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Samsung ATIVsmart PC – Erstes Clover Trail Tablet im Videotest

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Teil I / 1

[youtube]http://youtu.be/QvNGGjB4bfk[/youtube]

 

Teil I / 2

[youtube]http://youtu.be/MHdG-5JTl14[/youtube]

 

Teil II / 1

[youtube]http://youtu.be/eyM5i2Tharw[/youtube]

 

Teil II / 2

[youtube]http://youtu.be/S_w6U2O-0Y8[/youtube]

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Samsung ATIVsmart PC – Erstes Clover Trail Tablet im Schnelltest

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 Mitunter ist es so, dass man in die Stadt fährt, um eigentlich nur ein billiges Handy zu kaufen. Je entspannter man bei der Sache ist, desto eher lässt man dann den Blick schweifen und entdeckt Geräte, die einen zu finanziellen Unartigkeiten verführen.

Eben so erging es mir gestern, als mein Mann und ich zusammen den MadiaMarkt betraten, um für ihn ein kleines, billiges Android Handy zu kaufen.

Gesagt, getan, aber wir verließen den Laden nicht mit einem Handy, sondern mit einem Windows 8 Tablet – das Samsung ATIVsmart PC mit dem aller ersten Atom Clover Trail Prozessor.

Die Spezifikationen des Gerätes sind schon mal eine Hausmarke, denn das Gerät läuft nicht wie seine ARM Kollegen mit Windows RT, sondern mit einem vollwertigem Windows 8, so dass auch der Benutzung nativer Desktopanwendungen nichts mehr im Weg steht.

Die 64 GB eMMC Festplatte ist im Vergleich zu einer SSD zwar nicht so zügig, was man vor allem bei gleichzeitigem Schreiben zweier Prozesse auf die Festplatte merkt, für die Herkömmliche Nutzung, wie etwa Office, Surfen und Programmieren, reicht das kleine Tablet aber allemal aus – wobei man bei dem 11,6″ großen Tablet, das mit einer Auflösung von 1366 x 768 dpi daher kommt und 400 Nit ausreichend hell strahlt, eigentlich nicht wirklich von klein sprechen kann, denn in beiden Händen haltend fühlt es sich durch seine schmale Form genau richtig dimensioniert an um entspanntes Arbeiten zu ermöglichen.

Mobile OS oder Windows OS

Dem gegenüber steht ein Gewicht, das Samsung mit 750g (ohne Tastatur) angibt, was nur wenig über dem des iPad3 liegt. Und damit wären wir auch schon bei einem Vergleich der beiden Protagonisten, die sich so ohne weiteres eigentlich nicht vergleichen lassen, denn es wäre quasi Äpfel mit Birnen zu vergleichen: das auf dem  iPad laufende mobile Betriebssystem iOS und das vollwertige Windows OS, das natürlich erheblich mehr Möglichkeiten offeriert.

Das merkt man schon an der Vielzahl an möglichen Anschlüssen, wie beispielsweise ein normal dimensionierter USB2 oder ein Micro-HDMI-Anschluss. Interessant ist, dass sich beide Geräte, zumindest was die Dicke des Gerätes betrifft, nicht markant unterscheiden, womit ein neuer Aspekt hinzutritt. Bis dato war es so, dass man für den Gebrauch eines Gerätes mit der Leichtigkeit stets auf ein Gerät mit mobilen Betriebssystem zurückgreifen musste. Das ATIVsmart, vor allem aber das Betriebssystem in Kombination mit der Hardware, offenbaren einem aber mit einem Mal Möglichkeiten, die erst deutlich werden, wenn man es in Händen hat und munter durch die Anwendungen wischt – denn Windows verlangt nach Gesten und die kann man mit dem Tablet nach Herzenslust ausführen.

Active Standby mit Clover Trail

Überrascht sein könnten einige Benutzer, schalten sie das Gerät an der Seite in den Active Standby, denn dieser vom neuen Clover Trail unterstützte Modus, der auch Anwendungen im Standby aktiv lässt, ermöglicht zum Beispiel das Abrufen von Emails oder das Hören von Musik, wie wir es von unseren Handys gewohnt sind, auch wenn das Gerät ausgeschaltet zu sein scheint. Ob alle Anwendungen in dieser Option laufen, muss ich allerdings noch testen. Die App´s der Modern UI scheinen diese Option allerdings uneingeschränkt zu unterstützen.

Energiesparwunder

Alles fühlt sich leicht und flüssig an, was nicht zuletzt dem neuen Atom Prozessor geschuldet wird, der hier auf dem Gerät einen hervorragenden Dienst verrichtet. Videos in HD und FullHD sind für das kleine Tablet kein Problem und auch Flash-Filme lassen sich über das WLan-Netz locker in 1080p abspielen. Amüsant wird es dann, wenn man sich dabei die Verbrauchswerte der Batterie anschaut, die selbst beim Abspielen eines FullHD-Film selten über 3 Watt gehen. Da der Akku eine Kapazität von 31 Wattstunden aufweist, ergeben sich so Benutzungszeiten von lockeren 10 Stunden und das nicht im Idle sondern im normalen Betrieb.

Obgleich die Plattform nach wie vor nur USB2 ansprechen kann und man damit auf den FullSpeed von USB3 verzichten muss, lassen sich durch den USB-Anschluss leicht externe Festplatten an das Gerät anschliessen, um beispielsweise auf Foto-, Film- oder Musik-Archive zugreifen zu können. Wie der Verbrauch bei derartigen Szenarien aussieht, konnte ich bisher allerdings noch nicht testen.

Ein erster Test des Verbrauchs in verschiedene Anwendungs-Szenarien erbrachte folgende Werte:

  • 1.9 Watt im Idle minimaler Helligkeit
  • 2.4 Watt im Idle bei 25% Helligkeit
  • 2.9 Watt im Idle bei 50% Helligkeit
  • 3.7 Watt im Idle bei maximaler Helligkeit

 

Kleine Flunder mit Stift

Besonders reizend ist jedoch der Einbau eines WACOM Digitizers, den ich bereits von meinen ThinkPad tablet kenne. Wem der mitgelieferte Stift also zu klein ist, steht die Benutzung von Alternativprodukten nichts im Weg. Ich selbst konnte das Tablet beispielsweise mit dem zum ThinkPad W700 mitgelieferten Digitizer ohne Probleme verwenden.

Zudem ist die Erkennung und Umsetzung des Stiftes sehr präzise. Abweichungen, wie ich dies von einigen ThinkPad Tablets früherer Generationen kenne, sind nur in Form von einer weniger als 1mm großen Abweichung, ganz am Rand der Schmalseiten zu beobachten – was durchaus zu verschmerzen ist. das zeichnen bringt daher mit dem ATIVsmart richtig Spass und dürfte für manchen Studenten im Höhrsaal zum Vergnügen werden.

Das Display

Etwas weniger gut, da “glossy” ist das Display im Outdoorbetrieb. Hier spiegelt sich das Umfeld schon recht stark. Wer allerdings einen Mac oder das iPad gewohnt ist, sollte damit allerdings keinerlei Probleme haben. Die mit 400 Nit angegebene Helligkeit erscheint mir allerdings ein wenig weit gegriffen, was allerdings an der Digitizerschicht liegen kann, die beispielsweise auch bei den ThinkPad Tablets die Helligkeit von ehemals 400 Nit beim Outdoor-Display auf 300 Nit für die Touchversion reduziert hat. Auch bei diesen Tablets konnte man bei direkter Sonneneinstrahlung fast nichts mehr auf dem Gerät ablesen. Aber wofür hat man ein mobiles Gerät, wenn es nicht möglich ist, den Einfallswinkel leicht zu verstellen?

Kommen wir zur Auflösung, denn mit seinen 1366×768 dpi gehört das 11,6″ Tablet nicht gerade in den Highendbereich. Es ist in der Tat so, dass die Schrift mitunter ein wenig kantig wirkt, vor allem, wenn man den Text in kurzem Anstand lesen möchte. Das halte ich bei einigen Anwendungen auch für ein wenig problematisch, beispielsweise, wenn man das Gerät zum eBook Lesen missbrauchen möchte. Allerdings wirkt das Tablet mit seiner Auflösung insgesamt keinesfalls unterdimensioniert, vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass die Auflösung ja auch dargestellt werden will. Vergleicht man dies mit einem iPad2, das eine geringer Auflösung in der Breite hat, so kommt man einer ungefähren Vorstellung, wie es um das Display bestellt ist, schon näher. Aufgrund der andersartigen Fonts,  beim ATIV, kann man die Textdarstellung aber nur mäßig miteinander vergleichen. Ich denke, dass die von Samsung gewählte Auflösung durchaus gut gewählt ist um ein flüssiges Navigieren durch das OS zu ermöglichen. Anderweitig, kann man sich dann für das kleinere 10″ ATIV Tab entscheiden, wenn es denn endlich auf den Markt kommt. Zuletzt wird ja sogar einem Anschließen an einen externen Monitor durch den HDMI Anschluss zumindest diesbezüglich keine Grenzen gesetzt.

 

Sound

Samsung hat sein Tablet mit zwei Lautsprechern bestückt um so in den Genuss von Stereo-Sound zu kommen. Die beiden an den Schmalseiten, entlang des Displays verlaufenden Lautsprecher verrichten so auch recht ordentlich ihren Dienst. Allerdings könnten sie ein wenig mehr Bässe vertragen und klingen daher etwas dünn – vor allem für Klassik- oder Rockfans.

Besonders empfindliche Ohren sollten daher zu Kopfhörern greifen, wenn sie anspruchsvolle Musik hören möchten.

Erster Eindruck und Fazit

Mein erster Eindruck, wohl gemerkt nach nur kurzer Nutzung, fällt daher sehr positiv aus, so dass ich schon geneigt bin, mein iPad zu verkaufen und mich an dem Gerät zu versuchen. Microsoft hat da mit seinem Windows 8 einiges zu beigetragen und Intel mit dem Bau des Clover Trail Prozessors einen richtigen Schritt in Richtung leistungsstarker Mobileprozessoren getan – Rechner, die im Active Standby sein können, wie man es vom Handy gewohnt ist. Samsung hat hier letztlich ein ordentliches Stück Hardware hervorgebracht, dass nicht nur gut in der Hand liegt, sondern auch das erste Mal so etwas wie “Spass” in Verbindung mit Windows aufkommen lässt.

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Windows 8 – Erste Eindrücke

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Seit Freitag kann man nun das so lang ersehnte Update auf Windows 8 Pro über den Online-Store von Microsoft machen. Der Konzern hat sich nicht lumpen lassen und rudert die Software, sofern man sie selbst herunterläd, für 29,99€ heraus – kein schlechter Preis, wenn man bedenkt, dass dieser für alle Geräte gilt, auf denen entweder Windows XP, Vista oder Windows 7 Lizenzen laufen.

Der Download

Allerdings darf man nicht erwarten, dass man nun in seinem Schrank alle noch auffindbaren COA Sticker herauskramen kann, um diese für das Einlösen des Upgrades zu verwenden, denn dieses funktioniert lediglich unter einem laufenden System, das aktiviert und lauffähig die Möglichkeit hat, ins Internet zu kommen. Nach dem klick auf den “Kaufen Button”, der neben der üblichen Kreditkartenbezahlung auch lobenswerterweise PayPal anbietet, muss man zunächst eine Software installieren, die das System auf Upgradefähigkeit überprüft. Ist dies geschehen, läuft der eigentliche Download recht flott. Irgendwelche Hänger oder Abstürze konnte ich bei all meinen Rechnern hier nicht verzeichnen: offenbar hat Microsoft aus dem Debakel bei der WIndows 7 Einführung gelernt.

Ist der Download vollendet, kann man sich entscheiden, ob man das System direkt updaten, oder erst einmal ein Installationsmedium für USB oder DVD erstellen möchte. Selbst für die Erstellung der DVD ist keine Brennsoftware von Nöten, da diese in das Programm integriert, alle erforderlichen Funktionen zur Erstellung des Mediums erfüllt: das ist vorbildlich. 

Installation

Vor Beginn der Installation wird die obligatorische Frage gestellt, ob die Daten und Programme erhalten oder ignoriert und somit gelöscht werden sollen, was mir beim Aktivieren ein wenig Kopfschmerzen bereitet. Doch bei der Installation auf dem drei Jahre alten Dell XPS meines Schwiegervaters, gab es diesbezüglich keinerlei Schwierigkeiten, ausser der, das die Prozedur etwas länger dauert. Meinen eigenen PC, ein ThinkPad W700, installierte ich komplett neu.

Es werden bei einem Update, aus dem System heraus, automatisch die Programme erkannt, welche nach dem Update voraussichtlich nicht mit Windows 8 kompatibel sind, um dann, noch vor dem Installationsprozess, die Möglichkeit zu bieten, diese zu entfernen.

Ein Medium für jedes System

Als ich mein System neu installieren wollte und dabei den Installations USB-Stick verwendete, den mein Mann für das Update seines Systems verwendet hatte, musste ich feststellen, dass ich zwar das System installieren, allerdings nicht aktivieren konnte. Ohne Aktivierung, konnte ich allerdings nur bedingt auf die Systemeinstellungen zugreifen. Daher musste ich im Anschluss die zum Glück selbst erstellte DVD nochmals in das Gerät stecken und die Installation von neuem anstoßen.

Damit ist klar, dass die von Microsoft angebotene Option für das Update offenbar einen Key in das ISO des Installationsmediums erstellt, welches dann auch nur für das eine Gerät verwendet werden kann, auf dem das upzudatende System installiert war oder ist. Ein wahlweises Wechseln von OEM Datenträgern, wie wir es von früheren Installationen kennen, ist damit also nicht möglich.

Wie es sich bei den später im Handel erhältlichen Installtionsmedien der Vollversionen verhält, kann ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht sagen.

Nach eben benannten Neudurchlauf  des Installationsprozesses, war die Installation allerdings vollständig nutzbar und es gab keine weiteren größeren Probleme.

 

Die Benutzung auf älteren Systemen

Alle Befürchtungen, die ich hatte, dass das OS, welches ohne Zweifel für Geräte mit Touch-Oberfläche spezialisiert ist, auf Geräten mit Mausbedienung nicht handelbar ist, haben sich bei der Benutzung des Dell Desktop nicht bestätigt. Im Gegenteil, das Scrollen durch die “Modern UI” verlief so smooth, dass es eigentlich nur Lust auf noch mehr machte. Das Fokussieren des Displayrandes mit der Maus entpuppte sich als überaus einfach, so dass das Navigieren durch das Betriebssystem sich als derart flüssig entpuppte, dass man sich die Frage stellt, warum einem die eigentlich gute Bedienung von Windows 7 plötzlich hakelig vorkommt und weshalb dies nicht schon zuvor aufgefallen ist?

Fortsetzung folgt….

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Ultrabooks und Subnotebooks – Sinn und Unsinn von Spezifikationen und Entwicklungen

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Logo_IntelWenige  Monate ist es her, dass Apple am ersten Tag seiner WWDC 2012 die neue Generation ihrer Notebooks feierte, heute steht vermutlich eine Retina Version des MacBook Pro 13″ bevor, auf der Computex 2012 wurden erste Windows 8 Tablets vorgestellt und man stellt sich unwillkürlich die Frage, auf welche Neuerung man denn nun zugreifen soll, möchte man sich ein neues Notebook zulegen. Für jemanden, der ohnehin nur mit OSX arbeiten möchte, ist die Frage vermutlich recht einfach, da die Qual der Wahl ohnehin auf einige wenige Typen beschränkt ist. Ist die Wahl des Betriebssystems hingegen egal, dann kann man dieser Tage ein wenig ins Straucheln geraten, aufgrund der zu erwartenden Neuerungen, die sich einem mit Windows 8 bieten, vorausgesetzt im Oktober erscheint es dann endlich in der Endversion.

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Als Intel auf der Computex 2011 eine neue Spezifikation für von ihnen als Ultrabooks (Warenzeichen) bezeichnete Geräte bekannt gab, glaubten viele an einen Befreiungsschlag gegen die überaus große Dominanz der von Apple vermarkteten MacBook Air. Schließlich wurde das erste Mal, seit Bestehen der PC Branche eine Liste von Kriterien aufgestellt, die als Voraussetzung für eine Klassifikation als Ultrabook gelten sollte.

Ultrabook – Ein Markenname

Macht man sich jedoch die Mühe einmal genauer auf diese Kriterien zu schauen, stellt sich unwillkürlich die Frage, was denn letztlich ein Ultrabook ist und in wie fern es sich von einem Net- oder Notebook unterscheidet. Zudem darf hierbei nicht vergessen werden, dass sich die Bezeichnung auf Rechner konzentriert, deren Kern von einem Intel Prozessor befeuert wird, AMD-Geräte dürfen somit nicht diesen Namen tragen, auch wenn deren Äußeres das Gegenteil verrät. Was vor allem auffällt, wenn man sich die auf dem Markt befindlichen Interpretationen der Ultrabooks vieler Hersteller anschaut, sind die – zumindest im letzten Jahr – zum größten Teil wie bloße Kopien der ultramobilen Geräte von Apple, den MacBook Air, wirkenden Lösungsansätze. Das ist vor allem vor dem Hintergrund bemerkenswert, da diese Gerätekategorie von Apple bereits auf dem Markt erschien, lange bevor Intel überhaupt ihre Verwirklichung als Markenname plante – zumindest scheint dies so zu sein.

Vorgabe und Realisierung

Bei der Präsentation Intels auf der Computex 2011 wurde also das erste Mal die Bezeichnung “Ultrabook” verwendet und dies in Bezug auf die von ihnen verwendeten Neuerungen der Platine Sandybridge, die zum damaligen Zeitpunkt bereits in Produktion und in vielen bereits auf dem Markt erhältlichen Geräten verbaut war, wie z.B. das ThinkPad X1.

 

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Als Besonderheit dieser Platinengeneration wurde betont, dass diese stromsparender sei, vor allem aber besonders schnell booten könne, von “Rapid Boot” und “Instand On” wurde dabei geredet. Letztgenannte Funktion sorgt dafür, dass die Geräte mit dem Chipsatz sofort aus dem Standby Zustand in den An-Zustand gehen und dies innerhalb weniger Sekunden. Wobei eigentlich unterschlagen wurde, dass ein recht schnelles Wiederaufwachen aus dem Ruhezustand bereits von zahlreichen Vorgängergeräten beherrscht wird und wurde, vorausgesetzt, sie waren korrekt konfiguriert. Als nächstes bezog man sich auf die Gesamtkonstruktion der Hardware, die als “thin and light” bezeichnet wurde, was wiederum für Geräte spricht, die uns seit Jahren als Subnotebooks bekannt sind, aber eben eher im Business-Bereich anzutreffen waren, als im Consumer-Bereich. Konkrete Zahlen vermied Intel allerdings, auch wurde nirgend erwähnt, aus welchen Materialien oder in welcher Qualität die Geräte gefertigt werden sollten. Einzig der Gebrauch einer SSD wurde empfohlen, aber nicht vorgeschrieben, um die zuvor genannten Eigenschaften am besten unterstützen zu können, wobei eine schnelle Festplatte und ein gut konfiguriertes System mitunter auch zu recht passablen Bootzeiten führen kann.

CopyCat

Umso erstaunlicher ist es daher, schaut man sich die aus diesen sog. Kategorien resultierenden Geräte an, die seit 2011 den Markt dominieren sollen, dass sie nicht selten starke Ähnlichkeiten mit den von Apple produzierten MacBook Air im sog. Aluminium Unibody Design aufweisen – es gab, bis auf wenige Ausnahme, bisher kaum eigene Ideen. Da ist es etwas verwunderlich, dass das von Asus gefertigte erste Ultrabook dem MacBook Air so sehr ähnelt, das man die Mutter der Inspiration förmlich spüren kann.

Interessant ist vor allem, die Materialwahl, aus der die Geräte allesamt gefertigt wurden: Aluminium, dessen Idee ebenfalls auf das Unibody Design zurückgeführt werden dürfte. Das ist umso verwunderlicher, als dass Intel in seinem Statement nirgend erwähnt, dass die Definition als “Ultrabook” an der Materialwahl hängt, geschweige denn, die Entscheidung “Glas” als Material für die bis dato immer recht klein dimensionierten Touchpads zu wählen und diese nun auch überaus groß zu gestalten – ähnlich den MacBook Air, die bisher sehr erfolgreich mit dem Design waren – zeigt kaum eigene Überlegungen.

Es soll nicht in Frage gestellt werden werden, ob die eine oder andere Übernahme von Ideen nicht sinnvoll für den Erfolg einer Geräteklasse sein kann, vielmehr ist die zum Teil doch recht bedenkliche Kopiererei, die sich durch das gesamte Produktdesign zog und noch zieht, bezeichnend für eine Ideenlosigkeit der Designer. Dem kritischen Auge stellt sich damit automatisch die Frage, ob denn der Prototyp des “Ultrabook” das MacBook Air ist oder umgekehrt?

Alles Netbook oder was?

Das Hauptkriterum für eine Definition sollte einerseits zur Abgrenzung von den inzwischen auf dem Markt bekannten Netbooks dienen, andererseits sich klar von Sweetspot Geräten abgrenzen, die zumeist im Segment um 14 und 15″ Bereich liegen.

Netbooks, die sich in den letzten Jahren vor allem wohl in jenen Konsumentenkreisen gut verkauft haben, welche sonst eher zögerlich mit der Investition in eine Neu- bzw. Erstanschaffung eines Computers umgehen, bilden hier wohl finanziell gesehen den Low Level Bereich, während die Sweetspot Geräte für professionelleres Arbeiten gedacht war.

Alles was bisher dazwischen lag, also Geräte mit hinreichend großem Display ab 11″, mit der Performance eines normalen Arbeitsrechners und der Mobilität eines Netbooks, kursierte bis dato als “Subnotebook“. Zumeist waren dies Geräte mit besonders solide gebautem Chassis, ohne Laufwerk aber besonders leicht, wie beispielsweise die ThinkPad X-Series Geräte der Firma Lenovo. Da dies in der Regel Geräte für den Business Bereich waren, bewegten sich die Preise in der Regel auch ab 1500,- € aufwärts für ein Neugerät.

Während Netbooks noch kleiner und noch handlich sind – sie haben zumeist eine Bildschirmdiagonale, die über 11″ nicht hinausgeht und sind in der Regel mit den durch Intel als “Atom” bezeichneten CPU’s bestückt, die für einfaches Surfen und etwas Officearbeit zu Hause ausreicht – spricht für sie der überaus niedrige Preis in der Anschaffung. Die meisten Geräte bewegen sich in einem Preissegment um die 300,-€ und sind damit überaus attraktiv für all diejenigen, die die Geräte nur als einfache Surfmaschinen benutzen möchten.

Allerdings, spätestens beim Wunsch, YouTube Videos in HD, also 1280 x 720 Pixel,  zu sehen, stießen sie bisher auf ihre Grenzen. Hier erkannte AMD schnell das große Manko, dass die Geräte hatten, denn Videos sind in unserer multimedialen Internetwelt heut zu Tage nicht mehr wegzudenken und gehören zum digitalen Alltag einfach dazu. Daher waren und sind die Alternativgeräte von AMD, die zumeist mit einer dedizierten Grafikkarte bestückt sind, auch zumeist um einiges leistungsstärker als ihre Intel-Pendants. Mit ihnen ist der Genuss von Videos in HD ohne Probleme möglich. Inzwischen haben sich die Atom Prozessoren verdoppelt und auch AMD hat gleichgezogen, trumpft jedoch nach wie vor mit der dedizierten Grafiklösung auf. Es bleibt abzuwarten, welche Lösungen Intel noch im Schatzkästchen hat, um auch dieses problem endlich lösen zu können.

Für all jene, die aber bisher nach einer leistungsstarken mobilen Lösung Ausschau hielten, gab es bis dato nur eine Lösung im Subnotebookberech oder bei Apple in Verkörperung des MacBook Air. Der zudem immer attraktiver werdende Preis der Apple Geräte, die in der Standardkonfiguration unter 1000,-€ oder nur knapp darüber kostet, verkaufte sich daher auch entsprechend gut, so dass Subnotebooks es schwer hatten.

Daher musste eine Lösung gefunden werden, wie sich die inzwischen immer beliebter werdenden leichten Geräte besser vermarkten lassen könnten, ohne dass den niedrigpreisigen Notebooks und Netbooks – letzte sind inzwischen beinahe zu Nischenprodukten mutiert – der Rang abgelaufen werden sollte. Die MacBook Air Geräte verkauften sich entsprechend gut, so dass auch deutlich wurde, dass definitiv Bedarf für derartige Produkte besteht.

Das Ultrabook – Intels Spezifikation

Halten wir also fest, was Intel seinerzeit auf der Computex 2011 als Kriterium für eine Definition als “Ultrabook” bezeichnete:

1. Intel Prozessor mit einem Core i5/i7 Prozessor

2. Sandybridge, Ivy-Bridge und folgende Platinen

3. Instand On Fähigkeit

4. Rapid Boot

5. Besonders dünnes und leichtes Gehäuse

Es wurde also lediglich Definitionen von Eigenschaften einer Plattform vorgetragen, die weder definierten, dass das Gehäuse aus Aluminium noch aus welchem Material dies zu bauen sei, noch wurde definiert, dass das Touchpad aus Glas zu bestehen habe. Auch gab es keinerlei Einschränkung, was die Verwendung einer herkömmlichen Festplatte betrifft, sondern nur eine Empfehlung. Lediglich die Angabe auf die zu verwendende Intel Platine setzte der Firma AMD Schranken vor die Tür, die nun ihrerseits Platinen anboten, mit einer vergleichbaren Performance.

Verbaut in ein und dem selben Gehäuse, dürfen sie jedoch nicht als Ultrabook bezeichnet werden, da die Definition, wie oben schon erwähnt wurde, ein Markenname ist.

AMD – Ultrathins

Zu diesem Zweck, hat sich AMD für seine besonders leichten, allerdings leistungsstarken Geräte unterhalb 14″ nun seinerseits eine Definition für eine Geräteklasse einfallen lassen, die sie als “Ultrathins” bezeichnen. Diese sollen sich von den Mainstraem-Geräten deutlich absetzten. Die Ultrathins sind zudem mit einem Athlon Turion II Neo  ausgestattet. Sie besitzen eine leistungsstarke Onboard-Grafik, die allerdings, ähnlich den Netbooks mit integrierter DirectX-11 Grafikeinheit, mehr als Konkurrenz zu den von Intel produzierten Atom Prozessoren stehen. AMD selbst bemerkt auf seiner Homepage, dass sie bestrebt sind, nicht so viele Vorgaben machen zu wollen, im Vergleich zu Intel.

Insgesamt geben sie als Kriterium folgende Definition:

1. Akkulaufzeiten von mind. 6:46 Stdn. (Test: 3D-Mark 06, 6 Zell-Akku mit 62 Wh.)

2. Besonders leichte Geräte bei gleichbleibender Leistung der CPU

3. AMD Vison Technologie (APU Grafikchips mit HD Videoleistungen für Gelegenheitsspieler)

4. Kühler und leiser Betrieb

Verbraucherfreundliches Marketing?

Mit all diesen Definitionen ist aber eigentlich schon vorprogrammiert, dass so mancher Kunde den Unterschied zwischen all diesen Geräteklassen nicht verstehen wird. Selbst in professionellen Kreisen wird nicht selten das Eine mit dem Anderen vermischt.

Zudem wird in letzter Zeit zunehmend auf den Vorzug fest verbauter SSD´s verwiesen, wobei dabei gänzlich die Bedeutung unterschlagen wird, dass in zahlreichen Geräte diese Festplatte nicht austauschbar ist.

Dieser Umstand ist vor allem bei den meisten Nutzerprofilen völlig unsinnig, die in erster Linie viel Speicher benötigen und auf eine hohe Performance nicht so angewiesen sind. Dies sind Nutzergruppen, die ihre Rechner über viele Jahre verwenden möchten um diese dann irgendwann aufzurüsten, was bei den meisten dieser Geräte nicht möglich ist. Absurderweise scheinen gerade die Geräte besonders beliebt zu sein, welche nicht im Nachhinein konfigurierbar sind, wie etwa das MacBook Air oder von Lenovo das X1 Carbon. Besonders bei letztgenannten, dessen Vorgänger, das X1, noch sehr wohl über eine Möglichkeit verfügte sowohl die Festplatte, als auch den Speicher zu wechseln, ist die Divergenz im Beliebtheitsgrat der Käuferschichten, besonders immanent.

Heute Nachmittag werden wir dann in Cupertino vermutlich eine Weiterentwicklung der MacBook Pro 13″ Reihe auf dem Apple Event erleben, auf dem, wie zuvor schon beim MacBook Pro 15″, eine Entwicklung hin zu “nonpostkonfigurierbaren Maschinen” beobachtet werden kann – eine nach Meinung der Autorin falsche Entwicklung bei Geräten, die nicht als Zweitgerät, sonders als Hauptgerät Verwendung finden. Ich für meine Teil, bin froh, mir rechtzeitig noch Geräte ergattert zu haben, die ich nach Belieben konfigurieren kann wie das MacBook Pro 13″ (mid 2012) oder das Lenovo ThinkPad X1 (2011). Diese Entwicklung erinnert sehr stark an die in den letzten Jahren zunehmende Verschmälerung der Displayhöhe in Relation zur Breite von zuvor 4:3 auf 16:9, die in erster Linie für das Konsumieren von Videos vorteilhaft ist, aber nicht unbedingt zum Arbeiten am Computer.

Aber dies ist eine andere Thematik, auf die ich vielleicht in einem anderen Beitrag eingehen werde.

 


Quellen:

Intel auf der Computex 2011 –http://intelstudios.edgesuite.net/computex/2011/sm/f.htm

AMD, Plattformdefinition – http://www.amd.com/DE/PRODUCTS/NOTEBOOK/PLATFORMS/Pages/notebook-platforms.aspx

Wikipedia, AMD, Mikroprozessoren – http://de.wikipedia.org/wiki/AMD

 

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Incipio case für das MacBook Pro 13 (mid 2012)

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Als ich mir Ende 2012 mein erstes MacBook zulegte, war mir, da ich eigentlich alle die Geräte ständig im Haus mit mir herumtrage, sofort klar, dass ich für die zwar schöne und edle, so doch auch empfindliche Oberfläche des Gerätes eine Hülle bräuchte, um dieses vor unachtsamen Stößen zu schützen.

Den Schutz sollte seinerzeit ein Case der bekannten Firma Speck, in Form des Speck See Thrue Satin übernehmen. Allerdings hatte die Anbringung des Cases auch den Nachteil, dass das Gerät auf diese Weise natürlich um einiges schwerer werden würde – ein Test erbrachte seinerzeit ein Gewicht von über 500g, was auch spürbar beim Handling war.

Daher überlegte ich mir, dass ich, nach dem Kauf eines neuen MacBook Pro 13″ (kein Retina), vielleicht einfach mal einer anderen Firma vertrauen sollte und entschied mich für ein Incipio Feature Case in der Farbe Rot.

 

[youtube]http://youtu.be/h6K2aWoOHNA[/youtube]

 

Beim Auspacken fiel mir sofort das erheblich geringere Gewicht des Cases angenehm auf, zudem ist das Plastik, im Vergleich zum Speck Case, etwas flexibler und läßt sich seitlich leicht drücken, anders als das zwar dickere und starre Plastik des Speck Cases, was aber das Gewicht des Materials erheblich erhöht. Besonders gefallen hat mir allerdings die durchgängige Farbgebung und samtige Oberfläche, die selbst später entstehnde Kratzern nahezu unsichtbar macht. Diesen Nachteil kann man im Internet in einem Vergleichstest beider Hüllen negativ beobachten, da sich die vermeintlich rauhe Oberfläche der Firma Speck, lediglich als dünne Schicht entpuppte, die Oberflächenkratzer deutlich sichtbar zeigen: ein weiterer Bonuspunkt, des Incipio Cases.

Auch die gesamte Oberfläche fühlt sich beim Darüberstreichen mit der Handfäche weich und samtig an. Insgesamt macht das Case einen sehr wertigen Eindruck, passt nahezu perfekt und auch das bei Hüllen älteren Produktionsdatums bemängelte Blockieren des Strohmanschlusses, ist inzwischen einwandfrei möglich.

Die einzige Ungleichmäßigkeit in der Verarbeitung, ist im vorderen Bereich, an beiden Flanken des Cases, da dieses hier nicht plan anliegt und Einschlüsse von Staub ermöglichen.

Bei regelmäßiger Reinigung, dürfte dieser Negativpunkt aber zu vernachlässigen sein.

Fazit

Insgesamt ist das Incipio Case das wohl best verarbeitete Case, dass ich bisher für ein MacBook gesehen habe. Die Verarbeitung ist sehr wertig, durch die dünne, aber  hohe Flexibilität des Materials, wird ein erträgliches Gewicht geschaffen, das zudem einen sehr stabilen Eindruck hinterlässt.

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Good bye Symbian!

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Nun ist es also soweit, das zuletzt in Gebrauch verbliebene Symbian Gerät wird in Rente geschickt. Dies nicht etwa von mir, denn ich habe mich bereits im Januar von meinem Nokia N8-00 verabschiedet, sondern vielmehr von meinem überaus Symbian begeisterten Mann, der es – mal Hand auf´s Herz – eigentlich ja immer noch ist. Oder kann man ihn vielmehr als Nokia Fanboy bezeichnen? Das ist schwer zu sagen, denn nicht immer hat er sich in seiner Mobilfunkkarriere mit Nokia Geräten umgeben, deren Konkurrenz zugegebenermaßen nie besonders lang bei ihm verweilt hat, aber dennoch beim Kauf auch Mal einem anderen Gerät, so auch einem Nokia, vorgezogen wurde. Trotzdem würde ich ihn wohl schon als Nokia Fan bezeichnen, auch wenn es einem der Konzern nicht immer leicht macht.

v.l. Lumia 710, E6-00, E52

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als er sich aus Kostengründen für ein Nokia E52 entschied, in Zeiten, in denen andere schon längst angefangen hatten dem System den Rücken zuzukehren. Er ist kein “Touchfreund”, sondern gehört zu der Spezies Mensch, die es vorziehen auf echte Knöpfe zu drücken. Und er gehört auch zu der Klientel, die ihr Gerät intensiv zur Texterfassung benutzen, weshalb er beim E52 natürlich schnell an seine Grenzen stieß. Daher entschied er sich, eigentlich ehr aus dem Bauch heraus, es vielleicht einmal mit einem gebrauchten Nokia E71 zu versuchen, da er sich zu dem Zeitpunkt kein neues Gerät, das währe dann damals das E72 gewesen, leisten konnte und wollte.

Problematisch wurde es dann allerdings sehr schnell, als das E71 zum Surfen verwendet werden sollte, was – das kann man dem Konzern hier wirklich mal ankreiden, auch wenn es sich um ein älteres Gerät handelt – mit dem E71 einfach nicht komfortabel funktionierte und mit dem E52 auch nicht wirklich befriedigend war, vor allem nicht, da die meisten Internetseiten heut zu Tage für iOS und Android Geräte optimiert sind und S60 nicht wirklich zufriedenstellend funktionierte, weil viele Funktionen nicht mehr unterstützt werden, die es eigentlich unterstützen könnte – theoretisch zumindest.

Ich hantierte zu diesem Zeitpunkt längst mit meinem Nokia N8-00 herum, nachdem ich mich durch eine Odyssee von Android Geräten gearbeitet hatte, die mich aber nicht wirklich zufrieden stellten, sogar ein Windows Phone Gerät von Samsung war dabei, allerdings noch ohne jegliche Updates. Umso glücklicher war ich daher für meinen Mann, als sich Nokia anschickte endlich Ersatz für das Business Gerät meines Mannes zu schaffen und das E6-00 mit moderner Oberfläche und Betriebssystem auf den Markt brachte.

Endlich gab es einen Grund zu wechseln und so traf recht schnell nach dem Release ein Gerät bei uns ein, mit dem mein Mann nun – so dachte ich zu dem Zeitpunkt zumindest – endlich glücklich werden würde. Es war zwar klar, dass die Unterstützung für ein Gerät mit dem Betriebssystem nicht mehr viele Jahre existent wäre, aber für jemanden, der das Gerät zum größten Teil beruflich nutzt, ist die Möglichkeit stets das Neueste auf dem Gerät zu installieren oder andauernd neue Updates zu erhalten ohnehin nicht von Belang.

Problematisch wird es dann jedoch, wenn die Software fehlerhaft ist und man auf Updates angewiesen ist, damit der eine oder andere Bug endlich beseitigt wird. So war es auch mit dem nicht selten bei wichtigen Kundengesprächen plötzlichen selbständigen Auflegen, dass ich im Übrigen auch auf meinem N8-00 des öfteren bemerkt hatte, allerdings nicht bei Kundengesprächen, da ich das Handy privat nutzte.

Als dann endlich das heiß ersehnte Update auf “Belle” heraus kam, von dem viele Nutzer der Betaversion bereits geschwärmt hatten, stellte sich schnell heraus, dass das Update zwar einige Nettigkeiten zur Verfügung stellte, das E6-00 aufgrund seines Bildschirms mit hoher Auflösung allerdings fast nicht berücksichtigt wurde (diesbezüglich habe ich in meinem Blog bereits an früherer Stelle geschrieben).

Nun stellte sich die Frage, welche der Bugs, die im Laufe der Benutzung zu Tage traten einen Nutzer am meisten ärgern und über welche man hinwegsehen kann. Problematisch wurde es dann, als sich die Benutzung durch weitere Updates so sehr verschlechterte, dass selbst ein Abrufen der Emails über Exchange nicht mehr ohne Fehler funktionierte. Ein mehrfaches Reseten des Geräts, vollständiges Löschen des Massenspeichers und erneutes Aufspielen des OS brachte hier keine Lösung. Es handelte sich definitiv nicht um einen Hardware- sondern um einen Softwarefehler.

Ein Apfel als Notanker?

Letztlich, es war inzwischen Februar diesen Jahres, landete das Gerät wieder auf meinem Schreibtisch und mein Mann, ein absoluter Apple Gegner, teilte mir in einem Akt der Verzweiflung mit, dass er sich entschlossen hatte das “wohl beste und tollste Handy“, das es auf dem Markt gibt, zu kaufen: ein iPhone. Ich wußte sofort, dass er das Gerät nicht lange würde nutzen wollen, da ich ebenso wußte, dass es einfach zu viele Dinge gibt, die ihn massiv an iOS, insbesondere am Apple Konzern, stören würden, schließlich hatte ich mich schon lange vorher erkundigt, welche Neuerungen beim 4s zu verzeichnen waren, doch ich war zu diesem Zeitpunkt gerade selbst meines N8-00 überdrüssig, da auch ich von diversen Bugs nicht verschohnt geblieben war und suchte einen Grund, mich des Gerätes zu entledigen.

Also ging ich auf seinen Wunsch ein und fuhr mit ihm zum nächsten Vodafone Shop um ein nagelneues Gerät in Händen halten zu können und wartete lediglich ab.

Es dauerte sage und schreibe zwei Tage, da lag auch das iPhone auf meinem Schreibtisch, denn Apple hatte es zu diesem Zeitpunkt noch nicht geschafft, das Umschalten von 3G auf EDGE vernünftig zu lösen, so dass mein Mann nun zwar ein wunderschön gestyltes Gerät in Händen hielt, aber nicht telefonieren konnte, da er über seinen Provider regelmässig nicht erreichbar war. Nun muss ich sagen, dass wir hier auf dem Lande leben und die Verbindung zwar recht gut ist, aber eben aufgrund der geografischen Gegebenheiten recht häufig schwankt, was mit der damaligen Firmware des Gerätes einfach nicht zu lösen war.

Back to the Roots

Ich erfreute mich also eines neuen Handys  und sein altes Nokia E52 wurde nun erneut aus der Schublade gezogen, denn inzwischen gab es erneute Updates, die ihn hoffen liessen, dass die Fehler in der Software damit beseitigt sein würden – nunja, ein Irrtum wie sich früher oder später herausstellte.

Inzwischen habe ich mich schon lange von meinem Symbian Gerät verabschiedet und benutze nun zufrieden das iPhone 4s, muss aber gestehen, dass ich mitunter die hervorragende Kamera vermisse, da ich sehr gerne fotografiere. Mein Mann kaufte sich ein Sony Tablet S, dass er zum Surfen benutze – das Nokia E52 sollte zum Telefonieren verwendet werden.

Einzig problematisch war lediglich das Abrufen der Emails, was ich als iPhone und iPad Benutzerin nur mit Schulterzucken beobachten konnte, denn inzwischen gab es für iOS die entsprechenden Updates, so dass das Umschalten zwischen 3G und EDGE nun reibungslos funktionierte, dafür gab und gibt es andere “Nettigkeiten”, die manchen stören können.

Nun ertönte, wenn wir beide gerade im selben Raum arbeiteten, bei jeder an mich gerichteten Emailankunft ein dreifach klangvolles “Ping” aus meinem iPhone, meinem iPad und meinem Mac – quasi Dolby Surround, während mein Mann dies mitunter durch leises Grunzen kommentierte, weil entweder sein Android Tablet, trotz OS 4, sich nicht erneut mit dem Wlan verbunden hatte oder der Exchange Server sich dem Nokia E52 verweigerte.

Schlimm wurde es dann nach dem letzten Update vor wenigen Wochen, da er während der Arbeit mehrere wichtige Emails nicht signalisiert bekam und diese stattdessen durch eine große, auf dem Display abzulesende Fehlermeldung quittiert wurde, an Stelle die Emails abzurufen.

Langsam macht sich Verzweiflung breit

Gut, es wurde also nochmals das Nokia E6-00 aus der Schublade gekramt, alle inzwischen erhältlichen Updates installiert und das Gerät konfiguriert, als es mehrere Male während eines Gespräches erneut zu Gesprächsabbrüchen kam. Zuletzt öffnete sich ein Popup Fenster, das den auf dem E52 bereits beobachteten Fehler des Google Exchange Kontos meldete. Als er mir kommentarlos das Handy hinhielt und mir die Fehlermeldung zeigte, wußte ich, dass es mal wieder an der Zeit war, Im Internet nach günstigen Angeboten zu surfen.

Ich hatte meinem Mann schon öfters von den Vor- und Nachteilen von Windows Phone berichtet, war bisher aber nur auf taube Ohren gestossen. Doch nun wusste ich, würde der richtige Zeitpunkt sein, sich mit der Materie auseinanderzusetzen. Allerdings wusste ich auch, dass vermutlich Anfang September die ersten Windows Phone 8 Geräte vorgestellt würden und dachte mir, dass man diese Zeit vielleicht mit irgend einem Altgerät, das hier herumliegt, würde überbrücken müssen.

Windows Phone

Allerdings wollte das mein Mann nicht. Geistig hatte er sich wohl schon eine ganze Weile von dem System verabschiedet, weshalb ein gutes Angebot für ein weisses Lumia 710 auch begeistert zur Kenntnis genommen wurde. Der Vorteil dieser inzwischen nicht mehr ganz neuen Geräte ist, dass sie derzeit stark im Preis fallen ob der zu erwartenden Neugeräte.

Wir fuhren also zum nahe gelegenen Technikmarkt und kauften eines. Die Installation der Updates und Einrichtung des Gerätes lief wirklich schnell.

Interessanterweise ist es seither still im Raum geworden, nur hin und wieder unterbrochen von einem klangvollen, dreidimensionalen Glockensound, der eintreffende Emails signalisiert.

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Nokia E6-00 – das vergessene Symbian Phone – was es heißt, ein Symbian Gerät zu benutzen

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Nach all den Aufregungen des letzen Jahres über den Plan des Nokia Konzerns, sich zukünftig besser auf Windows Phones zu konzentrieren, wurde es, wenn man nicht zufällig zu der begeisterten Symbian Klientel gehörte, um die ehemaligen Flaggschiffe, die sich zuvor aus den Serien der Mediengeräten, auch N-Series genannt und den Businessgeräten, E-Series genannt, zusammensetzten, um die Nachfolger relativ ruhig – vor allem wenn man sich die Resonanz in der Presse genauer betrachtet.

Man hatte beinahe das Gefühl einer eingeschworenen Gemeinde von Ablehnung, da Android und iOS einfach nur “hipp” waren und sind und “Symbian” ja “so uncool”. Eigentlich war es schon egal, dass Nokia mit dem N8-00 bereits 2010 als erster Hersteller einen USB-OTG Anschluss standardmäßig verbaute, also einen Anschluss, mit dem man ganz normale PC-Mäuse und Tastaturen anschließen konnte, dass ein HDMI-Anschluss und zugehörige Stecker im Paket dabei waren – weil es nicht Android oder iOS war – so kann man mutmaßen, mal abgesehen von der allgemein überaus hochwertigen Verarbeitung der Geräte.

In Europa konnte man bis vor kurzem dann noch auf einen überaus breit gefächerten Service eingeschlossen einer standardmäßig vorgesehenen dreijährigen Garantie (keine Gewährleistung, sondern echte Garantie) für die Geräte, so dass dies in der Vergangenheit nicht selten ein weiterer Grund für den Kauf eines Nokiagerätes war.

Doch dieser Service ist in den letzen zwei Jahren spürbar geschrumpft, viele ServicePoints wurden geschlossen und es wird mindestens genauso schwierig einen technischen Ansprechpartner für eine Nokia Gerät zu erreichen, wie für alle anderen Smartphones auch.

…die Letzten verlassen das sinkende Schiff

Gleichzeitig bekamen eingefleischte Symbian Nutzer recht schnell ein Gefühl dafür, was es heisst, Fan einer Gerätegeneration zu sein, die es bald nicht mehr geben wird. Denn die zuvor stark vertretene Entwicklergemeinde für Symbian schien sich recht schnell zu dezimieren und sich andere Bereiche für neue Projekte zu suchen – wen wundert dies? Daher bekam man auch, vor allem wenn man bisher den stetig wachsenden Markt an Applikationen für Mobilfunkgeräte insgesamt beobachtete, den Eindruck, dass sich die im Markt erhältlichen Applikationen und ihre Entwickler mehr und mehr zurückzogen und auf die zwei großen Protagonisten iOS und Android konzentrierten: wer sitzt schon gern auf einem sinkendes Schiff?
Dies ist vor allem deshalb schade, weil ich im Umgang mit Symbian, sei es nun mit dem N8-00 oder dem E6-00 endlich das Gefühl hatte, dass eine Software – zumindest was ihre Entwicklung betrifft – auf dem richtigen Weg ist. Das Gefühl hatte ich seinerzeit nicht, als ich mein erstes S60v5 Phone, also ein Symbian^1 Gerät, das Nokia 5800 MX, in Händen hielt und mich fragte, wozu ich beim Scrollen mit dem Finger denn eine Scrollleiste auf der rechten Seite benötige, wenn ich doch den ganzen Bildschirm dazu verwenden kann, wie beim iPhone.

Jetzt fehlt es an innovativen Entwicklern, die die Massen der User dazu bewegen, sich für ein Nokia Handy zu entscheiden, da sie die eine oder andere Applikation unbedingt benutzen möchten.

Und genau hier liegt das Problem, da sich Nokia selbst, durch seine vorschnelle Aktion im Frühjahr 2011 in Abseits manöveriert hat. Denn durch die Ankündigung von Steven Elopp, während des Mobile World Congress, “sich zukünftig nur noch auf eine nicht selbst entwickelte Plattform wie Windows Phone konzentrieren zu wollen und die bis dahin als Zugpferde verwendeten, hoch gelobten Betriebssysteme wie MeeGo und Symbian entweder gar nicht mehr oder nur noch zeitlich begrenzt zu unterstützen”, ist denkbar ungünstig als Kaufsargument anzubringen. Wer wird sich als App Entwickler auf solch ein sinkendes Schiff begeben? Wohl niemand.

Zudem wurden in den letzten Tagen die schlechten Verkaufszahlen des Konzerns veröffentlicht, die als geradezu desaströs zu bezeichnen sind – eine logische Konsequenz, wie ich finde.

So konnte man im Verlauf des letzten Jahres dann auch vernehmen, dass zahlreiche Abteilungen, mehrere 1000 Mitarbeiter, von Nokia entlassen wurden. Dass eine Veränderung vorgenommen werden musste, war späteste ersichtlich, als erste Zahlen zu Entwicklungskosten publik gemacht wurden. Als deutlich wurde, dass Nokia im vergleich zum Apple Konzern, der schon seit einigen Jahren die Mobilfunkszene erfolgreich aufmischt, mit erheblich geringeren Mitteln, einen erheblich größeren Erfolg verbuchen konnte.

Mit Symbian Belle wurde alles besser

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Trotzdem brachte Nokia nach dieser ganzen Aufregung noch einige Symbian Geräte und auch Updates auf den Markt. Das im Frühjahr angekündigte erste Gerät mit Windows Phone als Betriebssystem in Form des Lumia 800 kam pünktlich im Herbst. In dieser Zeit wurde der lang ersehnte Symbian Nachfolger des erfolgreichen E72, das E6-00, in Deutschland auf den Markt gebracht.
Interessant an dem Gerät ist vor allem die konsequente Umsetzung des Symbian Anna Betriebssystem auf dem, wenn auch kleinen, so doch hoch auflösenden Retina Bildschirm, des E6-00 in Kombination mit einer vollen QWERTZ-Tastatur im Candybar Format à là Blackberry. Die bekannten Feature wie z.B. die Einbindung eines USB-On-The-Go, ist hier nur ein Beispiel für Inovation.
Die Begeisterung für das Gerät und seine Funktionalität lief soweit gut, bis es schließlich das lang ersehnte Update auf Symbian Belle gab: das System, von dem sich viele Nutzer mehr Usability versprachen.
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Letztlich entsprachen die Änderungen aber vermutlich eher dem Wunsch, sich der überaus erfolgreichen Android Benutzeroberfläche anzugleichen, was anhand zahlreicher Features ersichtlich ist, die im Zuge des Updates Einzug in das Symbian System hielten.
Mit dem Update, das meistenteils auf den klassischen Touchgeräten Anwendung findet, mag die Neuerung ein Segen sein, auf dem ohnehin schon kaum promoteten E6-00 Gerät wurde hingegen deutlich, dass die Benutzeroberfläche des Systems alles andere als flexibel ist. Anders, als vielleicht vermutet, ist sie für ein System mit fester Auflösung gedacht und lässt keinerlei Spielraum zu.
Was auf dem Nokia N8-00 oder E7-00 interessant aussieht, ist auf einem Gerät mit extrem hoher Auflösung alles andere als symetrisch: da werden Widgets nicht auf das Display angepasst oder Schriften sind unproportional klein.
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So gut der allgemeine Eindruck im Verkaufszustand mit Symbian Anna war, so schlecht ist dieser mit Symbian Belle. Insgesamt hinterläßt Symbian Belle einen schalen Beigeschmack auf dem Gerät und man ist hin und her gerissen, ob nicht doch lieber ein Schritt wieder zurück zu Symbian Anna getan werden sollte.

Woran es hapert

Trotz des nur mit 680 MHz bestückten ARM11 Prozessors, fühlt sich die Benutzung des Gerätes überaus flüssig an, was dem OS geschuldet ist, dass für Prozessoren mit geringer Leistung ausgelegt ist.

Wie wenig aber Nokia an die Integrierung des Systems in ein Candybar Format gedacht hat, wird schnell klar, wenn man sich den Browser genauer betrachtet, dessen Menü- und Statusleiste sich überhaupt nicht oder nur zum Teil ausblenden lassen, wie dies zuvor unter Anna der Fall war. Zudem werden die Leisten nicht skaliert, sondern verbleiben in dem selben Format wie bei den großen Brüdern.

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Die Konsequenz ist, dass faktisch nur noch 1/3 oder die Hälfte des hoch auflösenden Retinadisplays zur Verfügung steht um zu Surfen, der Rest wird von lästigen, im Vordergrund befindlichen Leisten verdeckt – was soll das? Ähnlich verhält es sich mit der Standardapplikation “SozialesNetz”. Die Umsetzung, die an sich schon von Anfang an etwas ruckelig auf den Geräten lief, ist auf dem E6-00 derart zusammengestaucht, dass man nur noch einen einzigen Tweet auf dem gesamten Display sieht. der Rest wird durch schwulstig übereinander staffierte Button versperrt – das ist alles andere als elegant.

 

Servicewüste

Vor allem der früher als hervorragend empfundene Service von Nokia scheint gefühlt um ein Vielfaches schlechter geworden zu sein, als man es gewöhnt ist: Software, die vor Jahren im Ovi-Store gekauft wurde, wird nicht immer als gekauft erkannt, was bei einigen Usern zu Frust führen dürfte, so wie es nicht allein bei mir nach dem Kauf der Applikation “Gravity” der Fall war. Eine Anfrage bei Nokia selbst, unter Vorlage des Kaufbelegs, verlief erfolglos, mit dem Verweis, “dass der Kauf zwei Jahre zurück liege”. Worin hier die Logik liegt, mag sich mir nicht erschließen, denn andere, ebenfalls vor zwei Jahren gekaufte Applikationen, werden sehr wohl als gekauft erkannt.
Bei derlei Geschäftsgebaren ist die Freude am Gerät leider sehr beschränkt, allein aus der Tatsache heraus, um das Wissen, dass hinter den Applikationen keine dauerhaft vorhandene Dienstleistung mehr steht. Hierbei wird der sonnst auch bei anderen Smartphones übliche Enthusiasmus über die Errungenschaft von Marketplaces der jeweiligen OS Plattformen ad absurdum geführt, denn einem wird schnell klar, dass beim Wegfall dieser Dienste, keinerlei Support für die Software vorhanden ist. Damit dürfte das Gerät dann recht schnell unbrauchbar werden. Mit dem Problem sind aber eigentlich alle Smartphone Benutzer konfrontiert, nur eben nicht so offenkundig.

Licht im Dunkel

Trotz dieses Makels ist das Nokia E6-00 ein interessantes Gerät für all diejenigen, die ein handliches Smartphone mit hervorragender Hardware ihr Eigen nennen möchten und weniger Wert auf eine unendlich hohe Anzahl an Applikationen legen. Die Verarbeitung ist nokiatypisch hervorragend und sucht Seinesgleichen. Die Kombination von hochauflösendem Display, eingefasst in Corning ® GorillaGlas und einer vollwertigen QWERTZ-Tastatur ist eine eher ungewöhnliche Kombination, die nur einen Vergleich mit dem Blakberry Bold 9900 stand hält. Das E6-00 hat eine Breite von 59 mm, ist also 7mm schmaler als das Blackberry Bold und liegt dabei in meiner eher als mittelgroß zu bezeichnenden Frauenhand hervorragend in der Hand: Man kann das gesamte Gerät quasi mit einem Daumen bedienen, was durchaus seinen Reiz hat.
Im Vergleich zum Blackberry Bold 9900 mit seinem 1230 mAh Akku trumpft das Nokia E6-00 zudem durch seinen größeren 1500 mAh Akku (BP-4L) auf, der bereits im Nokia E71, E72 und E52 zum Einsatz kam.
Aufgrund des Touchscreens ist der Verbrauch aber, trotz Symbian OS, um einiges höher als zuvor, weshalb zahlreiche Altuser, die auf das E6-00 umgesattelt haben, von der Laufzeit der Batterie enttäuscht sind. Für ein Smartphone ist diese aber durchaus sehr gut, auf jeden Fall erheblich besser als beim Blackberry Bold.
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Fazit

Insgesamt ist die Kombination aus “Touch and Type” sehr gelungen und dürfte all jene begeistern, die nicht unbedingt Wert auf ein großes Display legen, sondern deren Fokus in erster Linie auf die Integration der Tastatur, der Akkukapazität und der guten Hardware liegt. Also all jene, die nur mal “so nebenbei” im Internet surfen wollen, sich an einem Tablet oder Notebook für diesen Zweck aber sehr viel wohler fühlen.
Umso bedauerlicher ist es daher, dass dieses Stiefkind von Nokia nicht weiter unterstützt werden wird, denn es ist absehbar, dass wohl spätestens in einem Jahr hochwertige Symbian Geräte der Vergangenheit angehören dürften.
Die jetzt auf den Markt erscheinenden Protagonisten wie das Nokia 808 PureView, welches wiedereinmal mit überaus interessanten Innovationen, wie beispielsweise einer 41 MP Kamera glänzt, ist damit ein um so bedauerlicher Kandidat, der vom allgemeinen Verfall der Plattform betroffen sein dürfte.
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Computerbetriebssysteme und ihre Philosophie – Senioren am Computer

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Silversurfer

Mir ist schon das eine oder andere Mal beim Umgang mit Menschen, die noch nie zuvor mit einem Computer gearbeitet haben oder dies zumindest sehr selten tun, aufgefallen, um wieviel anders sie die für Computerenthusiasten inzwischen gängige Benutzeroberfläche der jeweiligen Betriebssysteme wahrnehmen. Viele Dinge, die wir sofort erkennen, stellen für sie geradezu unüberwindbare Hürden dar. Gemeint ist hier vor allem die Altersgruppe unserer Eltern und Großeltern, die nicht unbedingt mit einem Computer im Kinderzimmer aufgewachsen sind und auch im Laufe ihres Lebens keinerlei Umgang mit diesen pflegten.

…und hinter allem steckt eine Philosophie

Das A und O eines jeden Computers, ist nicht allein die Hardware, aus der das System besteht, sondern vielmehr das Zusammenspiel von Hard- und Software. Die die Art der Software, als Schnittstelle zwischen Benutzer und digital anzusprechenden Schaltkreisen ist daher auch enorm wichtig. Als erstes ist hier natürlich das Betriebssystem zu nennen, welches in erster Linie bestimmt, welcher Benutzerphilodophie ich angehöre: ob nun einem frei verfügbaren System wie Linux oder einem kommerziellem wie MS WIndows oder Apples OSX, um nur einige zu nennen. Die Benutzerphilosophie bestimmt letztlich, welchen Userkreis ich an meinem System erwarte und auch dementsprechende Rechte zur Veränderung einräume. Linux, das beispielsweise von jeher damit wirbt, besonders offen zu sein, ist für absolute Layen vermutlich nicht gerade als geeignetes Einsteigersystem zu bezeichnen, das sich durch einfache Benutzerführung selbsterklärt – auch wenn dies gern immer mal wieder von Linux Enthusiasten behauptet wird.

Mit den Systemen von Apple und Microsoft sieht dies hingegen schon viel einfacher aus, da sie sich auf die Fahnen geschrieben haben, einem möglichst großen Benutzerkreis offen zu stehen. Vor allem der Apple Konzern wirbt oft und gern damit intuitiv bedienbar und transparent zu sein. Ob dieser Anspruch auch erfüllt wird, steht auf einem anderen Blatt Papier und muss sicherlich individuell entschieden werden. Wie sieht es aber tatsächlich mit dem Personenkreis der über 60 Jährigen aus – also all jenen, die nicht unbedingt mit Computern in ihren Wohn- oder Schlafzimmern aufgewachsen sind, sich wohlmöglich das erste Mal an solch ein Ungetüm setzen?

Wie kann man diesem Personenkreis so etwas wie Microsoft Windows oder Apples OSX erklären, wie verdeutlichen, wo die Stärken und wo die Schwächen des Betriebssystems liegen? Es wird umso schwieriger, je später der Entschluss zum Zugang zu dieser für sie neuen Form der Medien gefast wird, da auch mit dem zunehmenden Alter das Lernen schwieriger wird – wir wissen alle, dass es weiß Gott nicht bei allen so ist, aber zumindest bei sehr vielen.

Silver Surver

Umso erfreulicher ist es daher, wenn diese vermeintliche Hürde einmal überwunden wird, die Neugierde der anfänglichen Angst vor neuem obsiegt und Vater, Mutter, Oma oder Opa sich plötzlich ein iPad, einen PC oder Mac kaufen und einen Sprung in das Abenteuer “Computer” bzw.  “Internet” wagen.

Wie groß diese Hürde sein kann, habe ich oft selbst in meinem Familienkreis beobachtet – stellen hier sogar schon einfache Peripheriegeräte wie eine Maus oder das Keyboard eine ernste Hürde da, weil für sie diese fremde Form der indirekten Bedienung, nicht sofort verständlich ist. Oft sieht man, dass sie komplett absorbiert von der Fülle der neuen Eindrücke, die Übersicht verlieren und viele Dinge nicht  sofort verstehen, wodurch nicht selten Frust aufkeimt, wenn der Enkel plötzlich mehr weiß, als man selbst. Wo bleibt hier die Vorbildfunktion, wo die Autorität? Ich verstehe auch nicht immer alles sofort, aber sitzt Oma einmal vor dem PC, möchte sie nicht selten, dass sich die digitale Welt genauso einfach erschließt, wie beispielsweise das Anschalten des Fernsehers oder der Waschmaschine, da dies von dem entspannt auf dem Sofa mit dem iPad surfenden jungen Mann in der Werbung so suggeriert wird. Dass die heutige Form der PC´s oftmals schon sehr nah an diese Vorstellungen heranreichen, können diejenigen naturgemäß noch nicht begreifen, die das erste Mal davor sitzen. Sie dürfen nur am Anfang nicht zuviel von sich erwarten.

Spannend wird es aber dann, wenn Oma oder Opa sich tatsächlich auf das Abenteuer einlassen, dies also nicht als kurzes Intermezzo betrachten.

Erst dann kann etwas wirklich spannendes passieren, was die “Silversurfer” dann, die im allgemeinen einen ganz anderen Zugang zur Materie haben, zu sehr guten Testpersonen mutieren lässt. Nicht selten sind es gerade diejenigen, die einen wachen Blick für das Wesentlich behalten, die Problematiken von einer ganz anderen Perspektive aus betrachten. Vor allem, wenn es im weiteren Verlauf darum geht, herauszufinden, ob ein Computerprogramm benutzerfreundlich oder es übersichtlich ist und ob es andere, bisher nicht erkannte Hürden gibt, die es zu korrigieren gilt.

Der Blick für das wesentliche

Es geht nicht darum zu demonstrieren, dass schon ein Baby ein iPad bedienen kann, sondern vielmehr darum, durch den Blick eines Aussenstehenden auf das uns umgebende alltägliche Chaos, das Gefühl für wesentlich Fragen zu erhalten – wir vergessen das mitunter.

Es ist nicht selten von Vorteil, sich in aller Ruhe einmal hinter sie zu setzen und ihnen bei ihren ersten Schritten in die digitale Welt über die Schulter zu schauen. Spannend wird es vor allen in Situationen, in denen Fragen oder Probleme auftauchen, mit denen sie, aufgrund mangelnden Wissens hadern.

Das hat auch der Blogger Chris Pirillo erkannt und sich mit seinem Vater zusammengesetzt, um ihn mit verschiedenen, derzeit sehr aktuellen Fragen zu konfrontieren.

Er hat ihn das erste Mal in seinem Leben vor einen Apple und einen Windows PC mit Windows 8 gesetzt. Sein Vater, der – ganz im Gegenteil zu manch vergleichbaren Silversurfer, immerhin schon mit dem Betriebssystemen Windows XP und Windows 7 vertraut ist und auch einige Erfahrungen mit einem iPad so wie einem iPhone aufweisen kann, sollte dabei ganz offen über Eindrücke, im Umgang mit dem System berichten, was er auf umwerfende Art und Weise getan hat. Interessant ist nicht nur was er sagt, sondern auch die Beobachtung seiner sich verändernden Mimik während der Nutzung, stößt er beispielsweise auf Schwierigkeiten.

Noch bevor er überhaupt über seine eignen Eindrücke referiert, kann man so bereits gut ablesen, wo eventuelle Schwierigkeiten im System liegen, Unklarheiten oder echte Hürden vorkommen. Zudem ist er nicht verleitet, durch zuviel Vorkenntnisse, die eine oder andere Schwierigkeit zu übergehen – er tappt vielmehr voll hinein – da er um die Schwierigkeiten nicht weiss.

Wie die Leute Windows 8 benutzen werden

 

Fazit: Pro und Contra zur Benutzung von WIndows 8

 

Sichtweise eines Anfängers: Erste Benutzung von Mac OSX

 

Vergleich: Mac OSX und MS Windows 8

 


Quelle: Silver SurferLockerGnome.com

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Producing the Apple devices – ABC News – Nightline – Ein kleiner Einblick in die Arbeitsbedingungen des Foxconn Konzerns

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Leider erreichen uns hier in Europa, zumindest was den offiziellen Weg betrifft, aufgrund des Mangels an internationalen Übertragungsrechten (so die ofizielle Begründung), nicht alle Bilder des Exklusivberichts der ABC über die Arbeitsbedingungen der Taiwanesischen Firma Foxconn, insbesondere der in die Schlagzeilen geratenen, in China ansässigen Fabrik der Firma in Shenzhen.
Interessanterweise ist der Apple Konzern mitte Januar der 1999 durch Bill Clinton ins Leben gerufenen Fair Labor Association (FLA) als zahlendes Mitglied beigetreten und hat etwa einen Monat später die Untersuchungen der Arbeitsbedingungen eben jener FLA in Auftrag gegeben. Da ist es nur folgerichtig, das einer der größten Fernsehsender der USA exklusive Filmrechte erhält, um über eben jene Fabrik berichten zu können, die für so schlechte Schlagzeilen sorgte. Offenbar hat der Apple Konzern nun doch ein wenig Sorge, dass durch das anhaltend schlechte Medienecho der Umsatz irgendwann einmal sinken könnte.

Ich habe mal ein wenig auf der Seite des Senders herumgestöbert und alles zusammengetragen, was die Seite für uns Europäer hergibt:

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Bloggen mit dem Mac – eine Odyssee der Editoren

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Foto am 14 02 12 um 19 59
Seitdem ich mein Equipment von Windows auf OSX gewechselt habe, suche ich nach einer guten Blogger Software, mit der ich sowohl off- als auch online meine Blogtexte verfassen kann, Verwöhnt von der für das iPad gut entwickelten App. „Blogsy“, stellte sich natürlich der Wunsch ein, dies so komfortabel als möglich zu tun und vor allem mit der Möglichkeit bequem auf die bekannten Medien, wie z.B. Picasa u.a., zur Einbindung in den Blog zugreifen zu können. Da eine Nutzung eines Flickr Accounts erst dann wirklich sinnvoll wird, erweitert man den Account und bezahlt diesen, bin ich schon lange davon abgekommen, hier Bilder zu veröffentlichen. Picasa ist durch seine Erweiterung mit Google+ allerdings überaus interessant geworden, zumal man mit einem Standard Account schon sehr weit kommt.
Neben der derzeit auf den Markt als „Non plus Ultra“angesehenen Applikation „MarsEdit“ empfand ich auch die für andere Belange durchaus interessante Software „MacJournal“ als überaus interessant und lud mir die beiden Demos sofort herunter. Als Vergleich gesellte sich auch die etwas ältere Software, aber bei vielen Bloggern durchaus geschätzte “Ecto” hinzu. Ein überaus kurzer Versuch mit “MyWPedit” konnte mich überhaupt nicht überzeugen, so dass ich die Software schon nach 10 Minuten Testen wieder von meinem MacBook Air verbannte. Warum? Nun, beim Einbinden von Grafiken wurde jedes Mal nach einem Update eine neue Grafik erstellt, das Einbinden an sich war leider sehr hakelig, das Schreiben von Text und das Layoutieren überaus kompliziert und nur über ein Dropdown Menü zu bewerkstelligen. Aber es ist eine junge Software, die stetig weiter entwickelt wird, weshalb ich mir sicherlich in naher Zukunft die Software nochmals anschauen werde.



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Das soll nicht heissen, dass etwa die andere Software erheblich besser ist, eigentlich – das muss ich insgesamt feststellen – erfüllt bisher keine der Applikationen meinen Anforderungen für einen Offline-Editor zu 100%. Es ist schon bezeichnend, dass ich, während ich noch am Testen bin und Stück für Stück den Text schreibe, letztlich dann doch an meinem Safari Browser sitze, den Online Editor von “Blogger” und zum Teil “WordPress” geöffnet habe und genau das machen kann, was ich die ganze Zeit will: den Text flüssig schreiben, sofort einfach layoutieren, ohne mich in endlosen Menükaskaden zu verheddern und der Möglichkeit Bilder in einem flüssigen Arbeitsgang einbinden zu können, unabhängig davon wo diese gehostet sind.

Bilder online stellen

Die erste Konfiguration für das Editieren von Blogseiten, dies betrifft in meinem Fall sowohl „Blogger“, dessen Blog mir als Testwiese dient, als auch „WordPress“, gestaltete sich relativ einfach und ein Erstellen von Text so wie dessen Layout wurde geradezu ein Vergnügen, vor allem durch die hervorragenden Vollbildfunktion von MarsEdit und MacJournal, die beide für Lion optimiert sind.
Einziges Manko scheint das Einbinden von online befindlichen Bildern zu sein, deren Funktionalität ich bei MacJournal entweder bisher noch nicht habe finden können oder es gibt sie schlichtweg nicht.
MarsEdit kann dies zumindest in sofern, als dass man zuvor den Link eines einzubindenden Bildes in die Zwischenablage kopiert und dieses anschließend durch einen “Rechtsklick”, dann “Format” und anschließend mit der Auswahl der Option “Image from Link” anklickt um es in den jeweiligen Textabschnitt einzubinden. Ein Anpassen der Grösse des Bildes ist bei MarsEdit allerdings im Nachhinein nicht möglich, so dass man sich schon gut überlegen muss, welche Bilder man einbindet und welche nicht. Insgesamt ist das bearbeiten von Bildern aber in jeder der genannten Bloganwendungen absolut unzureichend. Bei MacJournal ist hingegen ein Verändern der Grösse jederzeit möglich, indem man auf die untere rechte Ecke eines Bildes klickt und dieses nach Bedarf grösser oder kleiner zieht – das gefällt.
Dies mag für Programme, deren zentraler Fokus nicht unbedingt im Bloggen liegt, wie beispielsweise MacJournal noch angehen, aber für ein Tool wie MarsEdit, das einzig und allein zum Bloggen gedacht ist, kann ich das nicht akzeptieren.
Einen absoluter Glanzpunkt stellt bei dieser Funktion Ecto dar, bei dem man, neben der Möglichkeit die Grösse zu verändern, auch den Randabstatt äusserst komfortabel konfigurieren kann. Leider zeigt es wiederum Schwächen, wenn es darum geht, ein bereits im Internet befindliches Bild einzufügen und anzupassen.
Ich möchte nochmals unterstreichen, dass es mir hier nicht darum geht, den Text als html-Datei zu bearbeiten, das kann ich letztlich mit jedem Html-Editor auch tun, sondern ich erwarte von einem speziell für´s Bloggen konzeptionierten Programm, bequeme Möglichkeiten der WYSWYG-Editierung inkl. aller Anbindungen an wichtigste Internetdienste.


Immer nur Flickr…


Allen Programmen gemein ist, neben der Möglichkeit auf dem eigenen Server Bilder abzuspeichern, die Möglichkeit zur Einbindung von Bildern mittels eines Flickr-Accounts. Doch mal Hand auf´s Herz, welcher Blogger nutzt denn ausschließlich Flickr mit einem Freeaccount? Ich würde mir eine Einbindung verschiedenster Bilderhostingdienste wünschen, wie z.B. Picasa, Posterous oder anderer Social-Dienste, die es inzwischen gibt. Vor allem auch das Einbinden ganzer Alben in Form von Galerieansichten.
Für mich heißt das, dass ich weder auf die bereits existierende Albenvielfalt meines Picasakontos noch auf bereits im Netz stehende Bilder meines WordPress Blogs bequem zugreifen kann, was ich als absolutes “NoGo” bezeichnen möchte.
Auch wenn man die Bilder auf dem eigenen Server, im dafür vorgesehenen Medienordner speichern kann, so ist es trotzdem nicht möglich, auf bereits bestehende Bilderarchive zuzugreifen.


Bilder auf dem eigenen Server

Es wird bei der Erstellung des Accounts von MarsEdit, Ecto und MacJournal lediglich auf ein vom Programm erstelltes Album zugegriffen, welches dann mit den jeweiligen Bildern gefüllt wird. Da MarsEdit einen MediaBrowser hat, kann man die bereits von MarsEdit hochgeladenen Bilder einsehen und in anderen Blogeinträgen weiter verwenden ohne sie erneut hochladen zu müssen, was schon mal ein sehr guter Ansatz ist. Auf andere Bilder kann man, wie oben bereits erwähnt wurde, nicht zugreifen, auch nicht Bilder, die man anschließend mittels der Picasa Anwendung in das spezielle Verzeichnis lädt.
MacJournal lässt, trotz Medienmanager, keinen Einblick auf bereits im Internet befindliche Bilder zu – ein absolutes NoGo! Während der Erstellung meines Artikels, den ich mal in der einen, mal der anderen Software bearbeitet, musste ich feststellen, dass es eigentlich in jeder Software nicht nur einmal passierte, dass ein und das selbe Bild doppelt abgespeichert wurde, weil beim Update das eine oder andere Häkchen nicht gesetzt wurde oder die Verwaltung schlichtweg zu intransparent ist. Unter MarsEdit erhält man dann immerhin noch die Möglichkeit, begeht man diesen Fehler, durch den Medienmanager, doppelt geladene Bilder zu entfernen, in MacJournal sieht man bereits hochgeladene Bilder gar nicht und wundert sich vermutlich irgendwann, sofern man viel mit Bildern arbeitet, dass das Verzeichnis einfach überquillt.

Allerdings ist der Umgang mit Bildern bei MarsEdt auch nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint, denn es läßt sich zwar angeben, welche Auflösung die für den Upload bereitgestellten Bilder haben sollen, allerdings lassen sich diese nachträglich nicht wirklich verändern, so dass man z.B. bei einer standardmässig genutzten Auflösung von 1024 x 768 Pixel eine “Lightbox-Option” gar nicht sinnvoll nutzen kann, da die einzubindenden Bilder natürlich verkleinert dargestellt werden müssen. Damit ist man dazu verdammt, alle Bilder in einer geringeren Auflösung über MarsEdit hochzuladen, als man eigentlich will. Das ist vor allem dann unschön, wenn man kleinteilige Grafik hat, die man zwingend in einer höheren Auflösung nutzen möchte, aber in so hoher Auflösung aus layouttechnischen Gründen gar nicht in den Text mit einbringen kann.

Ich habe dieses Minus an Optionen bei MarsEdit versucht zu umgehen, indem ich Bilder in der gewünschten Auflösung eingefügt habe, sie anschließend löschte um das dann im Medienmanager zu sehene Bild in veränderter Grösse erneut einzubinden. Dummerweise erstellt mir MarsEdit dann ein neues Bild, das im MedienBrowser abgespeichert wird – für meine Anforderungen völlig unsinnig. Ich würde es dann verstehen, wenn ein geringer auflösendes Alias erzeugt würde, das auf das Original verweist, konnte aber nirgends entdecken, dass diese Funktion hier vorgesehen ist.

Interessanterweise ist, zumindest was das Editieren von Bildern betrifft, Ecto, so alt die Software auch ist, hier mein klarer Favorit, da es sehr variable Möglichkeiten zur Bildeditierung anbietet, die einfach zu bedienen und klar verständlich sind. Leider konnte ich nirgend die Möglichkeit erkennen, wie oder ob man bereits online stehende Bilder einbinden kann, was mit MacJournal im Übrigen ebenfalls nicht möglich ist.
Einzig die Option der HTML-Ansicht ermöglicht dann, bis auf MacJournal, wo es diese Option nicht gibt, ein freies Layoutieren, sowohl von externen Bildern, als auch der Positionierung innerhalb des Textes. das ist aber eigentlich nicht das, was mir vorschwebte, als ich mich nach  geeigneter Software anfing umzusehen.
Da sich Ecto dann aber als überaus instabil auf meinem Lion System herausgestellt hat, musste ich eine Investition in dieses Programm auch ad acta legen – eigentlich schade.

Text erstellen und Bearbeiten

Wichtigster Aspekt beim Bloggen ist und bleibt aber immer noch das Schreiben. Dazu gehört bei einem guten Blogger-Programm meiner Meinung nach aber auch die Möglichkeit, den geschriebenen Text noch im Schreibfluss zu formatieren, um für sich selbst Ordnung zu schaffen. Ich fand es schon immer hilfreich, noch während des Schreibens leichte Strukturen zu schaffen, um den Überblick nicht zu verlieren – dies ist umso wichtiger, je länger der Text  oder je defiziler der Inhalt des Geschriebenen ist. Vermutlich liegt darin auch der Siegeszug von all den WYSWYG Textprogrammen begründet, wie MS Word, OpenOffice Write oder Pages. Man erhält ein Werkzeug in die Hand mit dem man sich keine Gedanken mehr darüber machen muss, wie man die Grafik auf einer Seite montieren muss, sondern nur noch darüber, welche man nimmt und wo man sie platziert, alles andere ist nebensächlich.
Darum erwarte ich von einem Editor, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, dass er Spezialist fü´r Bloggen ist auch, dass er diese zentrale Tätigkeit herausragend erfüllt, denn sonnst könnte ich mir auch einen beliebigen HTML-Editor nehmen und die Seite so erstellen.

Umso frustrierter war ich, als ich feststellen musste, dass ausgerechnet das teuerste aller Blogeditoren, MarsEdit, bei der Möglichkeit zur Modifizierung der Darstellung von einfachen Formatoptionen, wie z.B. “Fett“, “Italic” oder “unterstrichen“, einem lediglich ein relativ verschachteltes Dropdown-Menü anbietet, das nicht einmal veränderbar ist. Da bietet selbst der betagte Ecto Editor mehr, so dass ich schon versucht war, nur diesen zur Erfassung meiner Texte zu verwenden – wenn da nicht die Instabilität wäre. MacJournal ist hier leider ähnlich verschachtelt wie MarsEdit, wenn auch nicht ganz so schlimm. Ich verstehe nicht, was dagegenspricht, die sonnst auf dem Mac so leere Menüleiste des Programms mit sinnvollen Shortlinks zu füllen?
Ich muss gestehen, dass ich mitunter einfach in den HTML-Modus wechselte, den man zugegebenermassen recht schnell wechseln konnte, da es schneller war, kurze Fontstyles zu erstellen oder mal eben den Text vernünftig auszurichten, als sich durch das Menü zu hangeln. Dabei fiel mir dann auch auf, dass MacJournal zwar eine Bearbeitung im “Plaine- und Ritchtext-Format” unterstützt, das HTML-Format dabei aber total unterschlagen hat. das ist fatal, wenn man versucht irgend etwas auf der Seite vernünftig zu platzieren, geschweige denn externe Bilder zu montieren, was entweder zu einem Geduldspiel ausartet oder schlichtweg nicht möglich ist. Besonders ärgerlich ist es, will man beispielsweise im MarsEdit ein Bild mittels CSS vernünftig ausrichten, da man beim Wechsel in den HTML_Modus zum einen HTML-Text geboten bekommt, der in keinster Weise strukturiert ist, zum anderen hat man nicht einmal die Möglichkeit, den zur Bearbeitung gedachten Text zuvor, zwecks schnellerer Lokalisierung, zu markieren, umzuschalten und dann sofort zu finden, denn die Markierungen bleiben leider nicht bestehen.
Das führte dazu, dass ich auf der Suche nach einem bestimmten Bild innerhalb eines stark strukturierten Textes, beinahe verzweifelte, da ich das Bild mit dem blossen Auge einfach nicht finden konnte.
Besser arbeitet hier eindeutig Ecto, der den HTML-Text zumindest logisch umbricht und einteilt um so für etwas Struktur sorgt.

Wo sind denn die Tabellenfunktionen hin…?

Als während der Erstellung dieses Textes der Wunsch aufkeimte, vielleicht die eine oder andere Tabelle zu generieren, musste ich feststellen, dass weder im hochgepriesenen MarsEdit, noch in Ecto die Möglichkeit besteht eine Tabelle einzufügen. Will man selbiges tun, muss man in den HTML-Modus wechseln und klassisch HTML-Tags bemühen. Einzig MacJournal bietet hier eine komfortable Möglichkeit Tabellen zu generieren und zu bearbeiten. Sie ist in dem Programm auch lebensnotwendig, da sie im Übrigen die einzige Möglichkeit bietet, Bilder innerhalb des Textes vernünftig ausrichten zu können.


Fazit


Was bleibt nun bei meiner Odyssee durch die drei derzeit wichtigsten Programme für das Bloggen auf dem Mac zu sagen? ich würde sagen, man kommt nicht umhin einen leicht schalen Beigeschmack zu haben, da keines der drei Programme einen wirklich dazu veranlasst es als einzelne Software zum bloggen zu verwenden. MacJournal machte auf mich zu Beginn meines Tests einen sehr soliden Eindruck, bis ich an den Punkt gelangte, an dem ich mit Bilder hantieren musste. Zudem gibt es keine Funktion “Entwürfe” zu speichern – eine Funktion, die bei Blogeditoren selbstverständlich sein sollte. MarsEdit wirkt in vielen Bereichen wie eine sich in Produktion befindliche Applikation, die schon einiges an guten Ideen hat, aber gravierende Mängel im eigentlichen Layout aufweist, was für einen guten Workflow unumgänglich wäre, dafür läuft es von allen Programmen am stabilsten: es gab keinerlei Abstürze. Da MarsEdit mit seinem Preis von über 30,-€ ein recht teures Programm in diesem Rennen ist, muss man, wie ich finde, logischerweise auch etwas höhere Ansprüche anbringen. Ich empfinde die Software für das, was sie kann, überteuert. MacJournal steht in dem selben Preissegment wie MarsEdit, allerdings nicht mit dem hohen Anspruch für das Bloggen spezialisiert zu sein, weshalb mein Urteil nicht ganz so streng ausfällt. Dennoch kann ich für das Programm, zumindest was das Bloggen betrifft, keine echte Empfehlung aussprechen.
Bleibt zum Schluss noch Ecto, das ich zu Beginn meines Tests eigentlich sofort verwerfen wollte, da es mit seiner doch recht altbackenen Oberfläche nichtgerade zum Benutzen einlädt.
Im Laufe der Benutzung, vielleicht aber aus aus der Verzweiflung heraus, was die beiden anderen Programme alles nicht können, griff ich vermehrt auf Ecto zu, da hier die Menüleisten konfigurierter sind und ein schneller Zugriff auf Textformatierungsoptionen vorhanden ist. Zudem ist die Option, Bilder zu Positionieren und korrekt darzustellen sehr gut umgesetzt.
Allerdings wird Ecto, so ist zumindest der derzeitige Stand, wohl nicht so schnell weiterentwickelt, was wirklich bedauerlich ist. Denn etwas Feinschliff, eine bessere Integrierung moderner SocialNetwork Dienste und eine stabilere Engine unter Lion würden der Software gewiss gut tun. Zudem ist es mit seinem Preis von 16,29€ geradezu günstig im Vergleich zu seinen Konkurrenten.


Ein Ausblick


Eigentlich wollte ich den Text mit der von mir als absoluten Sieger auserkorenen Software beschliessen, sitze nun aber vor einem geöffneten Browserfenster und tippe den Text in einem Onlineeditor. Ich bin, trotz meiner sich jetzt breitmachenden Ernüchterung, immernoch zuversichtlich, dass sich noch etwas tut, in diesem Sektor.
Schließlich gibt es noch Blogger, dass ich bisher nicht testen konnte, da die unter Lion lauffähige Version 2.0 noch in Entwicklung ist. Zudem wird MarsEdit stetig und intensiv weiterentwickelt, was wiederum für dieses Programm spricht. Ecto ist für mich der tragische Held im Reigen der Editoren, da er im Prinzip schon fast alles wichtige beinhaltet, aber keine Anzeichen sichtbar sind, dass es Neuerungen geben wird. Eine vielleicht etwas teure Lösung könnte ein Versuch mit RapidWeaver sein, der offenbar zu seinen zahlreichen, käuflich erwerbbaren Plug-ins auch eine Option mit Blogeditor (Rapidblog) anbietet. 


MarsEdit 3


positiv
+ guter MedienManager
+ Onlinebearbeitung möglich
+ Erstellung von Drafts
+ bedingt einfaches Einfügen des Textes mit Grafik möglich


negativ
– kein Zugriff auf bereits online stehende Grafiken (Ausnahme: Flickr-Account)
– Zugriff auf Textformate ist hakelig
– kein nachträgliches verändern der integrierten Grafiken
– Preis


MacJournal 6


positiv
+ Übersichtliche Menüstruktur
+ hervorragender Vollbildeditor zum Erfassen von Texten
+ Option zum Erstellen von Tabellen
+ läuft sehr stabil


neutral
+/- Medienmanager, mit dem man aber nicht viel machen kann


negativ
– keine Erstellung von Drafts
– Bilder können nicht richtig montiert werden – ohne Textumfliessung
– Textformatierung ist etwas hakelig
– Preis


Ecto


positiv
+ recht guter Medienmanager
+ hervorragende Einbindung von Bildern
+ sehr übersichtliche Formatierungsmöglichkeiten
+ Erstellung von Drafts
+ Onlinebearbeitung möglich
+ Preis


negativ
– sehr instabil unter Lion
– altbackene Oberfläche und Funktionen

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