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Mobile Word Congress 2012 Highlight – Nokia 808 PureView

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Es war einmal ein Symbian…

Ich hätte nicht gedacht, dass man von Nokia, insbesondere einem Symbian Gerät, nochmal ein solch großes Medienecho erhält, wie es in diesem Jahr auf dem Mobile World Congress erfolgte.
Die Rede ist dabei von dem Nachfolger des bereits im Herbst 2010 erschienen Kamerahandy N8-00, das Nokia 808 Pure View. Interessant dabei ist nicht etwa eine Besonderheit des Betriebssystems oder der Kameradesigns, sondern eine Eigenschaft, für die Nokia schon seit Jahren berühmt ist, seit sie die Firma Carl Zeiss beauftragt haben für die Ausstattung ihrer HighEnd Geräte, hervorragende Kamerasysteme zu schaffen. Dieses Vorhaben, begonnen 2005 mit Einführung ihrer N-Series Geräte, dem N90, dem ersten HighEndgerät mit dieser besonderen Optik, ist ihnen auch jetzt wieder gelungen und diesbezüglich besondere Akzente zu setzten.
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Schön ist diese Tatsache vor allem vor dem traurigen Hintergrund, dass Nokia 2011 beschlossen hat, in Zukunft auf Symbian zu verzichten und seine HighEnd Geräte demnächst nur noch mit  WindowsPhone OS zu bestücken.
Wie wenig weitsichtig die damalige Offerte von S. Elop im Januar 2011 war, zeigte sich in den daraus resultierenden schlechteren Verkaufszahlen und stetigen Preisverfall der Geräte in Europa – da in ihnen keiner mehr eine Zukunft sah – unabhängig davon, welche Qualität die Geräte tatsächlich hatten. Trotz allem, waren die Verkaufszahlen weltweit immer noch besser, als die der WindowsPhone Geräte. Aber so ist nun einmal der Markt.
Schließlich waren es die Symbian Begeisterten, die die Geräte weiterhin benutzten, was das damalige Kamerahandy von Nokia betrifft, das Nokia N8-00, welches zumeist von Kamerabegeisterten genutzt wurde, die sich auf Seiten wie Facebook und Flickr weiterhin austauschten und dies auch immer noch tun.
Umso seltsamer scheint es, dass ausgerechnet ein Jahr nach dem Beschluss, das neue HighEnd Produkt der Firma kein Windows Phone Gerät ist, sondern weiterhin unter Symbian Belle, hier mit  Feature Pack 1, läuft – es vermutlich sein muss – aus Mangel an Effektivität des so hoch gelobten Betriebssystems Windows Phone 7.5. Das – sind wir mal ehrlich – für einen gewissen Benutzerkreis durchaus interessant ist, aber zahlreiche von Nokia bekannte Features wie echtes Multitasking, freie Erweiterbarkeit des Speichers, HDMI, USB-On-the-Go und vieles mehr, einfach noch nicht unterstützt – dies vielleicht niemals wird unterstützen können.

Das 808 Pure View wird vermutlich das letzte seiner Art sein und das ist traurig, denn – so hakelig das System auch ist, es ist zuverlässig und bietet und bot sensationelle Neuerungen, die über die Jahre gesehen Maßstäbe setzte, angefangen mit dem 2005 veröffentlichten ersten Kamerahandy mit Carl Zeiss Objektiv.
Der Nachfolger des 808 wird dann vermutlich, sofern Microsoft es schafft ein echtes Betriebssystem zu erschaffen, ein Windows Phone Gerät werden.
Vielleicht erschafft Nokia aber auch tatsächlich eine gänzlich neue Form mobiler Kamera Geräte, mit direktem Internetzugriff, wie ihn sich so manch Blogger oder Journalist wünschen würde, das dann unter Symbian läuft – ein System, das Nokia nach eigenen Aussagen beherrscht. Allerdings müssten dann die Schnittstellen zu den verschiedenen Social Network Diensten erweitert werden – was wohl die geringste Schwierigkeit sein dürfte. Hier dürfte Nokia mal wieder, und das wohl für lange Zeit, unerreicht, einsam an der Spitze stehen.

Doch dass sind vermutlich Träume einer Bloggerin, die viel und gern fotografiert, die viele Jahre Nokia Geräte benutzt hat und zur Zeit, nach dem dem Nokia N8-00, ein iPhone4s benutzt.

Nokia 808 PureView – Spezifikationen
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Der Sensor

Super-High-Resolution Sensor, der theoretisch Aufnahmen mit einer Pixeldichte von 7728 x 5368, somit 41 MP ermöglicht. Aufgrund unserers Bild Aspektratios von 16:9 oder 4:3 kommen so Aufnahmen von maximal 38 MP zustande, d.h. je nach benutzen Aspektratio von 16:9 oder 4:3, können damit Bilder oder Videos mit einer Pixeldichte von 7728 x 4354 (16:9) oder 7152 x 5368 (4:3) erreicht werden. Je nach Wahl der zu produzierenden MP Anzahl, die wahlweise zwischen 8, 5 und 3 variiert, sind verschiedene digitale Zoomstufen ohne großen optischen Verlust möglich.

Beim Nokia N8 gab es noch zwei echte Zoomstufen, die allerdings beschränkt waren, um einen zu hohen Verlust der Bildqualität zu vermeiden. Aufgrund der hohen Kapazität des Sensors beim 808, ist es nun möglich, den anzuzoomenden Bildausschnitt anzuwählen und zu selektieren.

 

Pixel Oversampling

Die von Nokia als Pixel-Oversampling genannte Funktion, beruht in erster Linie auf eine Kombination mehrerer Pixel, die der Sensor aufnimmt, und bei der Erfassung des Bildes zu einem “Superpixel” zusammenfasst, wodurch gerade bei schlechten Lichtverhältnissen ein zu hohes Rauschen minimiert wird. Dieser Vorgang des Oversampling ist je nach gewählter MP Auflösung mal stärker, mal schwächer. Bei einem gewählten Output von 3MP und einer vierfachen Zoomstufe, wird dann ein Oversampling von 14:1 verwendet, bei 5MP und einer dreifachen zoomstufe ist dies 8:1, bei 8 MP letztlich 5:1. D.h.  Bei Videoaufnahmen in einer Auflösung von 1080p ist beispielsweise ein vierfacher Zoom ohne größere Verluste möglich, bei 720p sind dies ein sechsfacher Zoom und bei nHD, also einer Auflösung von 640 x 360 Pixel, 12 Zoomstufen, die mit 30fps im H.264 Format aufgenommen werden können.

Aufgrund dieser immens hohen Auflösung des Sensors können damit softwareseitig selbst bei starkem Zoom keinerlei Verluste verzeichnet werden, die zumindest mit dem bloßen Auge nicht mehr wahrgenommen werden können.

Audio

Die Aufnahmen des Nokia 808 PureView werden, genau wie dies schon beim Nokia N8-00 der Fall war, alle in Stereo Dolby Surround aufgenommen, die Aufnahmen in CD Qualität ermöglichen. Wie gut diese Audioqualität sein kann, habe ich selbst durch zahlreiche Tests des Nokia N8-00 erfahren dürfen, das seinesgleichen sucht.



Daten:

  • Maße – 123,9×60,2×13,9mm
  • Nokia_808_PureView_white_specifications_338x465.jpg
  • Gewicht – 169g
  • Display – 4″ 2,5D curved AMOLED (Corning Gorilla Glass)
  • Auflösung – 640×360 Pixel
  • Speicher – 16 GB intern
  • Micro SD – bis zu 48 GB
  • Micro-USB On-the-Go
  • Micro-HDMI
  • Bluetooth 3.0
  • WLAN b/g/n
  • A-GPS
  • NFC Sensor
  • FM-Transmitter
  • Hardwarekeys – Home, Gesprächsannahme, Auflegen, Power, Sperre, Volume+/-, Kamera
  • Gesprächszeit – GSM bis 11 Stdn., WCDMA bis zu 6,5 Stdn.
  • Standbyzeit – GSM bis zu 465 Stdn., WVDMA bis zu 540 Stdn.
  • herausnehmbare Battery – Typus BL-4D (1400 mAh)
  • Kameradaten – 41 MP Sensor, 1 Xenon Blitz, 1 LED für Videoaufnahmen, Carl Zeiss Optik: Länge des Fokus 8,02 mm
  • Farben – Weiß, Schwarz, Rot



Verfügbarkeit – Voraussichtlich Mai 2012
Preis – etwa 450,-€


Quelle: Nokia

Links

Interessante erste Vorabtests gibt es auf den Seite von Steve Litchfield wie etwa All about Symbian
und auf im Blog von Steve Chippy Paine´s Spezialseite, die sich u.a. mit Kamerahandys auseinandersetzt Chippy´s Hiblue Lab

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Bloggen mit dem Mac – eine Odyssee der Editoren

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Foto am 14 02 12 um 19 59
Seitdem ich mein Equipment von Windows auf OSX gewechselt habe, suche ich nach einer guten Blogger Software, mit der ich sowohl off- als auch online meine Blogtexte verfassen kann, Verwöhnt von der für das iPad gut entwickelten App. „Blogsy“, stellte sich natürlich der Wunsch ein, dies so komfortabel als möglich zu tun und vor allem mit der Möglichkeit bequem auf die bekannten Medien, wie z.B. Picasa u.a., zur Einbindung in den Blog zugreifen zu können. Da eine Nutzung eines Flickr Accounts erst dann wirklich sinnvoll wird, erweitert man den Account und bezahlt diesen, bin ich schon lange davon abgekommen, hier Bilder zu veröffentlichen. Picasa ist durch seine Erweiterung mit Google+ allerdings überaus interessant geworden, zumal man mit einem Standard Account schon sehr weit kommt.
Neben der derzeit auf den Markt als „Non plus Ultra“angesehenen Applikation „MarsEdit“ empfand ich auch die für andere Belange durchaus interessante Software „MacJournal“ als überaus interessant und lud mir die beiden Demos sofort herunter. Als Vergleich gesellte sich auch die etwas ältere Software, aber bei vielen Bloggern durchaus geschätzte “Ecto” hinzu. Ein überaus kurzer Versuch mit “MyWPedit” konnte mich überhaupt nicht überzeugen, so dass ich die Software schon nach 10 Minuten Testen wieder von meinem MacBook Air verbannte. Warum? Nun, beim Einbinden von Grafiken wurde jedes Mal nach einem Update eine neue Grafik erstellt, das Einbinden an sich war leider sehr hakelig, das Schreiben von Text und das Layoutieren überaus kompliziert und nur über ein Dropdown Menü zu bewerkstelligen. Aber es ist eine junge Software, die stetig weiter entwickelt wird, weshalb ich mir sicherlich in naher Zukunft die Software nochmals anschauen werde.



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Das soll nicht heissen, dass etwa die andere Software erheblich besser ist, eigentlich – das muss ich insgesamt feststellen – erfüllt bisher keine der Applikationen meinen Anforderungen für einen Offline-Editor zu 100%. Es ist schon bezeichnend, dass ich, während ich noch am Testen bin und Stück für Stück den Text schreibe, letztlich dann doch an meinem Safari Browser sitze, den Online Editor von “Blogger” und zum Teil “WordPress” geöffnet habe und genau das machen kann, was ich die ganze Zeit will: den Text flüssig schreiben, sofort einfach layoutieren, ohne mich in endlosen Menükaskaden zu verheddern und der Möglichkeit Bilder in einem flüssigen Arbeitsgang einbinden zu können, unabhängig davon wo diese gehostet sind.

Bilder online stellen

Die erste Konfiguration für das Editieren von Blogseiten, dies betrifft in meinem Fall sowohl „Blogger“, dessen Blog mir als Testwiese dient, als auch „WordPress“, gestaltete sich relativ einfach und ein Erstellen von Text so wie dessen Layout wurde geradezu ein Vergnügen, vor allem durch die hervorragenden Vollbildfunktion von MarsEdit und MacJournal, die beide für Lion optimiert sind.
Einziges Manko scheint das Einbinden von online befindlichen Bildern zu sein, deren Funktionalität ich bei MacJournal entweder bisher noch nicht habe finden können oder es gibt sie schlichtweg nicht.
MarsEdit kann dies zumindest in sofern, als dass man zuvor den Link eines einzubindenden Bildes in die Zwischenablage kopiert und dieses anschließend durch einen “Rechtsklick”, dann “Format” und anschließend mit der Auswahl der Option “Image from Link” anklickt um es in den jeweiligen Textabschnitt einzubinden. Ein Anpassen der Grösse des Bildes ist bei MarsEdit allerdings im Nachhinein nicht möglich, so dass man sich schon gut überlegen muss, welche Bilder man einbindet und welche nicht. Insgesamt ist das bearbeiten von Bildern aber in jeder der genannten Bloganwendungen absolut unzureichend. Bei MacJournal ist hingegen ein Verändern der Grösse jederzeit möglich, indem man auf die untere rechte Ecke eines Bildes klickt und dieses nach Bedarf grösser oder kleiner zieht – das gefällt.
Dies mag für Programme, deren zentraler Fokus nicht unbedingt im Bloggen liegt, wie beispielsweise MacJournal noch angehen, aber für ein Tool wie MarsEdit, das einzig und allein zum Bloggen gedacht ist, kann ich das nicht akzeptieren.
Einen absoluter Glanzpunkt stellt bei dieser Funktion Ecto dar, bei dem man, neben der Möglichkeit die Grösse zu verändern, auch den Randabstatt äusserst komfortabel konfigurieren kann. Leider zeigt es wiederum Schwächen, wenn es darum geht, ein bereits im Internet befindliches Bild einzufügen und anzupassen.
Ich möchte nochmals unterstreichen, dass es mir hier nicht darum geht, den Text als html-Datei zu bearbeiten, das kann ich letztlich mit jedem Html-Editor auch tun, sondern ich erwarte von einem speziell für´s Bloggen konzeptionierten Programm, bequeme Möglichkeiten der WYSWYG-Editierung inkl. aller Anbindungen an wichtigste Internetdienste.


Immer nur Flickr…


Allen Programmen gemein ist, neben der Möglichkeit auf dem eigenen Server Bilder abzuspeichern, die Möglichkeit zur Einbindung von Bildern mittels eines Flickr-Accounts. Doch mal Hand auf´s Herz, welcher Blogger nutzt denn ausschließlich Flickr mit einem Freeaccount? Ich würde mir eine Einbindung verschiedenster Bilderhostingdienste wünschen, wie z.B. Picasa, Posterous oder anderer Social-Dienste, die es inzwischen gibt. Vor allem auch das Einbinden ganzer Alben in Form von Galerieansichten.
Für mich heißt das, dass ich weder auf die bereits existierende Albenvielfalt meines Picasakontos noch auf bereits im Netz stehende Bilder meines WordPress Blogs bequem zugreifen kann, was ich als absolutes “NoGo” bezeichnen möchte.
Auch wenn man die Bilder auf dem eigenen Server, im dafür vorgesehenen Medienordner speichern kann, so ist es trotzdem nicht möglich, auf bereits bestehende Bilderarchive zuzugreifen.


Bilder auf dem eigenen Server

Es wird bei der Erstellung des Accounts von MarsEdit, Ecto und MacJournal lediglich auf ein vom Programm erstelltes Album zugegriffen, welches dann mit den jeweiligen Bildern gefüllt wird. Da MarsEdit einen MediaBrowser hat, kann man die bereits von MarsEdit hochgeladenen Bilder einsehen und in anderen Blogeinträgen weiter verwenden ohne sie erneut hochladen zu müssen, was schon mal ein sehr guter Ansatz ist. Auf andere Bilder kann man, wie oben bereits erwähnt wurde, nicht zugreifen, auch nicht Bilder, die man anschließend mittels der Picasa Anwendung in das spezielle Verzeichnis lädt.
MacJournal lässt, trotz Medienmanager, keinen Einblick auf bereits im Internet befindliche Bilder zu – ein absolutes NoGo! Während der Erstellung meines Artikels, den ich mal in der einen, mal der anderen Software bearbeitet, musste ich feststellen, dass es eigentlich in jeder Software nicht nur einmal passierte, dass ein und das selbe Bild doppelt abgespeichert wurde, weil beim Update das eine oder andere Häkchen nicht gesetzt wurde oder die Verwaltung schlichtweg zu intransparent ist. Unter MarsEdit erhält man dann immerhin noch die Möglichkeit, begeht man diesen Fehler, durch den Medienmanager, doppelt geladene Bilder zu entfernen, in MacJournal sieht man bereits hochgeladene Bilder gar nicht und wundert sich vermutlich irgendwann, sofern man viel mit Bildern arbeitet, dass das Verzeichnis einfach überquillt.

Allerdings ist der Umgang mit Bildern bei MarsEdt auch nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint, denn es läßt sich zwar angeben, welche Auflösung die für den Upload bereitgestellten Bilder haben sollen, allerdings lassen sich diese nachträglich nicht wirklich verändern, so dass man z.B. bei einer standardmässig genutzten Auflösung von 1024 x 768 Pixel eine “Lightbox-Option” gar nicht sinnvoll nutzen kann, da die einzubindenden Bilder natürlich verkleinert dargestellt werden müssen. Damit ist man dazu verdammt, alle Bilder in einer geringeren Auflösung über MarsEdit hochzuladen, als man eigentlich will. Das ist vor allem dann unschön, wenn man kleinteilige Grafik hat, die man zwingend in einer höheren Auflösung nutzen möchte, aber in so hoher Auflösung aus layouttechnischen Gründen gar nicht in den Text mit einbringen kann.

Ich habe dieses Minus an Optionen bei MarsEdit versucht zu umgehen, indem ich Bilder in der gewünschten Auflösung eingefügt habe, sie anschließend löschte um das dann im Medienmanager zu sehene Bild in veränderter Grösse erneut einzubinden. Dummerweise erstellt mir MarsEdit dann ein neues Bild, das im MedienBrowser abgespeichert wird – für meine Anforderungen völlig unsinnig. Ich würde es dann verstehen, wenn ein geringer auflösendes Alias erzeugt würde, das auf das Original verweist, konnte aber nirgends entdecken, dass diese Funktion hier vorgesehen ist.

Interessanterweise ist, zumindest was das Editieren von Bildern betrifft, Ecto, so alt die Software auch ist, hier mein klarer Favorit, da es sehr variable Möglichkeiten zur Bildeditierung anbietet, die einfach zu bedienen und klar verständlich sind. Leider konnte ich nirgend die Möglichkeit erkennen, wie oder ob man bereits online stehende Bilder einbinden kann, was mit MacJournal im Übrigen ebenfalls nicht möglich ist.
Einzig die Option der HTML-Ansicht ermöglicht dann, bis auf MacJournal, wo es diese Option nicht gibt, ein freies Layoutieren, sowohl von externen Bildern, als auch der Positionierung innerhalb des Textes. das ist aber eigentlich nicht das, was mir vorschwebte, als ich mich nach  geeigneter Software anfing umzusehen.
Da sich Ecto dann aber als überaus instabil auf meinem Lion System herausgestellt hat, musste ich eine Investition in dieses Programm auch ad acta legen – eigentlich schade.

Text erstellen und Bearbeiten

Wichtigster Aspekt beim Bloggen ist und bleibt aber immer noch das Schreiben. Dazu gehört bei einem guten Blogger-Programm meiner Meinung nach aber auch die Möglichkeit, den geschriebenen Text noch im Schreibfluss zu formatieren, um für sich selbst Ordnung zu schaffen. Ich fand es schon immer hilfreich, noch während des Schreibens leichte Strukturen zu schaffen, um den Überblick nicht zu verlieren – dies ist umso wichtiger, je länger der Text  oder je defiziler der Inhalt des Geschriebenen ist. Vermutlich liegt darin auch der Siegeszug von all den WYSWYG Textprogrammen begründet, wie MS Word, OpenOffice Write oder Pages. Man erhält ein Werkzeug in die Hand mit dem man sich keine Gedanken mehr darüber machen muss, wie man die Grafik auf einer Seite montieren muss, sondern nur noch darüber, welche man nimmt und wo man sie platziert, alles andere ist nebensächlich.
Darum erwarte ich von einem Editor, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, dass er Spezialist fü´r Bloggen ist auch, dass er diese zentrale Tätigkeit herausragend erfüllt, denn sonnst könnte ich mir auch einen beliebigen HTML-Editor nehmen und die Seite so erstellen.

Umso frustrierter war ich, als ich feststellen musste, dass ausgerechnet das teuerste aller Blogeditoren, MarsEdit, bei der Möglichkeit zur Modifizierung der Darstellung von einfachen Formatoptionen, wie z.B. “Fett“, “Italic” oder “unterstrichen“, einem lediglich ein relativ verschachteltes Dropdown-Menü anbietet, das nicht einmal veränderbar ist. Da bietet selbst der betagte Ecto Editor mehr, so dass ich schon versucht war, nur diesen zur Erfassung meiner Texte zu verwenden – wenn da nicht die Instabilität wäre. MacJournal ist hier leider ähnlich verschachtelt wie MarsEdit, wenn auch nicht ganz so schlimm. Ich verstehe nicht, was dagegenspricht, die sonnst auf dem Mac so leere Menüleiste des Programms mit sinnvollen Shortlinks zu füllen?
Ich muss gestehen, dass ich mitunter einfach in den HTML-Modus wechselte, den man zugegebenermassen recht schnell wechseln konnte, da es schneller war, kurze Fontstyles zu erstellen oder mal eben den Text vernünftig auszurichten, als sich durch das Menü zu hangeln. Dabei fiel mir dann auch auf, dass MacJournal zwar eine Bearbeitung im “Plaine- und Ritchtext-Format” unterstützt, das HTML-Format dabei aber total unterschlagen hat. das ist fatal, wenn man versucht irgend etwas auf der Seite vernünftig zu platzieren, geschweige denn externe Bilder zu montieren, was entweder zu einem Geduldspiel ausartet oder schlichtweg nicht möglich ist. Besonders ärgerlich ist es, will man beispielsweise im MarsEdit ein Bild mittels CSS vernünftig ausrichten, da man beim Wechsel in den HTML_Modus zum einen HTML-Text geboten bekommt, der in keinster Weise strukturiert ist, zum anderen hat man nicht einmal die Möglichkeit, den zur Bearbeitung gedachten Text zuvor, zwecks schnellerer Lokalisierung, zu markieren, umzuschalten und dann sofort zu finden, denn die Markierungen bleiben leider nicht bestehen.
Das führte dazu, dass ich auf der Suche nach einem bestimmten Bild innerhalb eines stark strukturierten Textes, beinahe verzweifelte, da ich das Bild mit dem blossen Auge einfach nicht finden konnte.
Besser arbeitet hier eindeutig Ecto, der den HTML-Text zumindest logisch umbricht und einteilt um so für etwas Struktur sorgt.

Wo sind denn die Tabellenfunktionen hin…?

Als während der Erstellung dieses Textes der Wunsch aufkeimte, vielleicht die eine oder andere Tabelle zu generieren, musste ich feststellen, dass weder im hochgepriesenen MarsEdit, noch in Ecto die Möglichkeit besteht eine Tabelle einzufügen. Will man selbiges tun, muss man in den HTML-Modus wechseln und klassisch HTML-Tags bemühen. Einzig MacJournal bietet hier eine komfortable Möglichkeit Tabellen zu generieren und zu bearbeiten. Sie ist in dem Programm auch lebensnotwendig, da sie im Übrigen die einzige Möglichkeit bietet, Bilder innerhalb des Textes vernünftig ausrichten zu können.


Fazit


Was bleibt nun bei meiner Odyssee durch die drei derzeit wichtigsten Programme für das Bloggen auf dem Mac zu sagen? ich würde sagen, man kommt nicht umhin einen leicht schalen Beigeschmack zu haben, da keines der drei Programme einen wirklich dazu veranlasst es als einzelne Software zum bloggen zu verwenden. MacJournal machte auf mich zu Beginn meines Tests einen sehr soliden Eindruck, bis ich an den Punkt gelangte, an dem ich mit Bilder hantieren musste. Zudem gibt es keine Funktion “Entwürfe” zu speichern – eine Funktion, die bei Blogeditoren selbstverständlich sein sollte. MarsEdit wirkt in vielen Bereichen wie eine sich in Produktion befindliche Applikation, die schon einiges an guten Ideen hat, aber gravierende Mängel im eigentlichen Layout aufweist, was für einen guten Workflow unumgänglich wäre, dafür läuft es von allen Programmen am stabilsten: es gab keinerlei Abstürze. Da MarsEdit mit seinem Preis von über 30,-€ ein recht teures Programm in diesem Rennen ist, muss man, wie ich finde, logischerweise auch etwas höhere Ansprüche anbringen. Ich empfinde die Software für das, was sie kann, überteuert. MacJournal steht in dem selben Preissegment wie MarsEdit, allerdings nicht mit dem hohen Anspruch für das Bloggen spezialisiert zu sein, weshalb mein Urteil nicht ganz so streng ausfällt. Dennoch kann ich für das Programm, zumindest was das Bloggen betrifft, keine echte Empfehlung aussprechen.
Bleibt zum Schluss noch Ecto, das ich zu Beginn meines Tests eigentlich sofort verwerfen wollte, da es mit seiner doch recht altbackenen Oberfläche nichtgerade zum Benutzen einlädt.
Im Laufe der Benutzung, vielleicht aber aus aus der Verzweiflung heraus, was die beiden anderen Programme alles nicht können, griff ich vermehrt auf Ecto zu, da hier die Menüleisten konfigurierter sind und ein schneller Zugriff auf Textformatierungsoptionen vorhanden ist. Zudem ist die Option, Bilder zu Positionieren und korrekt darzustellen sehr gut umgesetzt.
Allerdings wird Ecto, so ist zumindest der derzeitige Stand, wohl nicht so schnell weiterentwickelt, was wirklich bedauerlich ist. Denn etwas Feinschliff, eine bessere Integrierung moderner SocialNetwork Dienste und eine stabilere Engine unter Lion würden der Software gewiss gut tun. Zudem ist es mit seinem Preis von 16,29€ geradezu günstig im Vergleich zu seinen Konkurrenten.


Ein Ausblick


Eigentlich wollte ich den Text mit der von mir als absoluten Sieger auserkorenen Software beschliessen, sitze nun aber vor einem geöffneten Browserfenster und tippe den Text in einem Onlineeditor. Ich bin, trotz meiner sich jetzt breitmachenden Ernüchterung, immernoch zuversichtlich, dass sich noch etwas tut, in diesem Sektor.
Schließlich gibt es noch Blogger, dass ich bisher nicht testen konnte, da die unter Lion lauffähige Version 2.0 noch in Entwicklung ist. Zudem wird MarsEdit stetig und intensiv weiterentwickelt, was wiederum für dieses Programm spricht. Ecto ist für mich der tragische Held im Reigen der Editoren, da er im Prinzip schon fast alles wichtige beinhaltet, aber keine Anzeichen sichtbar sind, dass es Neuerungen geben wird. Eine vielleicht etwas teure Lösung könnte ein Versuch mit RapidWeaver sein, der offenbar zu seinen zahlreichen, käuflich erwerbbaren Plug-ins auch eine Option mit Blogeditor (Rapidblog) anbietet. 


MarsEdit 3


positiv
+ guter MedienManager
+ Onlinebearbeitung möglich
+ Erstellung von Drafts
+ bedingt einfaches Einfügen des Textes mit Grafik möglich


negativ
– kein Zugriff auf bereits online stehende Grafiken (Ausnahme: Flickr-Account)
– Zugriff auf Textformate ist hakelig
– kein nachträgliches verändern der integrierten Grafiken
– Preis


MacJournal 6


positiv
+ Übersichtliche Menüstruktur
+ hervorragender Vollbildeditor zum Erfassen von Texten
+ Option zum Erstellen von Tabellen
+ läuft sehr stabil


neutral
+/- Medienmanager, mit dem man aber nicht viel machen kann


negativ
– keine Erstellung von Drafts
– Bilder können nicht richtig montiert werden – ohne Textumfliessung
– Textformatierung ist etwas hakelig
– Preis


Ecto


positiv
+ recht guter Medienmanager
+ hervorragende Einbindung von Bildern
+ sehr übersichtliche Formatierungsmöglichkeiten
+ Erstellung von Drafts
+ Onlinebearbeitung möglich
+ Preis


negativ
– sehr instabil unter Lion
– altbackene Oberfläche und Funktionen

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