wodurch nicht selten Frust aufkeimt, wenn der Enkel plötzlich mehr weiß, als man selbst. Wo bleibt hier die Vorbildfunktion, wo die Autorität? Ich verstehe auch nicht immer alles sofort, aber sitzt Oma einmal vor dem PC, möchte sie nicht selten, dass sich die digitale Welt genauso einfach erschließt, wie beispielsweise das Anschalten des Fernsehers oder der Waschmaschine, da dies von dem entspannt auf dem Sofa mit dem iPad surfenden jungen Mann in der Werbung so suggeriert wird. Dass die heutige Form der PC´s oftmals schon sehr nah an diese Vorstellungen heranreichen, können diejenigen naturgemäß noch nicht begreifen, die das erste Mal davor sitzen. Sie dürfen nur am Anfang nicht zuviel von sich erwarten.

Spannend wird es aber dann, wenn Oma oder Opa sich tatsächlich auf das Abenteuer einlassen, dies also nicht als kurzes Intermezzo betrachten.

Erst dann kann etwas wirklich spannendes passieren, was die “Silversurfer” dann, die im allgemeinen einen ganz anderen Zugang zur Materie haben, zu sehr guten Testpersonen mutieren lässt. Nicht selten sind es gerade diejenigen, die einen wachen Blick für das Wesentlich behalten, die Problematiken von einer ganz anderen Perspektive aus betrachten. Vor allem, wenn es im weiteren Verlauf darum geht, herauszufinden, ob ein Computerprogramm benutzerfreundlich oder es übersichtlich ist und ob es andere, bisher nicht erkannte Hürden gibt, die es zu korrigieren gilt.

Der Blick für das wesentliche

Es geht nicht darum zu demonstrieren, dass schon ein Baby ein iPad bedienen kann, sondern vielmehr darum, durch den Blick eines Aussenstehenden auf das uns umgebende alltägliche Chaos, das Gefühl für wesentlich Fragen zu erhalten – wir vergessen das mitunter.

Es ist nicht selten von Vorteil, sich in aller Ruhe einmal hinter sie zu setzen und ihnen bei ihren ersten Schritten in die digitale Welt über die Schulter zu schauen. Spannend wird es vor allen in Situationen, in denen Fragen oder Probleme auftauchen, mit denen sie, aufgrund mangelnden Wissens hadern.

Das hat auch der Blogger Chris Pirillo erkannt und sich mit seinem Vater zusammengesetzt, um ihn mit verschiedenen, derzeit sehr aktuellen Fragen zu konfrontieren.

Er hat ihn das erste Mal in seinem Leben vor einen Apple und einen Windows PC mit Windows 8 gesetzt. Sein Vater, der – ganz im Gegenteil zu manch vergleichbaren Silversurfer, immerhin schon mit dem Betriebssystemen Windows XP und Windows 7 vertraut ist und auch einige Erfahrungen mit einem iPad so wie einem iPhone aufweisen kann, sollte dabei ganz offen über Eindrücke, im Umgang mit dem System berichten, was er auf umwerfende Art und Weise getan hat. Interessant ist nicht nur was er sagt, sondern auch die Beobachtung seiner sich verändernden Mimik während der Nutzung, stößt er beispielsweise auf Schwierigkeiten.

Noch bevor er überhaupt über seine eignen Eindrücke referiert, kann man so bereits gut ablesen, wo eventuelle Schwierigkeiten im System liegen, Unklarheiten oder echte Hürden vorkommen. Zudem ist er nicht verleitet, durch zuviel Vorkenntnisse, die eine oder andere Schwierigkeit zu übergehen – er tappt vielmehr voll hinein – da er um die Schwierigkeiten nicht weiss.

Wie die Leute Windows 8 benutzen werden

 

Fazit: Pro und Contra zur Benutzung von WIndows 8

 

Sichtweise eines Anfängers: Erste Benutzung von Mac OSX

 

Vergleich: Mac OSX und MS Windows 8

 


Quelle: Silver SurferLockerGnome.com

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Mobile Word Congress 2012 Highlight – Nokia 808 PureView

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Es war einmal ein Symbian…

Ich hätte nicht gedacht, dass man von Nokia, insbesondere einem Symbian Gerät, nochmal ein solch großes Medienecho erhält, wie es in diesem Jahr auf dem Mobile World Congress erfolgte.
Die Rede ist dabei von dem Nachfolger des bereits im Herbst 2010 erschienen Kamerahandy N8-00, das Nokia 808 Pure View. Interessant dabei ist nicht etwa eine Besonderheit des Betriebssystems oder der Kameradesigns, sondern eine Eigenschaft, für die Nokia schon seit Jahren berühmt ist, seit sie die Firma Carl Zeiss beauftragt haben für die Ausstattung ihrer HighEnd Geräte, hervorragende Kamerasysteme zu schaffen. Dieses Vorhaben, begonnen 2005 mit Einführung ihrer N-Series Geräte, dem N90, dem ersten HighEndgerät mit dieser besonderen Optik, ist ihnen auch jetzt wieder gelungen und diesbezüglich besondere Akzente zu setzten.
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Schön ist diese Tatsache vor allem vor dem traurigen Hintergrund, dass Nokia 2011 beschlossen hat, in Zukunft auf Symbian zu verzichten und seine HighEnd Geräte demnächst nur noch mit  WindowsPhone OS zu bestücken.
Wie wenig weitsichtig die damalige Offerte von S. Elop im Januar 2011 war, zeigte sich in den daraus resultierenden schlechteren Verkaufszahlen und stetigen Preisverfall der Geräte in Europa – da in ihnen keiner mehr eine Zukunft sah – unabhängig davon, welche Qualität die Geräte tatsächlich hatten. Trotz allem, waren die Verkaufszahlen weltweit immer noch besser, als die der WindowsPhone Geräte. Aber so ist nun einmal der Markt.
Schließlich waren es die Symbian Begeisterten, die die Geräte weiterhin benutzten, was das damalige Kamerahandy von Nokia betrifft, das Nokia N8-00, welches zumeist von Kamerabegeisterten genutzt wurde, die sich auf Seiten wie Facebook und Flickr weiterhin austauschten und dies auch immer noch tun.
Umso seltsamer scheint es, dass ausgerechnet ein Jahr nach dem Beschluss, das neue HighEnd Produkt der Firma kein Windows Phone Gerät ist, sondern weiterhin unter Symbian Belle, hier mit  Feature Pack 1, läuft – es vermutlich sein muss – aus Mangel an Effektivität des so hoch gelobten Betriebssystems Windows Phone 7.5. Das – sind wir mal ehrlich – für einen gewissen Benutzerkreis durchaus interessant ist, aber zahlreiche von Nokia bekannte Features wie echtes Multitasking, freie Erweiterbarkeit des Speichers, HDMI, USB-On-the-Go und vieles mehr, einfach noch nicht unterstützt – dies vielleicht niemals wird unterstützen können.

Das 808 Pure View wird vermutlich das letzte seiner Art sein und das ist traurig, denn – so hakelig das System auch ist, es ist zuverlässig und bietet und bot sensationelle Neuerungen, die über die Jahre gesehen Maßstäbe setzte, angefangen mit dem 2005 veröffentlichten ersten Kamerahandy mit Carl Zeiss Objektiv.
Der Nachfolger des 808 wird dann vermutlich, sofern Microsoft es schafft ein echtes Betriebssystem zu erschaffen, ein Windows Phone Gerät werden.
Vielleicht erschafft Nokia aber auch tatsächlich eine gänzlich neue Form mobiler Kamera Geräte, mit direktem Internetzugriff, wie ihn sich so manch Blogger oder Journalist wünschen würde, das dann unter Symbian läuft – ein System, das Nokia nach eigenen Aussagen beherrscht. Allerdings müssten dann die Schnittstellen zu den verschiedenen Social Network Diensten erweitert werden – was wohl die geringste Schwierigkeit sein dürfte. Hier dürfte Nokia mal wieder, und das wohl für lange Zeit, unerreicht, einsam an der Spitze stehen.

Doch dass sind vermutlich Träume einer Bloggerin, die viel und gern fotografiert, die viele Jahre Nokia Geräte benutzt hat und zur Zeit, nach dem dem Nokia N8-00, ein iPhone4s benutzt.

Nokia 808 PureView – Spezifikationen
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Der Sensor

Super-High-Resolution Sensor, der theoretisch Aufnahmen mit einer Pixeldichte von 7728 x 5368, somit 41 MP ermöglicht. Aufgrund unserers Bild Aspektratios von 16:9 oder 4:3 kommen so Aufnahmen von maximal 38 MP zustande, d.h. je nach benutzen Aspektratio von 16:9 oder 4:3, können damit Bilder oder Videos mit einer Pixeldichte von 7728 x 4354 (16:9) oder 7152 x 5368 (4:3) erreicht werden. Je nach Wahl der zu produzierenden MP Anzahl, die wahlweise zwischen 8, 5 und 3 variiert, sind verschiedene digitale Zoomstufen ohne großen optischen Verlust möglich.

Beim Nokia N8 gab es noch zwei echte Zoomstufen, die allerdings beschränkt waren, um einen zu hohen Verlust der Bildqualität zu vermeiden. Aufgrund der hohen Kapazität des Sensors beim 808, ist es nun möglich, den anzuzoomenden Bildausschnitt anzuwählen und zu selektieren.

 

Pixel Oversampling

Die von Nokia als Pixel-Oversampling genannte Funktion, beruht in erster Linie auf eine Kombination mehrerer Pixel, die der Sensor aufnimmt, und bei der Erfassung des Bildes zu einem “Superpixel” zusammenfasst, wodurch gerade bei schlechten Lichtverhältnissen ein zu hohes Rauschen minimiert wird. Dieser Vorgang des Oversampling ist je nach gewählter MP Auflösung mal stärker, mal schwächer. Bei einem gewählten Output von 3MP und einer vierfachen Zoomstufe, wird dann ein Oversampling von 14:1 verwendet, bei 5MP und einer dreifachen zoomstufe ist dies 8:1, bei 8 MP letztlich 5:1. D.h.  Bei Videoaufnahmen in einer Auflösung von 1080p ist beispielsweise ein vierfacher Zoom ohne größere Verluste möglich, bei 720p sind dies ein sechsfacher Zoom und bei nHD, also einer Auflösung von 640 x 360 Pixel, 12 Zoomstufen, die mit 30fps im H.264 Format aufgenommen werden können.

Aufgrund dieser immens hohen Auflösung des Sensors können damit softwareseitig selbst bei starkem Zoom keinerlei Verluste verzeichnet werden, die zumindest mit dem bloßen Auge nicht mehr wahrgenommen werden können.

Audio

Die Aufnahmen des Nokia 808 PureView werden, genau wie dies schon beim Nokia N8-00 der Fall war, alle in Stereo Dolby Surround aufgenommen, die Aufnahmen in CD Qualität ermöglichen. Wie gut diese Audioqualität sein kann, habe ich selbst durch zahlreiche Tests des Nokia N8-00 erfahren dürfen, das seinesgleichen sucht.



Daten:

  • Maße – 123,9×60,2×13,9mm
  • Nokia_808_PureView_white_specifications_338x465.jpg
  • Gewicht – 169g
  • Display – 4″ 2,5D curved AMOLED (Corning Gorilla Glass)
  • Auflösung – 640×360 Pixel
  • Speicher – 16 GB intern
  • Micro SD – bis zu 48 GB
  • Micro-USB On-the-Go
  • Micro-HDMI
  • Bluetooth 3.0
  • WLAN b/g/n
  • A-GPS
  • NFC Sensor
  • FM-Transmitter
  • Hardwarekeys – Home, Gesprächsannahme, Auflegen, Power, Sperre, Volume+/-, Kamera
  • Gesprächszeit – GSM bis 11 Stdn., WCDMA bis zu 6,5 Stdn.
  • Standbyzeit – GSM bis zu 465 Stdn., WVDMA bis zu 540 Stdn.
  • herausnehmbare Battery – Typus BL-4D (1400 mAh)
  • Kameradaten – 41 MP Sensor, 1 Xenon Blitz, 1 LED für Videoaufnahmen, Carl Zeiss Optik: Länge des Fokus 8,02 mm
  • Farben – Weiß, Schwarz, Rot



Verfügbarkeit – Voraussichtlich Mai 2012
Preis – etwa 450,-€


Quelle: Nokia

Links

Interessante erste Vorabtests gibt es auf den Seite von Steve Litchfield wie etwa All about Symbian
und auf im Blog von Steve Chippy Paine´s Spezialseite, die sich u.a. mit Kamerahandys auseinandersetzt Chippy´s Hiblue Lab

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Bloggen mit dem Mac – eine Odyssee der Editoren

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Foto am 14 02 12 um 19 59
Seitdem ich mein Equipment von Windows auf OSX gewechselt habe, suche ich nach einer guten Blogger Software, mit der ich sowohl off- als auch online meine Blogtexte verfassen kann, Verwöhnt von der für das iPad gut entwickelten App. „Blogsy“, stellte sich natürlich der Wunsch ein, dies so komfortabel als möglich zu tun und vor allem mit der Möglichkeit bequem auf die bekannten Medien, wie z.B. Picasa u.a., zur Einbindung in den Blog zugreifen zu können. Da eine Nutzung eines Flickr Accounts erst dann wirklich sinnvoll wird, erweitert man den Account und bezahlt diesen, bin ich schon lange davon abgekommen, hier Bilder zu veröffentlichen. Picasa ist durch seine Erweiterung mit Google+ allerdings überaus interessant geworden, zumal man mit einem Standard Account schon sehr weit kommt.
Neben der derzeit auf den Markt als „Non plus Ultra“angesehenen Applikation „MarsEdit“ empfand ich auch die für andere Belange durchaus interessante Software „MacJournal“ als überaus interessant und lud mir die beiden Demos sofort herunter. Als Vergleich gesellte sich auch die etwas ältere Software, aber bei vielen Bloggern durchaus geschätzte “Ecto” hinzu. Ein überaus kurzer Versuch mit “MyWPedit” konnte mich überhaupt nicht überzeugen, so dass ich die Software schon nach 10 Minuten Testen wieder von meinem MacBook Air verbannte. Warum? Nun, beim Einbinden von Grafiken wurde jedes Mal nach einem Update eine neue Grafik erstellt, das Einbinden an sich war leider sehr hakelig, das Schreiben von Text und das Layoutieren überaus kompliziert und nur über ein Dropdown Menü zu bewerkstelligen. Aber es ist eine junge Software, die stetig weiter entwickelt wird, weshalb ich mir sicherlich in naher Zukunft die Software nochmals anschauen werde.



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Das soll nicht heissen, dass etwa die andere Software erheblich besser ist, eigentlich – das muss ich insgesamt feststellen – erfüllt bisher keine der Applikationen meinen Anforderungen für einen Offline-Editor zu 100%. Es ist schon bezeichnend, dass ich, während ich noch am Testen bin und Stück für Stück den Text schreibe, letztlich dann doch an meinem Safari Browser sitze, den Online Editor von “Blogger” und zum Teil “WordPress” geöffnet habe und genau das machen kann, was ich die ganze Zeit will: den Text flüssig schreiben, sofort einfach layoutieren, ohne mich in endlosen Menükaskaden zu verheddern und der Möglichkeit Bilder in einem flüssigen Arbeitsgang einbinden zu können, unabhängig davon wo diese gehostet sind.

Bilder online stellen

Die erste Konfiguration für das Editieren von Blogseiten, dies betrifft in meinem Fall sowohl „Blogger“, dessen Blog mir als Testwiese dient, als auch „WordPress“, gestaltete sich relativ einfach und ein Erstellen von Text so wie dessen Layout wurde geradezu ein Vergnügen, vor allem durch die hervorragenden Vollbildfunktion von MarsEdit und MacJournal, die beide für Lion optimiert sind.
Einziges Manko scheint das Einbinden von online befindlichen Bildern zu sein, deren Funktionalität ich bei MacJournal entweder bisher noch nicht habe finden können oder es gibt sie schlichtweg nicht.
MarsEdit kann dies zumindest in sofern, als dass man zuvor den Link eines einzubindenden Bildes in die Zwischenablage kopiert und dieses anschließend durch einen “Rechtsklick”, dann “Format” und anschließend mit der Auswahl der Option “Image from Link” anklickt um es in den jeweiligen Textabschnitt einzubinden. Ein Anpassen der Grösse des Bildes ist bei MarsEdit allerdings im Nachhinein nicht möglich, so dass man sich schon gut überlegen muss, welche Bilder man einbindet und welche nicht. Insgesamt ist das bearbeiten von Bildern aber in jeder der genannten Bloganwendungen absolut unzureichend. Bei MacJournal ist hingegen ein Verändern der Grösse jederzeit möglich, indem man auf die untere rechte Ecke eines Bildes klickt und dieses nach Bedarf grösser oder kleiner zieht – das gefällt.
Dies mag für Programme, deren zentraler Fokus nicht unbedingt im Bloggen liegt, wie beispielsweise MacJournal noch angehen, aber für ein Tool wie MarsEdit, das einzig und allein zum Bloggen gedacht ist, kann ich das nicht akzeptieren.
Einen absoluter Glanzpunkt stellt bei dieser Funktion Ecto dar, bei dem man, neben der Möglichkeit die Grösse zu verändern, auch den Randabstatt äusserst komfortabel konfigurieren kann. Leider zeigt es wiederum Schwächen, wenn es darum geht, ein bereits im Internet befindliches Bild einzufügen und anzupassen.
Ich möchte nochmals unterstreichen, dass es mir hier nicht darum geht, den Text als html-Datei zu bearbeiten, das kann ich letztlich mit jedem Html-Editor auch tun, sondern ich erwarte von einem speziell für´s Bloggen konzeptionierten Programm, bequeme Möglichkeiten der WYSWYG-Editierung inkl. aller Anbindungen an wichtigste Internetdienste.


Immer nur Flickr…


Allen Programmen gemein ist, neben der Möglichkeit auf dem eigenen Server Bilder abzuspeichern, die Möglichkeit zur Einbindung von Bildern mittels eines Flickr-Accounts. Doch mal Hand auf´s Herz, welcher Blogger nutzt denn ausschließlich Flickr mit einem Freeaccount? Ich würde mir eine Einbindung verschiedenster Bilderhostingdienste wünschen, wie z.B. Picasa, Posterous oder anderer Social-Dienste, die es inzwischen gibt. Vor allem auch das Einbinden ganzer Alben in Form von Galerieansichten.
Für mich heißt das, dass ich weder auf die bereits existierende Albenvielfalt meines Picasakontos noch auf bereits im Netz stehende Bilder meines WordPress Blogs bequem zugreifen kann, was ich als absolutes “NoGo” bezeichnen möchte.
Auch wenn man die Bilder auf dem eigenen Server, im dafür vorgesehenen Medienordner speichern kann, so ist es trotzdem nicht möglich, auf bereits bestehende Bilderarchive zuzugreifen.


Bilder auf dem eigenen Server

Es wird bei der Erstellung des Accounts von MarsEdit, Ecto und MacJournal lediglich auf ein vom Programm erstelltes Album zugegriffen, welches dann mit den jeweiligen Bildern gefüllt wird. Da MarsEdit einen MediaBrowser hat, kann man die bereits von MarsEdit hochgeladenen Bilder einsehen und in anderen Blogeinträgen weiter verwenden ohne sie erneut hochladen zu müssen, was schon mal ein sehr guter Ansatz ist. Auf andere Bilder kann man, wie oben bereits erwähnt wurde, nicht zugreifen, auch nicht Bilder, die man anschließend mittels der Picasa Anwendung in das spezielle Verzeichnis lädt.
MacJournal lässt, trotz Medienmanager, keinen Einblick auf bereits im Internet befindliche Bilder zu – ein absolutes NoGo! Während der Erstellung meines Artikels, den ich mal in der einen, mal der anderen Software bearbeitet, musste ich feststellen, dass es eigentlich in jeder Software nicht nur einmal passierte, dass ein und das selbe Bild doppelt abgespeichert wurde, weil beim Update das eine oder andere Häkchen nicht gesetzt wurde oder die Verwaltung schlichtweg zu intransparent ist. Unter MarsEdit erhält man dann immerhin noch die Möglichkeit, begeht man diesen Fehler, durch den Medienmanager, doppelt geladene Bilder zu entfernen, in MacJournal sieht man bereits hochgeladene Bilder gar nicht und wundert sich vermutlich irgendwann, sofern man viel mit Bildern arbeitet, dass das Verzeichnis einfach überquillt.

Allerdings ist der Umgang mit Bildern bei MarsEdt auch nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint, denn es läßt sich zwar angeben, welche Auflösung die für den Upload bereitgestellten Bilder haben sollen, allerdings lassen sich diese nachträglich nicht wirklich verändern, so dass man z.B. bei einer standardmässig genutzten Auflösung von 1024 x 768 Pixel eine “Lightbox-Option” gar nicht sinnvoll nutzen kann, da die einzubindenden Bilder natürlich verkleinert dargestellt werden müssen. Damit ist man dazu verdammt, alle Bilder in einer geringeren Auflösung über MarsEdit hochzuladen, als man eigentlich will. Das ist vor allem dann unschön, wenn man kleinteilige Grafik hat, die man zwingend in einer höheren Auflösung nutzen möchte, aber in so hoher Auflösung aus layouttechnischen Gründen gar nicht in den Text mit einbringen kann.

Ich habe dieses Minus an Optionen bei MarsEdit versucht zu umgehen, indem ich Bilder in der gewünschten Auflösung eingefügt habe, sie anschließend löschte um das dann im Medienmanager zu sehene Bild in veränderter Grösse erneut einzubinden. Dummerweise erstellt mir MarsEdit dann ein neues Bild, das im MedienBrowser abgespeichert wird – für meine Anforderungen völlig unsinnig. Ich würde es dann verstehen, wenn ein geringer auflösendes Alias erzeugt würde, das auf das Original verweist, konnte aber nirgends entdecken, dass diese Funktion hier vorgesehen ist.

Interessanterweise ist, zumindest was das Editieren von Bildern betrifft, Ecto, so alt die Software auch ist, hier mein klarer Favorit, da es sehr variable Möglichkeiten zur Bildeditierung anbietet, die einfach zu bedienen und klar verständlich sind. Leider konnte ich nirgend die Möglichkeit erkennen, wie oder ob man bereits online stehende Bilder einbinden kann, was mit MacJournal im Übrigen ebenfalls nicht möglich ist.
Einzig die Option der HTML-Ansicht ermöglicht dann, bis auf MacJournal, wo es diese Option nicht gibt, ein freies Layoutieren, sowohl von externen Bildern, als auch der Positionierung innerhalb des Textes. das ist aber eigentlich nicht das, was mir vorschwebte, als ich mich nach  geeigneter Software anfing umzusehen.
Da sich Ecto dann aber als überaus instabil auf meinem Lion System herausgestellt hat, musste ich eine Investition in dieses Programm auch ad acta legen – eigentlich schade.

Text erstellen und Bearbeiten

Wichtigster Aspekt beim Bloggen ist und bleibt aber immer noch das Schreiben. Dazu gehört bei einem guten Blogger-Programm meiner Meinung nach aber auch die Möglichkeit, den geschriebenen Text noch im Schreibfluss zu formatieren, um für sich selbst Ordnung zu schaffen. Ich fand es schon immer hilfreich, noch während des Schreibens leichte Strukturen zu schaffen, um den Überblick nicht zu verlieren – dies ist umso wichtiger, je länger der Text  oder je defiziler der Inhalt des Geschriebenen ist. Vermutlich liegt darin auch der Siegeszug von all den WYSWYG Textprogrammen begründet, wie MS Word, OpenOffice Write oder Pages. Man erhält ein Werkzeug in die Hand mit dem man sich keine Gedanken mehr darüber machen muss, wie man die Grafik auf einer Seite montieren muss, sondern nur noch darüber, welche man nimmt und wo man sie platziert, alles andere ist nebensächlich.
Darum erwarte ich von einem Editor, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, dass er Spezialist fü´r Bloggen ist auch, dass er diese zentrale Tätigkeit herausragend erfüllt, denn sonnst könnte ich mir auch einen beliebigen HTML-Editor nehmen und die Seite so erstellen.

Umso frustrierter war ich, als ich feststellen musste, dass ausgerechnet das teuerste aller Blogeditoren, MarsEdit, bei der Möglichkeit zur Modifizierung der Darstellung von einfachen Formatoptionen, wie z.B. “Fett“, “Italic” oder “unterstrichen“, einem lediglich ein relativ verschachteltes Dropdown-Menü anbietet, das nicht einmal veränderbar ist. Da bietet selbst der betagte Ecto Editor mehr, so dass ich schon versucht war, nur diesen zur Erfassung meiner Texte zu verwenden – wenn da nicht die Instabilität wäre. MacJournal ist hier leider ähnlich verschachtelt wie MarsEdit, wenn auch nicht ganz so schlimm. Ich verstehe nicht, was dagegenspricht, die sonnst auf dem Mac so leere Menüleiste des Programms mit sinnvollen Shortlinks zu füllen?
Ich muss gestehen, dass ich mitunter einfach in den HTML-Modus wechselte, den man zugegebenermassen recht schnell wechseln konnte, da es schneller war, kurze Fontstyles zu erstellen oder mal eben den Text vernünftig auszurichten, als sich durch das Menü zu hangeln. Dabei fiel mir dann auch auf, dass MacJournal zwar eine Bearbeitung im “Plaine- und Ritchtext-Format” unterstützt, das HTML-Format dabei aber total unterschlagen hat. das ist fatal, wenn man versucht irgend etwas auf der Seite vernünftig zu platzieren, geschweige denn externe Bilder zu montieren, was entweder zu einem Geduldspiel ausartet oder schlichtweg nicht möglich ist. Besonders ärgerlich ist es, will man beispielsweise im MarsEdit ein Bild mittels CSS vernünftig ausrichten, da man beim Wechsel in den HTML_Modus zum einen HTML-Text geboten bekommt, der in keinster Weise strukturiert ist, zum anderen hat man nicht einmal die Möglichkeit, den zur Bearbeitung gedachten Text zuvor, zwecks schnellerer Lokalisierung, zu markieren, umzuschalten und dann sofort zu finden, denn die Markierungen bleiben leider nicht bestehen.
Das führte dazu, dass ich auf der Suche nach einem bestimmten Bild innerhalb eines stark strukturierten Textes, beinahe verzweifelte, da ich das Bild mit dem blossen Auge einfach nicht finden konnte.
Besser arbeitet hier eindeutig Ecto, der den HTML-Text zumindest logisch umbricht und einteilt um so für etwas Struktur sorgt.

Wo sind denn die Tabellenfunktionen hin…?

Als während der Erstellung dieses Textes der Wunsch aufkeimte, vielleicht die eine oder andere Tabelle zu generieren, musste ich feststellen, dass weder im hochgepriesenen MarsEdit, noch in Ecto die Möglichkeit besteht eine Tabelle einzufügen. Will man selbiges tun, muss man in den HTML-Modus wechseln und klassisch HTML-Tags bemühen. Einzig MacJournal bietet hier eine komfortable Möglichkeit Tabellen zu generieren und zu bearbeiten. Sie ist in dem Programm auch lebensnotwendig, da sie im Übrigen die einzige Möglichkeit bietet, Bilder innerhalb des Textes vernünftig ausrichten zu können.


Fazit


Was bleibt nun bei meiner Odyssee durch die drei derzeit wichtigsten Programme für das Bloggen auf dem Mac zu sagen? ich würde sagen, man kommt nicht umhin einen leicht schalen Beigeschmack zu haben, da keines der drei Programme einen wirklich dazu veranlasst es als einzelne Software zum bloggen zu verwenden. MacJournal machte auf mich zu Beginn meines Tests einen sehr soliden Eindruck, bis ich an den Punkt gelangte, an dem ich mit Bilder hantieren musste. Zudem gibt es keine Funktion “Entwürfe” zu speichern – eine Funktion, die bei Blogeditoren selbstverständlich sein sollte. MarsEdit wirkt in vielen Bereichen wie eine sich in Produktion befindliche Applikation, die schon einiges an guten Ideen hat, aber gravierende Mängel im eigentlichen Layout aufweist, was für einen guten Workflow unumgänglich wäre, dafür läuft es von allen Programmen am stabilsten: es gab keinerlei Abstürze. Da MarsEdit mit seinem Preis von über 30,-€ ein recht teures Programm in diesem Rennen ist, muss man, wie ich finde, logischerweise auch etwas höhere Ansprüche anbringen. Ich empfinde die Software für das, was sie kann, überteuert. MacJournal steht in dem selben Preissegment wie MarsEdit, allerdings nicht mit dem hohen Anspruch für das Bloggen spezialisiert zu sein, weshalb mein Urteil nicht ganz so streng ausfällt. Dennoch kann ich für das Programm, zumindest was das Bloggen betrifft, keine echte Empfehlung aussprechen.
Bleibt zum Schluss noch Ecto, das ich zu Beginn meines Tests eigentlich sofort verwerfen wollte, da es mit seiner doch recht altbackenen Oberfläche nichtgerade zum Benutzen einlädt.
Im Laufe der Benutzung, vielleicht aber aus aus der Verzweiflung heraus, was die beiden anderen Programme alles nicht können, griff ich vermehrt auf Ecto zu, da hier die Menüleisten konfigurierter sind und ein schneller Zugriff auf Textformatierungsoptionen vorhanden ist. Zudem ist die Option, Bilder zu Positionieren und korrekt darzustellen sehr gut umgesetzt.
Allerdings wird Ecto, so ist zumindest der derzeitige Stand, wohl nicht so schnell weiterentwickelt, was wirklich bedauerlich ist. Denn etwas Feinschliff, eine bessere Integrierung moderner SocialNetwork Dienste und eine stabilere Engine unter Lion würden der Software gewiss gut tun. Zudem ist es mit seinem Preis von 16,29€ geradezu günstig im Vergleich zu seinen Konkurrenten.


Ein Ausblick


Eigentlich wollte ich den Text mit der von mir als absoluten Sieger auserkorenen Software beschliessen, sitze nun aber vor einem geöffneten Browserfenster und tippe den Text in einem Onlineeditor. Ich bin, trotz meiner sich jetzt breitmachenden Ernüchterung, immernoch zuversichtlich, dass sich noch etwas tut, in diesem Sektor.
Schließlich gibt es noch Blogger, dass ich bisher nicht testen konnte, da die unter Lion lauffähige Version 2.0 noch in Entwicklung ist. Zudem wird MarsEdit stetig und intensiv weiterentwickelt, was wiederum für dieses Programm spricht. Ecto ist für mich der tragische Held im Reigen der Editoren, da er im Prinzip schon fast alles wichtige beinhaltet, aber keine Anzeichen sichtbar sind, dass es Neuerungen geben wird. Eine vielleicht etwas teure Lösung könnte ein Versuch mit RapidWeaver sein, der offenbar zu seinen zahlreichen, käuflich erwerbbaren Plug-ins auch eine Option mit Blogeditor (Rapidblog) anbietet. 


MarsEdit 3


positiv
+ guter MedienManager
+ Onlinebearbeitung möglich
+ Erstellung von Drafts
+ bedingt einfaches Einfügen des Textes mit Grafik möglich


negativ
– kein Zugriff auf bereits online stehende Grafiken (Ausnahme: Flickr-Account)
– Zugriff auf Textformate ist hakelig
– kein nachträgliches verändern der integrierten Grafiken
– Preis


MacJournal 6


positiv
+ Übersichtliche Menüstruktur
+ hervorragender Vollbildeditor zum Erfassen von Texten
+ Option zum Erstellen von Tabellen
+ läuft sehr stabil


neutral
+/- Medienmanager, mit dem man aber nicht viel machen kann


negativ
– keine Erstellung von Drafts
– Bilder können nicht richtig montiert werden – ohne Textumfliessung
– Textformatierung ist etwas hakelig
– Preis


Ecto


positiv
+ recht guter Medienmanager
+ hervorragende Einbindung von Bildern
+ sehr übersichtliche Formatierungsmöglichkeiten
+ Erstellung von Drafts
+ Onlinebearbeitung möglich
+ Preis


negativ
– sehr instabil unter Lion
– altbackene Oberfläche und Funktionen

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Apple iPhone4s / iPhone4 / NokiaN86 / Nokia N8-00 – Ein Kommentar

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In den letzten zwei Wochen ist aus der Sicht der ambitionierten Apple Usern eine ganze Menge passiert. Nicht nur Apples neues mobiles Betriebssystem wurde vorgestellt und mit ihm, das neue iPhone, das es nun doch nicht zur Nummer 5 geschafft hat, sondern lediglich anhand eines simplen Buchstabenzusatzes als “neu” deklariert wurde, sondern die Welt trauerte auch um einen genialen Geschäftsmann Steve Jobs.

Ich denke mal, dass der Verlust, und das ist er meiner Meinung nach unbestreitbar, weltweit einen tiefen Eindruk hinterlassen hat, sei es nun aufgrund der Medienpräsenz oder weil man selbst die durch ihn vermarkteten technischen Geräte schätzte.

Das iPhone4s

Zuletzt hat es Apple, zuverlässig wie immer, pünklich geschafft, vergangene Woche sein iOS in der Version 5 auf den Markt zu bringen und mit ihm den heiß ersehnten Nachfolger des iPhone 4, das iPhone 4s.

Aufgrund der starken Überarbeitung der Handykamera war ich natürlich gespannt, was sich alles bei dem Gerät getan hatte, denn allein die Ansage, dass eine 8 MP Kamera verbaut ist, muß ja nicht zwingend für die gute Qualität der selben sprechen – halten wir uns als mahnendes Beispiel das HTC Mozart vor Augen, dessen Kamera durch beeindruckende Spezifikationen, aber nicht gerade durch gute Fotos von sich Reden machte.

Inzwischen haben zahlreiche iPhones ihren Besitzer erreicht und natürlich lassen erste Kameratests auch nicht lange auf sich warten, wie beispielsweise auf der Blogseite von Nokia-Buff.

Der Test ist daher von größerem Interesse, da der Blogger nicht einfach irgendwelche Testfotos bereitgestellt hat oder lediglich einen Vergleichstest der beiden iPhones, das iPhone4 gegen das iPhone4s, vorgenommen hat, sondern er stellte einen Vergleich der wohl bisher besten Kamerahandys an, die es derzeit auf dem Markt zu kaufen gibt, das Nokia N8-00, dass seit einem Jahr auf dem Markt ist und das Nokia N86 MP, das inzwischen zwei Jahre auf dem Buckel hat und als Vorläufer des N8 anzusehen ist.

Dies schreit geradezu nach einem Kommentar.

Gadgetkönig gegen Kamerakönig

Natürlich ist ein Vergleich von iPhone4: 5 MP, iPhone8: 8MP, Nokia N86: 8MP und schließlich Nokia N8: 12 MP nicht einfach. Wie gut sich aber selbst eine 5 MP Kamera im Vergleich zur überdimensionierten Kamera des N8 schlagen kann, haben wir bereits am Samsung Galaxy S bewundern können, dessen Test überaus positiv verlief.

Ich habe mir daher erlaubt, die über die Seite des Boggs verlinkten Originalaufnahmen der jehweiligen Handys genauer unter die Lupe zu nehmen. Sinn und Zweck war es nicht, den überaus unterschiedlich eingestellten Weißabgleich miteinander zu vergleichen, was bei derart unterschiedlichen Geräten nicht sinnvoll ist, sondern rein die Detailtiefe und -schärfe zu betrachten.

Leider hat der Tester die Fotos an unterschiedlichen Tagen aufgenommen, die auch noch komplett unterschiedliche Lichverhältnisse aufwiesen, weshalb ich von eben diesen Vergleich zwingend absehen muß. Dies ist umso bedauerlicher, als dass der Hauptunterschied leider beim Nokia N8 erfolgte, während die Aufnahme des N86, glaut man den Informationen der Rohdaten, am selben Tag und zur selben Zeit aufgenommen wurde, wie die Aufnahmen des iPhone4 und 4s.

Beim Betrachten der Originalbilder muß damit ein Bereich herangezogen werden, der die best mögliche Übereinstimmung ergibt, was die Helligkeit betrifft um zumindest ansatzweise gleiche Bedingungen zu schaffen.

Zudem mußte ich mir ein Objekt hierfür wählen, welches noch hinreichend viel Detaildarstellung zuläßt, um überhaupt eine Aussage über die Linsenqualität zu ermöglichen, weshalb ich den Bereich um das Planetarum, im Unteren Bereich der jeweiligen Bilder bevorzugte.

Originalbilder

iPhone 4

iPhone 4s

Nokia N86 8MP

Nokia N8-00

Quelle: http://nokiabuff.com/2011/10/16/apple-iphone-4s-4-nokia-n8-n86-comparison/#comment-113

Für den Vergleich nahm ich mir ein Bildbetrachtungsprogramm, das eine feste Zoomeinstellung zuließ (Microsoft Office Picture Manager 2007) um hintereinander die jeweiligen Fotos einfach öffnen zu können und den entsprechenden Bereich zu finden. Unabhängig von der Pixelstärke, die ohne Zweifel verschieden große Bereiche der Ausschnitte zeigen, läßt sich dennoch ein guter Eindruck von der Qualität der verbauten Kameralinse gewinnen (siehe unten).

Ausschnitte

iPhone 4

iPhone 4s

Nokia N86 8MP

Nokia N8-00

Fazit

Es ist erfreulicherweise zu erkenne, dass Apple mit seinem iPhone4s offenbar stark an der Verbesserung der Kamera gearbeitet hat, so ist nicht nur die Farbgebung stark verbessert worden, was im Verlgeich zum Nokia N86 deutlich wird, sondern anhand der höheren Pixeldichte eine breitere Belichtungsstärke möglich. Das kann man vor allem auf den im Blog verlinkten Bildern in der  Flicker Gallerie gut nachvollziehen, auf denen keine optimalen Lichtverhältnisse herrschten. Damit ist zumindest für diejehnigen, die sich fragten, was für die Neuanschaffung eines iPhones spricht und die gern fotografieren, diese Frage beantwortet: die Kamera ist in der Klasse der iPhones mit Sicherheit das Beste, was Apple bisher verbaut hat.

Im Vergleich zu den Kameraprotagonisten Nokia N86, erst recht im Vergleich zum Nokia N8, offenbaren sich allerdings gravierende Schwächen des iPhone4s, denn zwischen der Linse des Neuankömmlings auf dem Markt und den CarlZeiss Linsen von Nokia stehen Dimensionen.

Ich fürchte, es wird noch eine ganze Weile dauern bis wirklich so gute Kameras in Handys verbaut werden, dass sie das N8 oder das N86 vom Thron stoßen. Das iPhone4s tut es leider nicht – möglicherweise nächstes Jahr sein Nachfolger.

Vielleicht müssen wir aber auch gar nicht mehr sol lange warten, denn im Hause Nokia steht demnächst die Vorstellung der ersten Windows Phones an und vielleicht gibt es, zumindest was die 800er Serie betrifft, eine positive Überraschung.

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